Rutz Gregor · Nationalrat · 2025-06-02
Rutz Gregor · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2025-06-02
Wortprotokoll
Geschätzter Kollege Hässig, ich habe Ihnen früher ab und zu zugehört, hier auch wieder. Dies ist etwas, was ich gar nicht bestritten habe, vor allem bei den Privaten nicht. Die Privaten schauen sehr genau, dass sie ausgewogen berichten, weil sie wissen, dass sie ein grosses Publikum brauchen. Bei der SRG ist es anders, bei ihr sind nicht die Quoten entscheidend, sondern entscheidend ist der Auftrag.
Aber Sie haben gefragt: Wollen wir sparen, bis etwas auseinanderfällt? Nein. Sie wissen ganz genau: Jeder, der einmal in der Privatwirtschaft tätig war, weiss es, dass ein Unternehmen sich immer wieder hinterfragen muss. Sind wir effizient, erfüllen wir unseren Auftrag, sind wir auf das fokussiert, was wir machen müssen? Und die SRG wächst und wächst und wächst und verzettelt sich immer mehr. Das ist auch aus unternehmerischer Sicht ein absoluter Widerspruch. Wenn ein Unternehmen sagt, es habe Mühe mit der Refinanzierung, dann muss es sich auf die Kernkompetenzen konzentrieren und sich nicht immer mehr verzetteln und dieses und jenes [PAGE 749] auch noch machen. Das ist das, was wir mit dieser Initiative erreichen möchten. Wenn Sie der Rückweisung zustimmen, haben wir ein Jahr Zeit, das in Ruhe zu diskutieren, und ich freue mich, wenn Sie sich dann auch wieder dazu äussern.