Lexipedia

Bürgi Roman · Nationalrat · 2025-06-11

Bürgi Roman · Nationalrat · Schwyz · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2025-06-11

Wortprotokoll

335 Franken, das zahlt heute nicht nur jeder Haushalt in diesem Land für die SRG, sondern auch jede Firma wird zu dieser Zwangsabgabe genötigt, ob man das Angebot nutzt oder nicht. Und was kriegen wir dafür? Ein Medienhaus, das sich aufgebläht hat wie ein Staatsbetrieb, das teure und unnötige Produktionen in der ganzen Welt ausrichtet und über Dinge berichtet, die irrelevant sind. Das hat mit Service public nicht mehr viel zu tun.

Die Initiative "200 Franken sind genug!" bringt Ordnung in dieses Chaos. Dies ist keine Revolution und kein Kahlschlag, sondern eine Rückbesinnung auf den Kernauftrag. 200 Franken pro Jahr, das reicht aus für eine seriöse Grundversorgung. Unternehmen werden endlich befreit von Gebühren, die sie nie hätten bezahlen sollen. Diese nicht bezahlten Gebühren fliessen übrigens über die Unternehmen wieder direkt in unsere Wirtschaft zurück. Junge Leute und Singles werden endlich entlastet.

Seit Jahren werden die Gebühren für die Schweizerinnen und Schweizer gesenkt, und die SRG existiert trotz alledem noch. Bei so vielen erfolgreich vollzogenen Sparmassnahmen sind weitere Sparmassnahmen definitiv möglich. Denn Fakt ist: Heute subventionieren die Jungen ein Angebot, das sie kaum mehr konsumieren. Sie zahlen brav und streamen dann trotzdem auf Youtube, Spotify oder Netflix. Wo bleibt da die Fairness? Und das Ganze geschieht unter dem Deckmantel von Service public, während die SRG sich immer [PAGE 956] weiter im Online-Markt breitmacht, wo längst unzählige private Anbieter unterwegs sind. Die SRG drängt mit Gebührengeld gegen die private Konkurrenz in den Markt. Das ist marktverzerrend und schlicht unnötig. Jedes Unternehmen in diesem Land muss kundenorientiert handeln. Die SRG erfüllt diesen Auftrag nicht. Es kann nicht sein, dass das Schweizer Staatsfernsehen Sendungen ausstrahlt, die die Schweizer Bevölkerung nicht mehr interessieren.

Die SRG ist nicht nur zu teuer, sie ist auch zu mächtig. Journalisten, Aufsichtsgremien, Verwaltungsrat: Von politischer Ausgewogenheit ist da nicht mehr viel zu spüren. Da fragt man sich: Wie soll da eine bürgerliche schweizerische Bevölkerung repräsentiert sein?

Die Initiative "200 Franken sind genug!" bringt ein System ins Gleichgewicht, das aus dem Lot geraten ist. Sie reduziert die Zwangsbelastung, sichert die Grundversorgung, schützt sprachliche Minderheiten und stärkt die privaten Medien, und dies mit Augenmass, präzise, nüchtern und wirksam.

Wer Markt statt Monopol will, sagt Ja. Wer fair zahlen will, sagt Ja. Wer eine ausgewogene Medienlandschaft will, sagt ebenfalls Ja - Ja zur Initiative "200 Franken sind genug!".