Gianini Simone · Nationalrat · 2025-09-10
Gianini Simone · Nationalrat · Tessin · FDP-Liberale Fraktion · 2025-09-10
Wortprotokoll
Intervengo quale relatore unico per la vostra Commissione degli affari giuridici sulla mozione che chiede al Consiglio federale di rinunciare alla sua decisione di principio di proibire le adozioni internazionali in Svizzera e, invece, di concentrarsi su una riforma del sistema, migliorando ulteriormente i controlli e la trasparenza, oltre a rafforzare il diritto delle persone adottate di conoscere le proprie origini e a sostenerle in questa ricerca.
Prima di entrare nel merito della mozione, però, una doverosa premessa.
Les pratiques illégales révélées par les deux rapports - celui de 2020 sur les adoptions au Sri Lanka et celui de 2023 sur les adoptions dans dix autres pays entre les années 1970 et 1990 - sont choquantes, odieuses et doivent être condamnées. De tels cas d'abus ne doivent ni être passés sous silence, ni oubliés, ni se reproduire, et les personnes touchées doivent recevoir tout le soutien possible. À cet égard, il faut remercier l'association Back to the Roots, ainsi que toutes les personnes déjà engagées dans ce domaine.
Non pas moins délicates sont les difficultés qu'il n'est pas rare que les personnes adoptées rencontrent, confrontées à la prise de conscience du déracinement de leur pays d'origine, des personnes auxquelles il faut prêter attention et respect en dehors du discours inapproprié selon lequel elles devraient être reconnaissantes d'avoir été sauvées en Suisse.
Das bedeutet jedoch nicht, dass die Lösung darin besteht, in der Schweiz internationale Adoptionen zu verbieten. Gerade deshalb hätte der Bundesrat bei seinem Entscheidungs- und Kommunikationsprozess eine ganz andere Herangehensweise wählen müssen. Anstatt Menschlichkeit gegenüber den vielen Adoptivfamilien und -kindern zu zeigen bzw. eine solche sensible Angelegenheit mit der gebotenen[NB]Vorsicht anzugehen, hat die Regierung Anfang Jahr völlig überraschend mitgeteilt, dass es künftig in der Schweiz nicht mehr möglich sein soll, Kinder aus dem Ausland zu adoptieren, und dass das EJPD beauftragt worden sei, bis spätestens Ende 2026 eine Vernehmlassungsvorlage für ein Verbot von internationalen Adoptionen auszuarbeiten.
Diese Mitteilung - so pauschal und ultimativ - hat einen Schatten auf alle Adoptivfamilien geworfen, hat diejenigen verunsichert, die sich gerade auf ein Adoptionsverfahren vorbereiten, und hat nicht wenige adoptierte Kinder erschüttert. Es ist sogar dazu gekommen, dass adoptierte Kleinkinder fragten, ob sie nun bald die Schweiz verlassen müssten. Natürlich müssen sie das nicht, aber es zeigt, wie oberflächlich die Kommunikation seitens des Bundesrates gehandhabt wurde.
Unter dem Druck der vorliegenden Motion und einer allgemeinen Protestwelle aus der Zivilgesellschaft - ich erinnere hier insbesondere an die Gründung des Vereins "Gruppo Adozione e Famiglie Svizzera" sowie an die von Kollege Nik Gugger lancierte Petition - kam Bundesrat Beat Jans, dem ich dafür danke, am 10.[NB]April in die Kommission für Rechtsfragen und schlug vor, zusätzlich zum Austritt auch eine Reform des Systems in die Vernehmlassung zu bringen.
Die Mehrheit Ihrer Kommission ist jedoch weiterhin der Meinung, dass angesichts der missverständlichen Entscheidung und Kommunikation der Regierung ein deutliches Signal zur Wiederherstellung des Gleichgewichts gesendet werden muss. Sie hat deshalb die vorliegende Motion mit 19 zu 6 Stimmen unterstützt. Die Motion fordert den Bundesrat auf, auf seinen Grundsatzentscheid, internationale Adoptionen zu verbieten, zurückzukommen und für einen Rechtsrahmen zu sorgen, mit dem internationale Adoptionen in der Schweiz weiterhin möglich sind, unter gleichzeitiger Verstärkung der Kontrollmechanismen und Transparenz, um das Missbrauchsrisiko zu senken. Laufende Adoptionsverfahren sollen von der Reform nicht betroffen sein. Im Rahmen der Vernehmlassungsvorlage ist auch das Recht auf Kenntnis der eigenen Abstammung und die Unterstützung bei der Herkunftssuche zu stärken.
Für die Mehrheit wäre ein Verbot von internationalen Adoptionen falsch, unverhältnismässig und sogar kontraproduktiv. Der vermeintliche Syllogismus "Wir wollen null Risiko" - was es übrigens in keinem Lebensbereich gibt -, "also verzichten wir auf Adoptionen in der Schweiz, und dadurch sind Kinder in ihren Herkunftsländern geschützt", ist nicht nur vereinfachend, sondern auch falsch. Ein solcher Schritt würde vielmehr dem Kinderschutzsystem eine Massnahme entziehen, nämlich die internationale Adoption, die seit Inkrafttreten des[NB]Haager Übereinkommens über den Schutz von Kindern deutlich verbessert worden ist. In bestimmten Fällen stellt die internationale Adoption für ein Kind die einzige Möglichkeit dar, eine Zukunft in einer Familie zu haben.
Une interdiction serait d'autant plus disproportionnée si le motif qui en est à la base - et si tel était le cas, le Conseil fédéral devrait le dire clairement - résidait dans un rapport coût-bénéfice défavorable pour, comme cela a été écrit, un nombre désormais limité d'adoptions par année - mais nous parlons ici d'enfants, et non d'activités commerciales[NB]! - ou, pire encore, si le motif était la préservation de la réputation internationale de notre pays.
Invece di essere pionieri di una decisione che, al contrario, influirebbe negativamente proprio anche in termini reputazionali - pensate cosa si direbbe se la ricca Svizzera si chiamasse fuori perché costa troppo, mentre il rapporto intermedio del gruppo di esperti è arrivato addirittura all'invito di valutare se non uscire dalla Convenzione dell'Aja -, il nostro Paese deve restare parte di un sistema che continuerebbe ad esistere anche senza la Svizzera, e cercare quindi di migliorarlo dall'interno, non essendo possibile farlo dall'esterno.
Per tutti questi motivi, vi invito ad approvare la mozione come vi è stata presentata.