Schmid Samuel · Bundesrat · 2005-10-03
Schmid Samuel · Bundesrat · Bern · 2005-10-03
Wortprotokoll
Das Armeeleitbild sieht einen möglichen Ausbau der Grundkapazität für die Teilnahme an Friedensförderungseinsätzen bis Bataillonsstärke vor. Nach der Definition des Bundesrates entspricht dies der Verdoppelung des heutigen Ansatzes. Die Armee hat die nötigen Vorkehrungen zu treffen, um einem möglichen Auftrag von Bundesrat und Parlament fristgerecht nachkommen zu können. Der Bundesrat erwartet von der Armee, dass sie in Varianten denkt und verschiedene Optionen prüft, wie die freiwilligen Auslandeinsätze im aktuellen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umfeld umgesetzt werden können. Diese Voraussetzungen können sich in der Zukunft ja auch ändern. Dabei werden verschiedene Möglichkeiten geprüft, um den betroffenen Angehörigen der Armee ihren Einsatz zu erleichtern.
Zu den Lösungsansätzen wird sich der Bundesrat erst äussern, wenn diese vorliegen. Das Engagement der Armee im Ausland erlaubt es den Angehörigen der Armee, wertvolle Einsatzerfahrungen zu gewinnen. Gegenwärtig und auch in Zukunft wird der Grossteil der Einsätze durch Milizangehörige geleistet. Durch die Beteiligung der Berufsmilitärs wird sichergestellt, dass die in Auslandeinsätzen gemachten Erfahrungen direkt in die Ausbildung der Milizkader und der Soldaten einfliessen. Die Gefahr einer Zweiklassenarmee besteht somit nicht.