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Glur Walter · Nationalrat · 2004-05-07

Glur Walter · Nationalrat · Aargau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2004-05-07

Wortprotokoll

Die SVP-Fraktion beantragt Ihnen, die Minderheit I (Schibli) zu unterstützen, und zwar aus folgenden Gründen: Eltern mit einer Niederlassungsbewilligung sollen ihre Kinder mit 14 Jahren und nicht erst mit 18 Jahren in die Schweiz nachkommen lassen. Es passiert sehr oft, dass die Eltern hier arbeiten und die Kinder bei ihren Grosseltern im Heimatland lassen, weil dort die Lebensunterhaltskosten um einiges günstiger sind. Sie tun damit ihren Kindern keinen Gefallen. Deshalb stellen wir die Altersfrage zur Diskussion. Jugendliche, die im Alter zwischen 14 und 18 Jahren in die Schweiz kommen, werden mit Sprachschwierigkeiten konfrontiert, sie kennen unser Schulsystem nicht und haben keine berufliche Ausbildung. Solche Jugendlichen sind die Arbeitslosen von morgen. Stellen Sie sich vor, wie solche Jugendlichen eine Lehrstelle finden könnten. Wenn wir diesen Jungen eine echte Chance geben wollen, müssen wir die niedergelassenen Eltern verpflichten, die Kinder schneller in die Schweiz nachkommen zu lassen und nicht zu warten, bis sie bald 18 Jahre alt sind. Die Kinder sollen früh in die Schweiz kommen, damit sie hier die Schulen durchlaufen, die Sprache erlernen und eine Lehrstelle finden können. Das ist bei einem Nachzug mit 16 oder 17 Jahren absolut nicht möglich. Aber es wird von vielen ausländischen Eltern extra so gemacht. Es gibt verschiedene Beispiele: Sie arbeiten 14 Jahre in der Schweiz, haben zwei kleine Kinder bei sich, und dann lassen sie den 15-jährigen Sohn und die 17-jährige Tochter nachkommen. Das ist schlitzohrig und den Kindern gegenüber fahrlässig.

Deshalb bitten wir Sie, der Minderheit I (Schibli) in Artikel 42 Absatz 1 und logischerweise auch in Artikel 43 zuzustimmen. Die Minderheiten Vermot und Bühlmann lehnen wir in beiden Artikeln ab.