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Bulliard-Marbach Christine · Nationalrat · 2023-09-28

Bulliard-Marbach Christine · Nationalrat · Freiburg · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP. · 2023-09-28

Wortprotokoll

Die Kostenexplosion im Gesundheitswesen ist in diesen Tagen und Wochen in aller Munde. Die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen steigt, aber Allgemeinmediziner sind immer rarer. Besonders von dieser Entwicklung betroffen sind ländliche Regionen und insbesondere Bergregionen. Hier sind meistens die Arztpraxen die zentrale Anlaufstelle für die Menschen, sei das im Alter oder mit Kindern. Doch in unzähligen Dörfern gibt es keine Nachfolgeregelungen für diese Praxen. Gehen die Hausärzte in Pension, folgt leider viel zu oft niemand nach. Hinzu kommt, dass die ländlichen Regionen in den letzten Jahren übermässig von den Schliessungen regionaler Spitäler betroffen waren. Die grossen Distanzen zwischen den Ortschaften erschweren den Zugang zu Gesundheitszentren zusätzlich.

Diese Entwicklung ist auch ein Kostentreiber. Bei einer schlechten Grundversorgung werden gesundheitliche Probleme oft zu spät erkannt. Therapien sind dann aufwendiger, dauern länger und kosten mehr. Wenn die Menschen bei Problemen in eine Notfallaufnahme, in ein Spital gehen müssen, dann sind die Kosten von der ersten Minute an viel höher, als wenn diese Menschen lokal in einer Praxis betreut werden.

Ich bin überzeugt, dass die flächendeckende qualitative Grundversorgung in der Schweiz wichtig ist. Ich bin auch überzeugt, dass wir an einem Punkt angekommen sind, wo auch innovative Ansätze zu prüfen sind. Es gibt Ideen und Modelle, die die medizinische Grundversorgung in der ganzen Breite abdecken und die mit einfachen Mitteln auch die abgelegenen Gebiete unseres Landes erreichen können. Die Digitalisierung eröffnet zum Beispiel neue Möglichkeiten für die Diagnose oder die Betreuung von Patienten abseits der Zentren. Weitere Ansätze sind mobile Praxen, die verschiedene Dörfer besuchen und Sprechstunden anbieten, oder Fahrdienste, die den Patienten den Zugang zu Gesundheitszentren ermöglichen.

Dans mon postulat, je demande donc au Conseil fédéral d'examiner des stratégies et des mesures permettant aux régions de montagne et aux régions périphériques de bénéficier également de soins de qualité. Dans son rapport, il devra présenter les conditions-cadres nécessaires à cet effet, le rôle que peut jouer le personnel soignant spécialisé et la manière dont les tâches peuvent être réparties entre les cantons et les associations de communes.

Je souhaite que le Conseil fédéral regarde également au-delà des frontières nationales et s'inspire des solutions adoptées par des pays comparables à la Suisse. L'accès à des soins médicaux de base de qualité est inscrit dans la Constitution à l'article 117a. Il est de notre devoir de le garantir également à l'avenir, dans tout notre pays et pas seulement dans les centres. Nous devons poser aujourd'hui les jalons qui nous permettront de façonner le système de santé de demain.

C'est dans cet esprit que je vous demande de voter en faveur de mon postulat, afin que nous puissions saisir les opportunités de solutions innovantes et porteuses d'avenir dans les régions périphériques.