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Girod Bastien · Nationalrat · 2023-03-01

Girod Bastien · Nationalrat · Zürich · Grüne Fraktion · 2023-03-01

Wortprotokoll

Wir haben einen guten indirekten Gegenvorschlag zur Gletscher-Initiative, der das wichtige Ziel "Netto null bis 2050", also die Reduktion der Treibhausgasemissionen auf netto null bis 2050, übernimmt und gleichzeitig bereits wichtige Schritte zur Umsetzung enthält. Es ist ein Vorschlag, der nicht nur zum Klimaschutz, sondern auch zur Energieversorgungssicherheit beiträgt und hilft, wichtige Innovationen in der Wirtschaft zu entwickeln. Weshalb brauchen wir jetzt trotzdem noch ein Ja zur Initiative? Es geht um den zugegebenermassen unwahrscheinlichen Fall, dass der Gegenvorschlag nicht reüssiert. Dann können wir noch über die Initiative abstimmen.

Die Initiative beinhaltet einfach noch das Netto-null-Ziel. Dieses ist von grosser Bedeutung für das Abkommen von Paris. Es ist das, was die Wissenschaft eindringlich empfiehlt. Sie empfiehlt, die Emissionen rechtzeitig bis 2050 auf null zu senken, um eine gefährliche Klimaerwärmung zu verhindern. Es gilt zu verhindern, dass wir immer stärkere Dürren und immer stärkere Überschwemmungen haben, die ganze Dörfer und Städte in Mitleidenschaft ziehen. Es gilt zu verhindern, dass wir Waldbrände und Ernteausfälle und in der Folge Flüchtlingswellen haben - nicht, weil die Leute ein besseres Leben suchen, sondern einfach, weil sie wegen der Klimaerwärmung ihre Existenz verloren haben. Hier braucht es politische Massnahmen, hier müssen wir Verantwortung übernehmen.

Gleichzeitig ist es auch eine Chance, das Ziel "Netto null bis 2050" in der Schweiz zu erreichen. Dafür entwickeln wir [PAGE 75] Lösungen, die global nachgefragt werden. So können wir Lösungen exportieren und die Schweiz als verantwortungsvolle, zukunftsgerichtete Volkswirtschaft positionieren.

Ich bitte Sie aus diesem Grund, die Minderheit Egger Kurt zu unterstützen.