Salzmann Werner · Ständerat · 2026-03-17
Salzmann Werner · Ständerat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2026-03-17
Wortprotokoll
Ohne Tierhaltung würden grosse Flächen der Lebensmittelproduktion verloren gehen. Gleichzeitig fehlen Nutztiere, die für Hofdünger, fruchtbare Böden und eine stabile Pflanzenproduktion entscheidend sind. Diese Initiative ist ein Angriff auf die Berglandwirtschaft. Sie wissen, dass in den Berg- und Hügelgebieten die Wertschöpfung primär über die Tierhaltung sowie Milch-, Fleisch- und Käseproduktion erzielt wird. Die Annahme der Initiative würde dazu führen, dass die Berglandwirtschaft massiv geschwächt würde. Ja, sie würde sogar dazu führen, dass Flächen nicht mehr bewirtschaftet würden. Das kann doch nicht Sinn und Zweck einer solchen Initiative sein.
Es wird argumentiert, dass wenigstens im Ackerbaugebiet dafür zu sorgen wäre, dass dort keine Kunstwiesen mehr angebaut werden und nur noch Ackerbauproduktion ohne Tierhaltung betrieben wird. Das geht eben nicht. Die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit im Ackerbaugebiet verlangt, dass in den Fruchtfolgen mindestens zwei bis drei Jahre Kunstwiesen eingesetzt werden, also Grasproduktion. Dieses Gras wird dann den Tieren verfüttert, die Tiere produzieren Hofdünger. Das erhält die Bodenfruchtbarkeit, schützt vor Erosion und verbessert die Nährstoffbilanz in den Böden und somit die Gesamtfruchtbarkeit der Böden. Deswegen ist das keine alternative Lösung.
Wenn in der Schweiz kein Fleisch mehr angeboten wird, dann wird es im Ausland via Einkaufstourismus gekauft. Das kann doch nicht Sinn und Zweck einer solchen Initiative sein. Um die Ernährungssicherheit zu garantieren, müssten sich diejenigen, die immer Ökologie und Biodiversität verlangen, einmal überlegen, warum sie nichts gegen die masslose Zuwanderung tun. Immer wieder wird Land überbaut, mehr Leute kommen ins Land, und das reduziert die Produktionsfläche pro Person in der Schweiz. Das ist der Hauptgrund, warum wir Versorgungssicherheit verlieren. Da müsste man sich einmal überlegen, was zu tun ist.
Aus all diesen Gründen bitte ich Sie, die Ablehnung der Initiative zu empfehlen. [PAGE 260]