Strupler Manuel · Nationalrat · 2025-09-25
Strupler Manuel · Nationalrat · Thurgau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2025-09-25
Wortprotokoll
Wenn wir über diese Volksinitiative sprechen, müssen wir darüber sprechen, welches Wachstum für die Schweiz vernünftig und welche Zuwanderung für unser Land nachhaltig ist. So wie jetzt - ungebremst, unkontrolliert - ist es unvernünftig oder eben, wie die Initiative sagt, nicht nachhaltig. Oder ist es beispielsweise vernünftig, in der Schweiz ein Hotel mit Architekten aus Spanien zu bauen, mit Ingenieuren aus Indien, mit Bauarbeitern aus Polen, mit einer Geschäftsleitung aus Deutschland, mit einem Koch aus Rumänien, mit einer Putzfrau aus Portugal und mit einem Investor aus Katar? Das Einzige, was daran noch schweizerisch ist, ist die Beteiligung mit Steuergeldern an der Tourismuswerbung . Die Mitarbeitenden, die wir dafür brauchen, finden in der Schweiz aber kaum Wohnraum; sie bezahlen steuerlich vergünstigte Krankenkassenprämien, ihre Kinder benötigen zusätzliche Pädagogen und Unterstützung in der Schule usw.
Bringt der breiten Bevölkerung diese Art von Wachstum wirklich etwas? Vielleicht bringt sie dem "Ämtlisammler", FDP-Ständerat Damian Müller, etwas, der jetzt schon Angst davor hat, dass bei einer Begrenzung der Zuwanderung bei ihm zuhause niemand mehr das WC repariert; oder vielleicht bringt sie seinen Managerkollegen und der Classe politique etwas. Hört man aber, und das tue ich täglich, den Menschen auf der Baustelle oder der arbeitenden Bevölkerung zu, dann spürt man jeweils bald, dass das Wachstumstempo für viele zu hoch und die damit verbundenen Nachteile zu gross sind. Sie spüren nichts von den von Mitte-Links propagierten Vorteilen der Zuwanderung, sondern sie fühlen sich immer mehr als Verlierer dieser ungebremsten, unkontrollierten Zuwanderung. Der Traum von der Willensnation Schweiz, in der [PAGE 1870] mit Fleiss für alle alles möglich ist, rückt für sie in immer weitere Ferne.
Mein Anspruch an mich als Vater von drei Kindern ist es, eine enkeltaugliche Politik zu machen. Ich möchte es meinen Enkeln ermöglichen, dass auch sie in einem so tollen Land aufwachsen können, wie ich es tun durfte. Wenn ich an das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Mollis zurückdenke, an die Stimmung am Samstagmorgen früh, als 50[NB]000 Leute aus Überzeugung unsere Nationalhymne sangen, weiss ich, dass es sich lohnt, sich für unsere Schweiz, unsere Werte und unsere Traditionen einzusetzen und für sie zu kämpfen. Der Erfolg der Schweiz, unser Erfolg, ist auf einem christlichen Fundament aufgebaut. Aber genau dieses Fundament, das uns Erfolg, Frieden und Wohlstand gebracht hat, wird immer mehr von Integrationsunwilligen aus anderen Kulturen infrage gestellt oder sogar mit Füssen getreten.
Deshalb dürfen wir weder aus Bequemlichkeit noch aus kurzfristiger Profitgier eine ungebremste, unkontrollierte Zuwanderung zulassen. Wir wollen keine Zustände wie in Frankreich oder Schweden. Wir wollen keine Überfremdung und keine Parallelgesellschaften, die meist noch zu hundert Prozent vom Staat leben. Wir wollen keine Kulturen und Glaubensgemeinschaften in der Schweiz, in denen Mädchen und Frauen weniger wert sind. Wir wollen keine importierte Kriminalität.
Mit einem überzeugenden Ja zu unserer Nachhaltigkeits-Initiative verhindern Sie, wie von links behauptet wird, die Zuwanderung nicht, sondern Sie helfen mit, dass wir die Zuwanderung wieder selbst steuern können, dass wir kontrollieren können, wer in unser Land kommt und hierbleiben darf. Mit einem Ja bewahren Sie unsere Heimat. Dafür danke ich Ihnen.