Grossen Jürg · Nationalrat · 2026-06-09
Grossen Jürg · Nationalrat · Bern · Grünliberale Fraktion · 2026-06-09
Wortprotokoll
Ich glaube, es ist sicherlich ein sehr berechtigtes Anliegen, dass man vor allem über die Winterstromproduktion spricht.
Man kann sagen, dass ein Drittel der Produktion von Solarenergie im Winter anfällt. Wir konnten beispielsweise unser Gebäude in Frutigen mit immerhin fünfzig Arbeitsplätzen, vier Wohnungen und einer Spenglerei im Januar zu 94 Prozent mit Solarstrom betreiben - im Januar! Man kann also nicht einfach sagen, Solarenergie bringe im Winter nichts. Wenn man die Solarenergie gut und optimal mit der Wasserkraft kombiniert und die Wasserkraft anders einsetzt, wenn man also die Speicherung für die Zeiten behält, zu denen die Sonne keine Energie liefert, dann kann man mit diesem Dreamteam aus Wasserkraft und Solarenergie die Versorgung rund um die Uhr sicherstellen. Wenn man noch ein Back-up für den Winter haben will, dann kann man sagen, wir nutzen zusätzlich zweistoffbetriebene Gaskraftwerke, die man sukzessive mit synthetischen Treib- und Brennstoffen betreiben kann.
Das Wichtigste von allem ist aber, dass wir auch eine Rückversicherung mit Europa haben, das heisst, dass wir ein Stromabkommen haben und eben auch Strom importieren können, denn dieser wird viel günstiger sein, auch im Winter, als von uns selbst produzierter Strom.