Gmür-Schönenberger Andrea · Ständerat · 2026-03-19
Gmür-Schönenberger Andrea · Ständerat · Luzern · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP. · 2026-03-19
Wortprotokoll
Ich lege meine Interessenbindung offen: Ich bin Präsidentin der Stiftung Verkehrshaus der Schweiz, die das Ziel hat, die Sammlung von Objekten zum schweizerischen Verkehrswesen zu erhalten, zu betreuen und zu pflegen. Ich erlaube mir aufgrund dessen ein Wort zum Verkehrshaus der Schweiz, das kein gewöhnliches Museum ist. Es ist das meistbesuchte Museum unseres Landes und ein nationales Schaufenster für Mobilität, Technologie und Innovation. Zudem beinhaltet die Sammlung rund 20[NB]000 Objekte. Es handelt sich also nicht nur um ein Museum, sondern ebenso um einen nationalen Gedächtnisspeicher, dessen Unterhalt ausgesprochen teuer ist und für den die vom Bund erhaltenen Mittel bei Weitem nicht ausreichen.
Das Verkehrshaus ist ein Landesmuseum für Mobilität - oder es wäre eigentlich ein Landesmuseum. Und wenn ich jetzt hier von den Finanzen spreche, die nicht ausreichen, dann geht es mir in keiner Art und Weise darum, dass anderen Institutionen allenfalls wieder Mittel entzogen werden sollten. Es geht mir auch nicht darum, dass künftig verhindert wird, dass weitere Institutionen Fördermittel kriegen. Es geht darum, dass die Unterstützungskriterien jederzeit und überall ganz klar und transparent sind. Es geht vor allem auch darum, dass der Kuchen zwingend grösser werden muss, wenn immer mehr Beteiligte davon essen. Sonst geht irgendwann nicht nur das grosse Fasten, sondern das Hungern respektive Verhungern vonstatten. Es geht natürlich auch darum, dass - in meinem Fall für das Verkehrshaus - stabile Bundesbeiträge vorliegen, dass es nicht um eine fragmentierte Finanzierung geht. Es muss eine kohärente Förderpolitik für Institutionen von nationaler Bedeutung vorliegen.
Ich bitte den Bundesrat grundsätzlich auch einmal darum, dass er sich überlegt, ob das Verkehrshaus allenfalls auf Bundesebene neu eingeordnet werden müsste und dementsprechend die Finanzierung neu ausgerichtet werden sollte - eben verlässlich, langfristig und seiner Bedeutung angemessen, damit das kulturelle Erbe, das uns allen so wichtig ist, die notwendige Stärkung erhält. Ich bedanke mich bei der Frau Bundesrätin.