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Keller-Sutter Karin · Bundesrat · 2026-06-18

Keller-Sutter Karin · Bundesrat · St. Gallen · 2026-06-18

Wortprotokoll

Der Bundesrat unterbreitet Ihnen heute einen Verpflichtungskredit in der Höhe von 66,1 Millionen Franken für den Zeitraum 2026 bis 2032 zur Unterstützung der digitalen und organisatorischen Transformation der Zentralen Ausgleichsstelle (ZAS) in Genf. Diese Reform ist eine strategische Investition in die Zukunft der Schweizer Sozialversicherung. Sie ermöglicht es der ZAS, ihre wesentlichen Aufgaben nachhaltig zu erfüllen, nämlich die Auszahlung von AHV- und IV-Renten ins Ausland, die Abwicklung des Zahlungsverkehrs mit den Ausgleichskassen, die Führung der Zentralregister sowie die Gewährleistung der Datenzuverlässigkeit für das gesamte Sozialversicherungssystem.

Heute steht die ZAS vor mehreren Herausforderungen: veraltete IT-Systeme, zunehmende Komplexität infolge von Gesetzesreformen, ein kontinuierlicher Anstieg der Zahl der Leistungsempfänger sowie die Pensionierung eines hohen Anteiles des Personals. Das Programm zur digitalen Transformation zielt darauf ab, die Organisation und die Technologien der ZAS zu modernisieren. Es gliedert sich in vier Schwerpunkte:

1. Neugestaltung der Geschäftsprozesse und der Organisation für einfache, kohärente und digitalisierte Dienstleistungen;

2. Modernisierung der IT-Infrastruktur auf der Grundlage einer modularen Architektur, die den Standards der Bundesverwaltung entspricht;

3. Automatisierung und integrierte Datenverwaltung, die Sicherheit und Effizienz gewährleisten;

4. Begleitung des Wandels zur Sicherstellung der Beteiligung des Personals und des Kompetenztransfers.

Dieses Programm ermöglicht es, das Wachstum des Leistungsvolumens ohne Personalaufstockung zu bewältigen und gleichzeitig Sicherheit, Zuverlässigkeit und Transparenz zu erhöhen. Es trägt zudem zur Strategie des Bundes zur Digitalisierung der Verwaltung und zur Nutzung einer souveränen IT-Infrastruktur des Bundes bei.

Der Verpflichtungskredit deckt die Planung, Umsetzung und Konsolidierung des Programmes bis 2032 ab. Er stellt eine Zukunftsinvestition dar, die notwendig ist, um die Kontinuität und Leistungsfähigkeit der ersten Säule zu gewährleisten.

Die ZAS ist das operative Rückgrat der ersten Säule. Sie betreibt zentrale Register, verwaltet die Finanzflüsse und zahlt weltweit über eine Million Renten aus. Ihre Systeme sind jedoch technisch veraltet und stark fragmentiert. Um die Leistungsfähigkeit und Datensicherheit langfristig zu gewährleisten, braucht es eben eine tiefgreifende Modernisierung.

Das Transformationsprogramm PDIT besteht aus rund zwanzig Projekten und verläuft in drei Phasen von 2025 bis 2032. Es schafft die Grundlage für eine einheitliche, sichere und effiziente Daten- und Prozesslandschaft. Durch Automatisierung und Standardisierung kann die ZAS steigende Rentenvolumina ohne zusätzliches Personal bewältigen und gesetzliche Anpassungen künftig schneller umsetzen. Der beantragte Verpflichtungskredit deckt die Projektkosten für Entwicklung, Integration, Migration sowie Change Management ab. Die Investition stärkt die digitale Handlungsfähigkeit der ZAS und trägt zur Modernisierung der Bundesverwaltung bei.

Der Bundesrat bittet Sie, auf das Geschäft einzutreten und den Verpflichtungskredit zu bewilligen.