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Egger Mike · Nationalrat · 2025-09-25

Egger Mike · Nationalrat · St. Gallen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2025-09-25

Wortprotokoll

Von 2000 bis 2023 ist die Schweiz um 23,7 Prozent gewachsen, oder anders ausgedrückt: Sie ist 18-mal schneller gewachsen als Deutschland. Sogar in absoluten Zahlen ist die Schweiz stärker gewachsen als Deutschland. Es gibt 1,7 Millionen Menschen mehr in der Schweiz. Zum Vergleich: In Deutschland waren es im gleichen Zeitraum 1,1 Millionen mehr. Zwischen 2000 und 2006 lag der Jahresdurchschnitt der Nettoeinwanderung bei 38[NB]575 Personen, nach der Einführung der vollen Personenfreizügigkeit lag er bei 77[NB]072 Personen.

Wir sprechen heute über ein Generationenprojekt. Wollen wir weiterhin eine Schweiz mit überfüllten Zügen? Wollen wir weiterhin eine Schweiz mit verstopften Strassen? Wollen wir eine zubetonierte Schweiz? Wollen wir steigenden Ressourcenverbrauch? Wollen wir eine steigende Kriminalität in diesem Land? Diese Fragen müssen entsprechend beantwortet werden.

Bei der Infrastruktur ist es so, dass wir an den Anschlag kommen. Im Jahr 2000 hatten wir 7711 Staustunden, 2024 waren es 55[NB]569 Stunden. Die Kosten allein für die Staustunden im Jahr 2023 werden auf 1,2 Milliarden Franken geschätzt. Und auch bei den SBB sieht es nicht besser aus: Im Jahr 2000 hatten wir 222 Millionen Personenfahrten, 2023 waren es 481 Millionen. Überlastung und Dichtestress, wo man in diesem Land hinschaut - und was machen wir aufgrund der fehlenden Infrastruktur? Wir verbetonieren das ganze Land. Liebe links-grüne Seite, damit gefährden wir die Biodiversität in diesem Land. Fakt ist nämlich, dass wir pro Stunde 2000 Quadratmeter grünen Boden verlieren, sieben Tage die Woche, 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr.

Auch beim Wohnungsbau verdeutlicht sich dies enorm. Trotz 1,225 Millionen zusätzlicher Wohnungen seit dem Jahr 2000 gibt es eine Mangellage. Vier von fünf Wohnungen sind allein [PAGE 1844] aufgrund der Zuwanderung notwendig. Die links-grüne Seite mit ihrer Zuwanderungspolitik - offene Grenzen für alle - ist die wahre Ursache für die Wohnungsnot und für die steigenden Mieten in diesem Land.

Auch beim Ressourcenverbrauch sieht es nicht anders aus. Fakt ist: Der Stromverbrauch pro Kopf ist von 2000 bis 2024 um 12 Prozent gesunken, in absoluten Zahlen gab es aber eine Zunahme von 10 Prozent.

Auch bei den Treibhausgasemissionen sieht es ähnlich aus. Wir haben es geschafft, diese seit 1990 pro Kopf um 44 Prozent zu senken. Aber in absoluten Zahlen sind es nur 26 Prozent.

Auf dieser Basis machen Sie in diesem Saal dann eine Politik mit immer mehr Gesetzen, mit immer mehr Vorschriften. Sie wollen den Fleischkonsum einschränken, Sie wollen ein Verbot von Verbrennungsmotoren, Sie wollen ein Verbot von fossilen Heizungen, Sie wollen flächendeckend eine Tempo-30-Zone und so weiter und so fort.

Die links-grüne Seite sagt zur Nachhaltigkeits-Initiative: "Ja, wir müssen diese bekämpfen, denn die Wirtschaft braucht Fachkräfte." Aber wenn Sie eine Politik mit immer mehr Verboten, immer mehr Vorschriften und Kosten in Milliardenhöhe betreiben, dann braucht die Wirtschaft keine Fachkräfte mehr, dann sind Sie die Totengräber der Schweizer Wirtschaft. Fakt ist nämlich: Allein 2024 kamen 88[NB]000 zusätzliche Personen. Diese brauchen wiederum 40[NB]000 neue Wohnungen, 1591 Pflegekräfte und 47[NB]400 neue Autos, die auch wieder unterhalten werden müssen. All das braucht wieder neue Fachkräfte in diesem Land. So kommt man eben auf keinen grünen Zweig.

Auch bei der Kriminalität sieht das Ganze nicht besser aus. Wir lesen täglich davon: immer mehr Einbrüche, immer mehr Jugendgewalt, immer schwerere kriminelle Delikte. Von den 90[NB]403 beschuldigten Straftätern im Jahr 2023 hatten über 55 Prozent eine ausländische Herkunft.

So kann es nicht weitergehen. Es braucht entsprechende Lösungen, nicht nur leere Worte. Wir müssen nicht nur anerkennen, dass die Zuwanderung zu Problemen führt, nein, wir brauchen endlich Lösungen. Die Nachhaltigkeits-Initiative schafft Lösungen für kommende Generationen, für eine Schweiz, die lebenswert ist.

Geschätzte Damen und Herren zuhause, ich bitte Sie: Schaffen Sie echte Lösungen. Schauen Sie, dass die Zuwanderung selbst gesteuert und reguliert wird. Nur so können wir etwas dafür machen, dass die Schweiz eben die Schweiz bleibt.