Herzog Eva · Ständerat · 2025-12-17
Herzog Eva · Ständerat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion · 2025-12-17
Wortprotokoll
Ich möchte Ihnen aus einem E-Mail vorlesen, es betrifft den Schweizerischen Nationalfonds, über den wir auch noch sprechen werden, die Innosuisse und die Beziehung der beiden Organisationen zueinander. Ich versuche es ganz kurz zu machen. Mir hat jemand geschrieben, der heute ein erfolgreiches Unternehmen führt, 2012 ein Doktorat am Biozentrum der Uni Basel machte und die ersten eineinhalb Jahre im Rahmen einer vom Schweizerischen Nationalfonds finanzierten Stelle forschen konnte. Er hat über ein natürlich vorkommendes bakterielles System als Werkzeug für die Krebsforschung forschen können, zuerst über den Nationalfonds.
Weiter schreibt er: "Als dann das Potenzial greifbarer wurde, ging es daran, zu eruieren, wie wir als Zweierteam das Projekt in Richtung Start-up verfolgen können. Eine erste Hürde war es, die Uni-Professorinnen und -Professoren vom Unterfangen zu überzeugen, dann mussten wir Fördergelder einwerben, um essenziell unsere eigenen Saläre bezahlen zu können. Die Innosuisse war hierbei eine zentrale Anlaufstelle, da sie für solche Frühphasenprojekte, genannt Projekte ohne Umsetzungspartner, relevante Mittel zur Verfügung stellt."
Genau darum geht es hier. So wie ich es verstanden habe, würde man genau das wegstreichen. Wenn man die Kürzung von 10 Prozent nicht machen würde, wäre für diesen Teil, der in einer ganz frühen Phase einsetzt, in der sonst niemand zahlt und in der man keine privaten Mittel einwerben kann, ein Instrument wie die Innosuisse eine Finanzierungsmöglichkeit, die nach dem Nationalfonds greift. Wenn das Projekt, nachdem man diese Gelder hat beziehen können, erfolgreich ist, kann man Gelder bei Privaten einwerben, sei es bei Stiftungen oder auch bei Firmen. Dann steigen weitere ein.
Die Mittel für dieses Instrument sollte man deshalb nicht streichen. Ich versuche, es ganz kurz zu machen: Das sind Gelder, die kriegen Sie sonst nirgends, und ein potenzielles Start-up wird abgewürgt, wenn wir hier diese Streichung von 10 Prozent machen. Das ist heute eine erfolgreiche Firma.
Ich bitte Sie, dies wirklich nicht zu tun und den Antrag der Minderheit I (Hurni) zu unterstützen.