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Fetz Anita · Ständerat · 2005-03-15

Fetz Anita · Ständerat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion · 2005-03-15

Wortprotokoll

Herr Bieri, wenn ich als Standesvertreterin von Basel-Stadt Stellung nehme, dann muss ich Ihnen sagen, dass es dort viele verschiedene Interessen gibt. Selbstverständlich geht es auch um diese Region als Forschungsplatz. Sie wissen, dass die Firma, die Sie vorhin genannt haben, zwei Prozent ihres Umsatzes in unserem Gebiet macht. Ich verstehe die ganze Aufregung von Ihrer Seite, wenn es um das Verbot geht - es geht aber nicht um das Verbot, sondern es geht um ein fünfjähriges Moratorium. Ich habe in meinem Votum versucht, Ihnen dies aufzuzeigen. Ich verstehe es, wenn Sie die Initiative ablehnen, aber dann bitte ich Sie, gerade im Interesse des Forschungsplatzes Schweiz, dies mit einer anderen Begründung zu tun. Es ist einfach so, dass die Initiative die Forschung nicht verbietet. Man kann weiterhin Freisetzungsversuche durchführen. Ich lasse mir einfach nicht Unwissenschaftlichkeit vorwerfen, wenn ich Sachen anders bewerte als Sie. Forschen kann man auch, ohne dass man direkt in der Schweiz Landwirtschaftsprodukte in Verkehr bringt. Die Bevölkerung darf trotzdem noch frei sagen, ob sie Landwirtschaftsprodukte will, die GVO enthalten bzw. die keine GVO enthalten. Das ist mit diesen fünf Jahren Moratorium immer noch machbar, und so viel Aufregung ist - so meine ich - nicht nötig. Bei der Gen-Schutz-Initiative war es etwas ganz anderes; dort ging es um Forschungsverbote, und darum habe ich sie damals auch abgelehnt.

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