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Schwander Pirmin · Ständerat · 2024-12-04

Schwander Pirmin · Ständerat · Schwyz · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2024-12-04

Wortprotokoll

Ich bitte Sie, die Minderheit Stark zu unterstützen. Weshalb? Ich möchte zwei Aspekte erwähnen: den Fachkräftemangel und die NFA.

Zum Fachkräftemangel ist jetzt viel gesagt worden. Ich bin seit Anfang der 1980er-Jahre in der Wirtschaft tätig. 1982: Börsen-Crash, Fachkräftemangel; 1987: Börsen-Crash, Fachkräftemangel; Ende der 1980er-Jahre, Anfang der 1990er-Jahre: Kuwait-Krise, Fachkräftemangel; 1993, 2000: Immobilienkrise, Fachkräftemangel; Jahrtausendwende: Dotcom-Krise, Fachkräftemangel; 2008: weltweite Finanzkrise, Fachkräftemangel. In der Schweiz gab es immer wieder in verschiedenen Branchen einen Fachkräftemangel. Vom Fachkräftemangel höre ich in der Wirtschaft seit vierzig Jahren.

Jetzt stellt sich die Frage: Haben wir ein Instrument? Es wurde gesagt, die Wirkung bezüglich Fachkräftemangel sei wissenschaftlich nachgewiesen. Ich kenne diese Studien. Sie sprechen von Wissenschaft - ich möchte einmal eine Studie sehen, die die statistische Korrelation nachweist. So eine Studie gibt es nicht, sonst müssen Sie sie mir zeigen. "Wissenschaftlich" heisst statistische Korrelation, diese ist massgebend. Dann können wir sagen, ob es eine Wirkung gibt oder nicht. "Wissenschaftlich" heisst nicht, dass man denkt, es sei so.

Ich stelle in der Wirtschaft eine Gegenentwicklung fest. Selbst wenn es vielleicht so ist, wie ich sage, gibt es keine statistische Korrelation dazu. Immer mehr Menschen, auch Frauen, reduzieren ihr Pensum, bis auf 60 Prozent. Welches Instrument haben wir dort? Wir haben keines. Das ist das, was mich stört. Wer kann das Pensum reduzieren? Die Gutverdiener. Übrigens ist das auch in der Verwaltung so. Auch in meiner Firma stellen Männer, aber auch Frauen, insbesondere in den Kaderpositionen, entsprechende Anträge, was führungsmässig für meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht so gut ist. Bezüglich Fachkräftemangel, dem ersten Aspekt, können Sie mich nicht überzeugen.

Zur NFA: 2008 haben wir die NFA eingeführt - es heisst ja nicht "der NFA", sondern "die NFA": die Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen. Was haben wir in Bezug auf die Entflechtung der Aufgaben zwischen Bund und Kantonen gemacht? 2008 war dies ein grosses Projekt, ein Jahrhundertprojekt. Aus Sicht des Kantons Schwyz war die Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen sehr wichtig. Inzwischen hat die Finanzministerin wieder eine Arbeitsgruppe aktiviert für die Entflechtung der Aufgaben zwischen Bund und Kantonen. Und was machen wir hier? Wir machen wieder eine Verbundaufgabe. Das verstehe ich nicht, schlichtweg nicht.

Diese zwei Aspekte führen bei mir dazu, dass ich die Minderheit Stark unterstütze. Ich appelliere an Sie, diesen Weg zu gehen und hier nicht einzutreten.