Graber Michael · Nationalrat · 2023-09-26
Graber Michael · Nationalrat · Wallis · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2023-09-26
Wortprotokoll
Zermatt, Frau Badran, dient gerade nicht als anschauliches Beispiel, war es doch genau diese Gemeinde, die bereits vor dem Zweitwohnungsgesetz ein hervorragendes und auch sehr strenges kommunales Reglement hatte. Dort gab es diese Probleme gar nie.
Die Handänderungssteuer, die Sie ansprechen, ist im ganzen Wallis verbreitet. Die Gemeinden können sie einfach einführen und 50 Prozent Zuschlag erheben - ja, das ist tragisch. Damals, als ich noch im Kantonsparlament war, konnte ich über die betreffende Vorlage befinden, und ich war dagegen. Die Linke hat uns dabei leider nicht unterstützt, denn wenn es darum geht, eine Steuerentlastung für die Einheimischen zu finden, dann sind diese letztlich auch davon betroffen. Dem Reichen, der eine Luxuswohnung in Zermatt kauft, macht die zusätzliche Handänderungssteuer nichts aus. Dagegen schmerzt sie denjenigen, der eine kleine Wohnung kaufen möchte, der unter Umständen in Zermatt aufgewachsen ist und der sich die Wohnung darum vielleicht nicht mehr leisten kann, da eben auch seine Handänderung teurer geworden ist.