Huber Alois · Nationalrat · 2026-06-15
Huber Alois · Nationalrat · Aargau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2026-06-15
Wortprotokoll
Ich habe sehr genau zugehört, was in diesen nun bald zwei Tagen erzählt worden ist. Ich bin mir aber nicht sicher, ob die Leute wirklich wissen, was Sie hier vorne erzählt haben, und ob es wirklich um das geht, was in dieser Initiative steht. Wenn man genau zugehört hat, hat man gehört, dass ein Teil Atomkraftwerke bauen und der andere Teil dies verhindern will. In der Initiative geht es aber nicht explizit darum, neue Atomkraftwerke zu bauen, sondern es geht darum, dass wir alle Möglichkeiten ausschöpfen können, um unseren Energiebedarf zu decken. Ob wir dann in Zukunft ein Atomkraftwerk bauen oder nicht, ist eine andere Frage und gehört eigentlich nicht in diese Debatte.
Ich habe gehört, 70 Prozent der Schweizer Bevölkerung wollten Windkraft. Ich kann Ihnen aber sagen: Fast niemand will sie. Sobald die Windräder vor der Haustür zu stehen kommen sollen, will sie niemand mehr. Bei der Atomkraft wird es wahrscheinlich gleich sein.
Dann höre ich von Jodtabletten. Auch ich habe sie zuhause. Aber ich glaube, wenn man hier zweieinhalb Tage zugehört hat, was hier alles erzählt worden ist, muss man eher Kopfweh-Tabletten nehmen. (Teilweise Heiterkeit) Es wird vieles erzählt, was eigentlich gar nicht hierhergehört. Hätten wir nur über den Initiativtext gesprochen, wären wir am letzten Montag um 8 Uhr nachhause gegangen, das Geschäft wäre erledigt gewesen. Hier geht es allein darum, ob wir in Zukunft alle Möglichkeiten der Energieproduktion wieder nutzen wollen. Nur darum geht es. Ob es dann ein neues Kraftwerk braucht oder gibt, steht in den Sternen; das ist dann ein anderes Thema.
Ich bin für ein Ja zur Blackout-Initiative. Das heisst aber noch lange nicht, dass ich dann an allen Orten ein Kraftwerk will. Ich will ein sicheres Kraftwerk. Die neue Generation ist viel sicherer; das ist so.
Deshalb empfehle ich die Initiative zur Annahme, und ich hoffe, Sie machen dies auch.