Lexipedia

Loepfe Arthur · Nationalrat · 2005-12-06

Loepfe Arthur · Nationalrat · Appenzell I.-Rh. · Christlichdemokratische Fraktion · 2005-12-06

Wortprotokoll

Der Tourismusbereich ist ein wichtiger Wirtschaftssektor in unserem Lande, und zwar nicht nur für die Berggebiete, sondern für die ganze schweizerische Volkswirtschaft. Es geht um die Städte, es geht nachher aber auch um die Impulse, die der Tourismus für die ganze Volkswirtschaft bewirkt. Wenn Sie daran denken, wer alles Zulieferant für den Tourismus ist, sehen Sie, dass das ja bis in die Bauwirtschaft und in die Landwirtschaft hineingeht. Der Tourismus ist zu einem grossen Teil ein Exportsektor, indem ja die ausländischen Gäste zu uns kommen und wir ihnen unsere Leistungen verkaufen. Das gibt die entsprechenden Einnahmen und Verdienste.

Der Tourismus ist heute einem sehr starken internationalen Wettbewerb ausgesetzt. Alle Länder, insbesondere auch die Länder in Asien, bemühen sich um die Touristen auf dieser Welt. Es ist einer der Wirtschaftssektoren, die weltweit am meisten wachsen. Die Schweiz hat in den letzten zehn Jahren markant an Marktanteil verloren. Im Moment - nicht zuletzt natürlich wegen der guten Arbeit von Schweiz Tourismus - ist die Zahl der Gäste aus dem Ausland wieder ansteigend. Es besteht ein Aufwärtstrend, was sehr erfreulich ist.

Wir haben vor einem Jahr, 2004, sehr intensiv über einen Rahmenkredit für die nächsten drei Jahre diskutiert - das wäre eben für 2005, 2006 und 2007 - und haben uns dann, im Sinne eines Kompromisses, auf je 46 Millionen Franken pro Jahr geeinigt. Diese 46 Millionen stehen jetzt auch für das nächste Jahr im Budget. Gleichzeitig sollen in diesem Zeitrahmen die Organisation von Schweiz Tourismus und die Zusammenarbeit von Schweiz Tourismus mit anderen - man kann sagen: mit den vielen anderen - Organisationen geprüft werden, die im Ausland für die Schweiz Werbung machen. Womöglich soll diese Kooperation einer besseren Lösung zugeführt werden.

Für nächstes Jahr sind natürlich die Marketingkonzepte gemacht und sind die Verträge mit den Partnern in allen Ländern, wo wir aktiv sind, festgelegt. Es gibt natürlich grosse Schwierigkeiten, wenn wir heute, im Dezember, entscheiden, dass wir im nächsten Jahr 3 Millionen Franken weniger ausgeben. Das gibt verständlicherweise Probleme und ist wahrscheinlich auch in Anbetracht der im Moment effizienten Arbeit von Schweiz Tourismus eben nicht gut.

Deshalb bitte ich Sie, bei dieser Position dem Bundesrat, dem Ständerat und der Minderheit zu folgen.