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Jositsch Daniel · Ständerat · 2026-06-18

Jositsch Daniel · Ständerat · Zürich · Fraktionslos · 2026-06-18

Wortprotokoll

Ich erlaube mir, mich kurz als Präsident des Schweizerischen Fischereiverbandes zu äussern. Sie wissen, dass der Fischereiverband immer daran interessiert ist, Kompromisse zu finden. Ich erinnere Sie zum Beispiel an die Diskussionen im Zusammenhang mit dem Beschleunigungserlass. Es steht uns fern, hier einseitig die Interessen des Gewässerschutzes zu vertreten und die Landwirtschaft nicht zu berücksichtigen. Aber im Rahmen der in den letzten Jahren ausgearbeiteten Kompromisse war die Datenerfassung von zentraler Bedeutung - nicht weil es einfach nur um Administration geht, sondern weil die Datenerfassung Grundlage der Analyse ist, die aufzeigt, welche Massnahmen zu ergreifen sind.

Ich muss Ihnen einfach sagen: Die Belastung unserer Gewässer durch Pestizide, die nicht nur, aber auch aus der Landwirtschaft stammen, ist erheblich und führt dazu, dass 75 Prozent - also drei Viertel - der Fische in der Schweiz bedroht sind, zum Teil vom Aussterben bedroht. Das führt dazu, dass auch ein Zweig unserer Wirtschaft - auch wenn es kein grosser ist -, nämlich die Berufsfischerei, massiv belastet ist. Sie wissen zum Beispiel, dass gewisse Fischarten wie Egli in gewissen Gewässern wie dem Zugersee nicht mehr von Berufsfischern gefischt werden können, weil sie als zu stark belastet betrachtet werden. Ich kann Ihnen sagen: Wenn sich die Situation nicht ändert, kann es in ein paar Jahren in der Schweiz keine Berufsfischer mehr geben. Das ist nicht übertrieben. Schon heute ist für Berufsfischer die Situation so, dass sie sehr häufig Nebenerwerbstätigkeiten nachgehen müssen, weil der Betrieb sie nicht mehr trägt. Da müssen wir etwas machen. Denn sonst werden Sie nur noch importierten Fisch im Coop oder in der Migros kaufen können, und lokaler Fisch wird nicht mehr produziert. Das heisst, es geht nicht nur um die Interessen der Sportfischer, sondern auch um die Interessen der Berufsfischer.

Deshalb möchte ich Sie bitten, beiden Initiativen keine Folge zu geben.