Cassis Ignazio · Bundesrat · 2023-09-28
Cassis Ignazio · Bundesrat · Tessin · 2023-09-28
Wortprotokoll
Le 9 juin 2023, le Conseil fédéral a adopté ce dernier. Avec ce rapport, il a répondu à une série de demandes qui émanaient de votre Parlement. D'une part, le rapport fait suite à dix interventions de l'Assemblée fédérale qui visaient toutes, sous différentes formes, une évaluation de la politique européenne par le Conseil fédéral. D'autre part, le Conseil fédéral a consulté, en décembre 2022, les Commissions de politique extérieure des deux chambres sur le projet de rapport. Lors de l'élaboration définitive du rapport, tel que vous l'avez en main maintenant, le Conseil fédéral a tenu compte des résultats de la consultation: par rapport à la version préliminaire, nous y avons ajouté une mise en contexte géopolitique plus importante, afin de vous montrer la place de la Suisse dans le monde, aujourd'hui, au XXIe siècle.
Qu'offre le rapport? Il apporte essentiellement deux éléments. On y trouve, premièrement, un état des lieux de la situation; un examen et une évaluation de la voie bilatérale que la Suisse emprunte depuis vingt-cinq ans dans ses relations avec l'Union européenne. Deuxièmement, les perspectives de l'avenir y sont présentées, et notre pays mérite des perspectives dans le continent au coeur duquel il se trouve.
Dans le rapport, le Conseil fédéral intègre les entretiens exploratoires en cours avec l'Union européenne, qui ont été mentionnés lors des interventions que l'on vient d'écouter. Le rapport met en lumière l'importance de l'Union européenne pour la Suisse, mais aussi l'inverse: l'importance de la Suisse pour l'Union européenne.
En outre, les relations Suisse-Union européenne dans un contexte géopolitique y sont replacées. Depuis l'année dernière, la guerre fait rage sur notre continent. De multiples crises marquent la situation de l'Europe et du monde. C'est le moment de bénéficier de relations stables et sûres entre la Suisse et les pays membres de l'Union européenne, qui sont tout autour de nous.
Pour son analyse de la politique européenne, le Conseil fédéral s'est basé sur notre Constitution fédérale; celle que, cette année, nous fêtons pour la 175e fois. Les objectifs de l'Etat fédéral ont servi de grille d'analyse pour le rapport - objectifs inscrits à l'article 2 de la Constitution fédérale, qui concerne les buts de la Confédération.
Ces derniers comprennent notamment la liberté et les droits du peuple, l'indépendance et la sécurité du pays, la prospérité commune et l'engagement de la Suisse en faveur d'un ordre international juste et pacifique.
Le Conseil fédéral oriente sa politique européenne en fonction de ses objectifs nationaux. Malheureusement, cela ne va pas sans certains conflits d'objectifs. Il sera donc toujours nécessaire à l'avenir de procéder à des évaluations et à des décisions difficiles sur la manière de pondérer les différents objectifs les uns par rapport aux autres.
Unter dem Gesichtspunkt der Staatsziele zieht der Bundesrat zum existierenden bilateralen Verhältnis zur Europäischen Union, wie es insbesondere 1999 mit dem Abkommen der Bilateralen I und 2004 mit den Bilateralen II geschaffen wurde, eine positive Bilanz. Der Bericht analysiert die einzelnen Abkommen und Gebiete der Zusammenarbeit eines nach dem anderen, so etwa den Handels- und Wirtschaftsaustausch im weitesten Sinne, die Kooperation im Bereich der Sicherheit, darunter auch die Assoziierung an Schengen/Dublin, oder auch Themen, die vor 25 Jahren nicht so aktuell waren wie heute, wie z.[NB]B. Umwelt und Klima.
