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Z'graggen Heidi · Ständerat · 2025-09-16

Z'graggen Heidi · Ständerat · Uri · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP. · 2025-09-16

Wortprotokoll

Ich kann mich dem Votum meines Ständeratskollegen Dittli aus dem Kanton Uri anschliessen. Wir vertreten hier ja gemeinsam die gleichen Positionen. Ich möchte auch darauf hinweisen, dass die Situation an den Transitachsen, insbesondere am Gotthard, im Moment so ist, dass die Belastungsgrenze der Bevölkerung längst überschritten ist. Stau, Lärm, Abgase und Sicherheitsrisiken sind für die Bevölkerung und den Tourismus nicht nur Realität, sondern ein Ärgernis - und zwar ein tägliches Ärgernis, aber vor allem ein Ärgernis an den Wochenenden.

Zur Einstellung der Rola: Ich kann die Stellungnahme des Bundesrates zur Interpellation nachvollziehen. Eigentlich wollte ich meine Interpellation 25.3541 nicht diskutieren, weil ich es verpasst habe, aber ich sage jetzt trotzdem etwas dazu. Ich bin froh, dass der Bundesrat in seiner Stellungnahme zu meiner Interpellation darauf hinweist, dass er "die Gefahr eines Trendbruchs bei der Verlagerungspolitik als real gegeben" erachtet. Hier sendet uns der Bundesrat ein wichtiges und zentrales Signal. Ich bin sehr froh, Herr Bundesrat, dass Sie in Ihrem Verlagerungsbericht hierzu Stellung nehmen werden, wie Sie ausgeführt haben. Ich begrüsse es sehr, Herr Bundesrat, dass Sie hierzu im Verlagerungsbericht ausführlich Bericht erstatten werden. Auch wenn jetzt in den Antworten gesagt wurde, es sei vernachlässigbar wenig, betrifft uns jedes Auto bzw. jeder LKW natürlich stark, denn diese Fahrzeuge verstärken den Stau. Jeder Rückschritt bedeutet für uns in den betroffenen Tälern eine höhere Belastung, und wir riskieren damit, die Klimaziele und die Lebensqualität leichtfertig aufs Spiel zu setzen.

Ich möchte es wiederholen: Auf den Transitachsen - also am Gotthard, am San Bernardino, am Lötschberg, am Simplon - ist die Belastungsgrenze längst überschritten. Die Verkehrslawine wächst jedes Jahr, sie wächst und wächst und wächst, und sie wächst uns über den Kopf. Deshalb ist die Bewirtschaftung so zentral, wie es Ständerat Dittli angesprochen hat. Die Sperrung der Ausfahrten muss früher erfolgen als heute. Dieses Jahr war es nicht optimal.

Die Ausfahrtsspur bei Wassen, die jetzt verlängert wurde - mit der man in Wassen auf die Autobahn und nach Göschenen fahren kann -, funktioniert, aber sie ist eben auch suboptimal. Ich habe den Mut gefasst und habe das einmal ausprobiert. Auf der Spur, also auf dem Pannenstreifen, befanden sich drei Pannenfahrzeuge. Bescheiden, wie wir Urnerinnen und Urner sind, war es für mich recht schwierig, hier auszuweichen. Ich musste also beim ersten Pannenfahrzeug auf die Autobahn fahren - man hat mich reingelassen -, dann wieder auf den Pannenstreifen. Dann kam ein Wohnwagen, ich musste wieder in den Stau und zurück auf die Ausfahrtsspur. Es braucht also etwas Mut und extrem viel fahrerisches Können, das ich hier bewiesen habe.