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preparatory:AB 45060

Galladé Chantal · Nationalrat · Zürich · Sozialdemokratische Fraktion · 2004-09-28

Wortprotokoll

Für die Akkreditierung und Qualitätssicherung hat die Kommission einen gelungenen Kompromiss erarbeitet, hinter dem die SP-Fraktion steht. Wir legen Wert darauf, dass Abschlüsse vergleichbar und international anerkannt sind, was auch die Mobilität fördert. Gerade für gewisse Bereiche ist dies von grosser Bedeutung. Der Antrag der Mehrheit berücksichtigt dies, indem die Prüfung der Akkreditierung Dritten übertragen werden kann und diese in begründeten Fällen die Akkreditierung auch selber vornehmen können. Das ist sozusagen eine maximale Flexibilisierung; diese Lösung wird dem jeweiligen Fall immer gerecht. Mobilität, Vergleichbarkeit und Internationalität sind somit gewährleistet.

Es gilt aber auch, unser einmaliges duales Berufsbildungssystem zu berücksichtigen; wir sollten diesem Rechnung tragen. Deshalb ist es unseres Erachtens richtig, dass in der Regel das Departement akkreditiert. Es gibt kein Land, das ein mit unserem System vergleichbares Berufsbildungssystem kennt. Dieser ausgearbeitete Kompromiss, zu dem wir viele Anhörungen durchgeführt und viele Ländervergleiche bekommen haben, trägt unserem dualen System am besten Rechnung.

Internationalität ist wünschenswert und in gewissen Bereichen unumgänglich. Aber etwas, das sich im Ansatz bereits gut bewährt hat, sollte nicht automatisch - um jeden Preis - über den Haufen geworfen werden.

Auch beim Antrag zum finanziellen Beitrag des Bundes an die Akkreditierung durch Dritte folgt die SP-Fraktion grösstmehrheitlich der Mehrheit der Kommission. Wir machen uns nichts vor; die Akkreditierung ist heute ein lukrativer Geschäftszweig geworden, damit machen einige Leute auch Geld. Deshalb sind wir der Meinung, dass in Zeiten des Sparens, wo bei der Bildung und in anderen wichtigen Bereichen Gelder gestrichen werden oder nicht mehr genügend Gelder investiert werden können, nicht ausgerechnet hier mehr als 50 Prozent Subventionen fliessen müssen und dass der von der Mehrheit genannte Beitrag genügt. Wir möchten unsere finanziellen Ressourcen lieber in gelungene Abläufe für die Akkreditierung im Departement stecken.