Cassis Ignazio · Bundesrat · 2024-03-05
Cassis Ignazio · Bundesrat · Tessin · 2024-03-05
Wortprotokoll
Nach dem Ende des Kalten Krieges glaubten viele, die Demokratie habe sich für immer und ewig durchgesetzt. Doch vor bald zwanzig Jahren setzte ein Trend der demokratischen Rezession ein. Demokratien kommen seither von innen und aussen unter Druck. Autokratien treten zunehmend aggressiv auf. [PAGE 231]
Vor diesem Hintergrund erscheint der Verfassungsauftrag der Demokratieförderung in Artikel 54 der Bundesverfassung nun in einem anderen Licht. Daher kommt der Bundesrat in der neuen aussenpolitischen Strategie zum Schluss, dass die Demokratieunterstützung systematisch und kohärent angegangen werden muss. Das bedeutet natürlich nicht, dass die Schweiz in den letzten Jahrzehnten nichts in der Demokratieförderung getan hätte. Die DEZA z.[NB]B. arbeitet seit Langem in der Demokratisierung für eine nachhaltige Entwicklung, und die Unterstützungen für Wahlen und Wahlbeobachtungen sind ein anderes klassisches Thema. Dann ist z.[NB]B. der Einsatz für die freie Meinungsäusserung, die Grundrechte und die Rechtsstaatlichkeit im Rahmen der Menschenrechtsdiplomatie ein Beitrag, damit eine Demokratie funktionieren kann.
Unser Land gilt als vertrauensvolle Partnerin mit einem eigenständigen Profil in der Demokratieförderung. Wir haben viel Erfahrung, wir haben viel Wissen zu bieten, weshalb viele Länder mit uns auch partnerschaftlich zusammenarbeiten wollen. Neben eigenen Projekten unterstützt mein Departement bereits heute viele Organisationen und Projekte zur Stärkung der Demokratie. So ist die Schweiz z.[NB]B. Mitglied beim International Institute for Democracy and Electoral Assistance (International IDEA). Wir unterstützen weiter den International Fund for Public Interest Media (IFPIM), der unabhängige Medien, die für eine Demokratie unerlässlich sind, unterstützt. Ebenso ist die Schweiz Mitglied von UNO-Organisationen wie dem United Nations Development Programme (UNDP) oder dem Büro des Hochkommissariats für Menschenrechte (OHCHR), welche wichtige Arbeiten in der Demokratieförderung leisten.
Vous pouvez donc le constater, la Suisse soutient déjà de nombreux partenaires et met en oeuvre une multitude d'activités dans le domaine de la promotion de la démocratie. Une contribution financière au Fonds européen pour la démocratie n'apporterait guère de valeur ajoutée dans le contexte actuel. La diversité des activités et des financements de projets de promotion de la démocratie couvre déjà bien ce domaine. En plus, on n'a pas fait de très bonnes expériences avec ce fonds. En 2013, la Suisse a versé, comme l'a justement rappelé le conseiller national Glättli, une contribution unique de 1 million de francs au Fonds européen pour la démocratie. Mais l'expérience avec ce fonds pendant la période de soutien n'a pas toujours été positive. Par exemple, seule la moitié des montants alloués a été dépensée, et les rapports ne montraient pas clairement ni ce à quoi les contributions de la Suisse étaient affectées ni l'impact qu'elles avaient.
Ce sont les raisons pour lesquelles le Conseil fédéral vous invite à rejeter la motion, tout en étant fermement convaincu de la nécessité de soutenir la démocratie.