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Müller Damian · Ständerat · 2026-03-05

Müller Damian · Ständerat · Luzern · FDP-Liberale Fraktion · 2026-03-05

Wortprotokoll

Wir beraten die Motion 25.3424 in der Differenzbereinigung. Es geht um die Frage, wie wir die freiwillige Weiterarbeit nach Erreichen des ordentlichen Rentenalters in der AHV attraktiver machen.

Zur Ausgangslage: Die Motion beauftragt den Bundesrat, zwei zentrale Hebel in der nächsten AHV-Revision zu stärken, erstens höhere Zuschläge auf den Rentenbetrag bei Aufschub der Rente und zweitens Beibehaltung oder Erhöhung des heutigen Kürzungssatzes bei Vorbezug von 6,8 Prozent pro Jahr. Zudem soll die Situation von Menschen mit [PAGE 90] langer Erwerbslebenszeit oder belastender Arbeit ausdrücklich berücksichtigt werden.

Der Hintergrund ist klar. Wir stehen vor demografischen Herausforderungen: Die Lebenserwartung steigt, die Babyboomer gehen in Pension, und gleichzeitig fehlen Fachkräfte. Heute bleibt rund ein Viertel der Pensionierten erwerbstätig, das sind rund 190[NB]000 Personen. In anderen Ländern ist diese Quote höher, weil finanzielle Anreize stärker wirken. Wer länger arbeitet, soll davon profitieren; wer früher geht, soll die effektiven Kosten tragen - das ist fair und generationengerecht.

Nun zum Verlauf im Parlament und zum Kern der Differenz: Der Ständerat nahm die Motion am 12.[NB]Juni 2025 einstimmig an. Der Nationalrat stimmte am 1.[NB]Dezember 2025 zu, ergänzte aber den Text. Die Umsetzung soll unabhängig von der Reform AHV 2030 erfolgen, und zwar zusammen mit der Motion 25.3423, gemäss der der Freibetrag nach dem Rentenalter von 16[NB]800 auf 21[NB]800 Franken erhöht und regelmässig angepasst werden soll. Die Differenz betrifft also nicht das Ziel, die Differenz betrifft den Zeitpunkt und den Rahmen der Umsetzung.

Zur Diskussion und zu den Erwägungen der Kommission: Die SGK-S beriet die Vorlage am 26.[NB]Januar 2026. Sie beschloss mit 7 zu 5 Stimmen, am ursprünglichen Text festzuhalten. Die Mehrheit sagt: Ja, wir wollen rasch bessere Anreize und wir wollen die Weiterarbeit stärken, aber wir wollen dem Bundesrat nicht vorschreiben, dass er zwingend ausserhalb der Reform AHV 2030 handeln muss. Die geplante Reform AHV 2030 enthält bereits Massnahmen, um ältere Personen länger im Erwerbsleben zu halten. Wir geben einen klaren Auftrag, aber wir lassen Spielraum für eine systematische, finanzpolitisch tragfähige Umsetzung.

Die Kommission beantragt mit 7 zu 0 Stimmen bei 5 Enthaltungen, die Motion in ihrer ursprünglichen Fassung anzunehmen.

Ich bitte Sie, dem Antrag der Kommission zuzustimmen.