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Brändli Christoffel · Ständerat · 2003-03-10

Brändli Christoffel · Ständerat · Graubünden · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2003-03-10

Wortprotokoll

Ich möchte doch noch eine Bemerkung anbringen. Es geht nicht nur um die Politik der Schweiz in diesem Bereich. Ich glaube, das ist eine andere Frage, die wir hier nicht zu beantworten haben. Hier geht es darum, ob die Abgabe von Heroin als Heilmittel eine positive gesundheitliche Wirkung hat, und es geht nicht um die Frage, ob das, was man sonst im Rahmen der Behandlung tut, eine positive Wirkung hat. Das ist für mich klar. Aber das Mittel Heroin hat keine gesundheitsfördernde Wirkung. Wenn Sie jemandem Heroin verabreichen, dann tut das dessen Gesundheit nicht gut, und das ist ja die Problematik.

Es geht im Endeffekt um die Frage, wer dann dieses Heroin finanzieren soll. Ich sträube mich nicht gegen diese Programme. Wenn wir diese heilende Wirkung absprechen, dann haben wir einen Konflikt mit dem KVG, und dann müssen wir das auf anderem Weg finanzieren. Es ist natürlich immer einfach, wenn man keine Finanzierungsmöglichkeiten hat, zu sagen, man könne das zulasten der Grundversicherung tun. Wir haben diese Methode in den letzten Jahren bei allzu vielen Dingen angewandt, und wir haben heute einen Leistungskatalog, mit dem wir Probleme haben. Heroin ist nur ein Teilbereich dieser ganzen Problematik. Aber die Frage, wie viel Sie glauben, der Krankenkasse einfach noch aufbürden zu können, müssen Sie irgendwann einmal beantworten.