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Haab Martin · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2025-12-17

Wortprotokoll

Ich versuche, die grossen Sorgen und Nöte meiner Vorrednerin etwas zu entkräften; ich hoffe, sie hört auch zu. Dies tue ich als Landwirt, als Praktiker, der sorgsam mit dem Boden und noch sorgsamer mit dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln umgeht. Aber die Schweizer Landwirtschaft, insbesondere der Pflanzenbau, ist in einer Krise - nicht wegen der USA und nicht wegen des Klimas, sondern genau wegen der fehlenden Pflanzenschutzmittel. Aktuell bestehen in der Landwirtschaft, vor allem bei den Spezialkulturen, aber auch im Ackerbau, über hundert Anwendungslücken und somit fehlende Schutzmöglichkeiten.

Rapserträge brechen weg, und die Anbaubereitschaft der Produzenten sinkt von Jahr zu Jahr. Der Zuckergehalt in unseren Zuckerrüben ist um 10 bis 15 Prozent tiefer als noch vor einigen Jahren, und sogar die Kichererbsen kommen nicht über die Versuchsphase hinaus. Selbst Rosenkohl gilt in der Schweiz bereits als Nischenprodukt, da er wegen des fehlenden Pflanzenschutzes gar nicht mehr in grösseren Mengen produziert werden kann.

Wenn in der EU ein Wirkstoff zurückgezogen wird, gilt dies zeitgleich für die Schweiz - nicht so bei den Neuzulassungen. Das Problem liegt vor allem im Zulassungsstau von neuen, modernen Wirkstoffen. Im Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel der Schweiz sind im Moment rund 700 - 700! - Zulassungsgesuche hängig, was die Produzenten vor beinahe unlösbare Probleme stellt.

Das Kernstück der parlamentarischen Initiative sind verbindliche Fristen im Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel. Somit bringt sie eine signifikante Beschleunigung der Zulassung und trägt der Vielfalt der Produktionsformen in der Schweiz Rechnung.

Die SVP-Fraktion unterstützt die parlamentarische Initiative vorbehaltlos.

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