Mit Blick auf die Zukunft lassen sich theoretisch vier Handlungsoptionen für die Europapolitik der Schweiz ausmachen. Es sind dies - das haben Sie gehört - erstens ein reines Freihandelsverhältnis, zweitens eine Weiterführung des bilateralen Weges, drittens ein Beitritt zum EWR und viertens ein Beitritt zur EU. Auch diese vier Optionen werden im Bericht im Lichte der Staatsziele gemäss Bundesverfassung untersucht. Der Bericht bewertet jede der Optionen anhand von konkreten Kriterien, nämlich in welchem Umfang sich die Schweiz am EU-Binnenmarkt beteiligen kann, welche weiteren Kooperationen, etwa auf dem Gebiet der Sicherheit, Gesundheit, Bildung und Forschung, möglich sind, wie gross der politische Handlungsspielraum der Schweiz ist und[NB]schliesslich,[NB]aber[NB]nicht[NB]zuletzt, ob die Option aussenpolitisch überhaupt machbar ist, d.[NB]h., ob sich die EU dafür gewinnen lassen wird.
Der Bundesrat kommt in seinem Bericht zum Schluss, dass der bilaterale Weg für die Schweiz weiterhin die vorteilhafteste Option ist. Ein reines Freihandelsverhältnis - eine weitere Option - würde den Bedürfnissen der Schweiz, zumal denen der Schweizer Wirtschaft, nicht genügend Rechnung tragen. Eine EWR- oder eine EU-Mitgliedschaft - die zwei[NB]anderen Optionen - würde wiederum den politischen Handlungsspielraum der Schweiz, des Schweizervolkes, der Kantone übermässig einschränken. Der bilaterale Weg weist von allen Optionen das ausgewogenste Verhältnis von konkretem, namentlich wirtschaftlichem Nutzen und politischem [PAGE 2072] Gestaltungsspielraum auf. Sein Schwachpunkt liegt beim vierten Kriterium, nämlich bei der aussenpolitischen Machbarkeit: Die Schweiz kann den bilateralen Weg nur weiter beschreiten, wenn die EU dazu Bereitschaft zeigt.
Die EU macht ihre Bereitschaft insbesondere von einer Regelung von institutionellen Fragen abhängig. Vor diesem Hintergrund führt der Bundesrat seit letztem Jahr Sondierungsgespräche mit der EU. Er will ausloten, was aussenpolitisch machbar ist, was innenpolitisch machbar ist und wozu die EU bereit ist. Wohlgemerkt: Für eine tragfähige Lösung müssen am Schluss beide Seiten aufeinander zugehen, auch die EU wird da und dort über ihren Schatten springen müssen. Denn für die Schweiz ist es unabdingbar, dass ihre essenziellen Interessen gewahrt bleiben.
Der Bundesrat hat sich im Verhältnis zur EU für einen breiten Paketansatz entschieden, der auch die Möglichkeit neuer sektorieller Abkommen einschliesst, etwa in den Bereichen Strom oder Lebensmittelsicherheit. Ein solcher Paketansatz dürfte es für die Schweiz und die EU leichter machen, einen für beide Seiten vorteilhaften Interessenausgleich zu finden, wie sie das bereits bei den beiden früheren Paketen - Bilaterale I von 1999 und Bilaterale II von 2004 - geschafft haben.
Wie im Bericht dargelegt, bleibt das Ziel des Bundesrates letztlich unverändert. Er will den bilateralen Weg stabilisieren, weiterentwickeln und auf lange Sicht wahren. Gleichzeitig ist in der Europapolitik, wie anderswo auch, nichts in Stein gemeisselt. Europa entwickelt sich rasant weiter, und die Schweiz wird sich immer wieder an neue Gegebenheiten anpassen müssen. Der Bundesrat will die Bundesversammlung deshalb auch in Zukunft laufend über den Stand der Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU orientieren. So wird der Bundesrat, gestützt auf die aussenpolitische Strategie, jeweils pro Legislaturperiode einen neuen Bericht zu den Beziehungen Schweiz-EU verfassen.