Graf Maya · Ständerat · 2022-12-12
Graf Maya · Ständerat · Basel-Landschaft · Grüne Fraktion · 2022-12-12
Wortprotokoll
Ich weiss nicht, ob Sie es wissen: In der Schweiz leben 600[NB]000 Hunde mit uns zusammen. Es werden nur 50 Prozent davon in der Schweiz gezüchtet und geboren, was heisst, dass 50 Prozent der Hunde zumeist als Welpen importiert werden. Gerade in den Corona-Jahren nahm leider der illegale Import von Hunden und Welpen stark zu. Deshalb ist hier der Handlungsbedarf gross.
Gegen den illegalen Import an sich kann nur wenig getan werden. Aber wichtig ist, dass der internationale Datenaustausch verbessert wird. Es sind hier nämlich international gut organisierte kriminelle Akteure am Werk. Die Welpen werden unter sehr schlechten Bedingungen gezüchtet und dann von diesen Banden in ganz Europa illegal gehandelt.
Ihre Kommission begrüsst es deshalb, dass sich der Bundesrat bereit erklärt hat, das Motionsanliegen im Rahmen der Revision der Tierschutzverordnung, die voraussichtlich schon nächstes Jahr in die Vernehmlassung geschickt wird, mitzuberücksichtigen. Die Revision sieht nämlich schon vor, dass eine Übernahme der sogenannten 15-Wochen-Regel erfolgen soll, wonach Welpen erst eingeführt werden dürfen, wenn sie mindestens 15 Wochen alt sind. Das ist eigentlich in ganz Europa - ausser in Österreich - bereits die Regel.
Mit Blick auf diese Revision beantragt Ihre Kommission einstimmig, die Motion anzunehmen. Mit dieser soll der Bundesrat beauftragt werden, verbindliche Regelungen zu erlassen, damit die betroffenen Behörden - die Zollbehörde, das BLV oder auch kantonale Veterinärämter - Daten und Informationen über den Welpenimport und -handel rasch und unkompliziert mit ausländischen Behörden austauschen können, um tierquälerischen Welpenhandel möglichst zu verhindern. Die Kommission anerkennt, dass es Massnahmen braucht, und beantragt Ihnen einstimmig, die Motion anzunehmen.