Aeschi Thomas · Nationalrat · 2025-03-03
Aeschi Thomas · Nationalrat · Zug · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2025-03-03
Wortprotokoll
Frau Prelicz-Huber hat Ihnen in ihrem Votum eben etwas ganz Wichtiges unterschlagen. In Litera b geht es ausschliesslich um Zigarren und Zigarillos. Zigarren und Zigarillos sind bei Weitem keine Einstiegstabakprodukte. Wenn Junge heute einsteigen, dann kaufen sie Zigaretten oder eben zunehmend Vapes. Aber Zigarren und Zigarillos, das ist etwas, was eher eine ältere Kundschaft kauft. Es ist nicht ein Einstiegstabakprodukt.
Es gibt noch zwei Zigarren- und Zigarilloproduzenten in der Schweiz. Es sind doch einige hundert Arbeitsplätze, die hier in der Schweiz erhalten werden können.
Ich möchte Sie bitten, hier beim geltenden Recht zu bleiben. Wie gesagt, es geht um direkte, persönlich ausgeführte Verkaufsförderung. Sie können sich vorstellen, dass keine einzige Person im direkten, persönlich geführten Gespräch an eine minderjährige Person gelangen und dieser Zigarren oder Zigarillos verkaufen wollen wird. Da ist es viel gefährlicher, was im Internet passiert, auf Tiktok, auf Instagram und auf anderen Social-Media-Kanälen, wo Kinder und Jugendliche an Vapes gelockt werden. Ich habe aber sicher noch nie gesehen, dass Jugendlichen Zigarren oder Zigarillos schmackhaft gemacht würden.
Noch eine Bemerkung zum Votum von Frau Prelicz-Huber. In der Initiative steht: "keine Werbung, die sich an Kinder und Jugendliche richtet". Diese Initiative ist zu hundert Prozent mit dem geltenden Recht vereinbar. Wie gesagt, ich wiederhole es zum dritten Mal, es geht um direkte, persönlich ausgeführte Verkaufsförderung für Zigarren und Zigarillos. Hier bin ich schon der Meinung, dass wir zu dieser kleinen, aber wertvollen Industrie in der Schweiz etwas Sorge tragen sollten.
Danke, dass Sie hier meiner Minderheit folgen und beim geltenden Recht bleiben.