Weyeneth Hermann · Nationalrat · 2004-06-10
Weyeneth Hermann · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2004-06-10
Wortprotokoll
Der Antrag, den ich aufgrund einer Orientierung in unserer Fraktion am letzten Dienstag gestellt habe, beruht auf der Aussage, dass diese 100 Millionen Franken für das Verzweigungswerk zur Bergvariante im Kanton Uri in den nächsten vier Jahren keine Verwendung finden werden.
Wenn Herr Hochreutener heute Morgen gesagt hat: Wir sind für "durchziehen", kann ich aufgrund meines bisherigen Verhaltens in den Kommissionen und hier im Rat behaupten: Dem stimme ich zu! Durchziehen und das realisieren, was das Volk beschlossen hat. Aber damit funktioniert die Neat ja noch nicht. Wir wissen, dass wir südlich von Lugano, im Mittelland und bei den Eintritten in die Schweiz noch zahlreiche Anpassungen - auch solche baulicher Art - vornehmen müssen, um diesem System tatsächlich zur Leistungsfähigkeit zu verhelfen. Das ist keine neue Erkenntnis. Das heisst dann "durchziehen": dafür zu sorgen, dass dann das System funktionsfähig ist, und nicht am Kernstück dauernd herumbasteln. Es glaubt doch wohl kein Mensch, wenn man dauernd von Sicherheit spricht, dass der mit über 57 Kilometern längste Eisenbahntunnel mit der "Bergvariante lang" problemlos auf 80 Kilometer verlängert werden kann!
Wie hat es Herr Hochreutener gesagt? Für Uri wollen wir ein Signal geben! 100 Millionen Franken sind ein etwas übertriebenes Signal, wenn das alles ist, was dahinter steckt.
Darum bitte ich, auf diese 100 Millionen Franken zu verzichten und das System der Verkehrsverlagerung auf dem ganzen Schienennetz leistungs- und funktionsfähig zu machen und nicht weiterhin an diesem "Signal" herumzubasteln.