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preparatory:AB 68989

Merz Hans-Rudolf · Bundesrat · Appenzell A.-Rh. · 2006-12-06

Wortprotokoll

Es geht hier um einen kleinen Betrag, aber um eine grosse, eine wichtige Frage. In der Tat haben wir in letzter Zeit vermehrt Debatten über das Lehrlingswesen geführt; bei dieser Gelegenheit hat das Parlament auch Zeichen gesetzt. Diese Zeichen sind vom Bundesrat verstanden worden, und er wird sie auch künftig interpretieren und verstehen. Die Zeichen manifestierten sich letztlich im Entscheid, eine Lehrlingsquote von 4 Prozent zu erreichen. Das ist nach wie vor das Ziel des Bundesrates. Er bewegt sich auf dieser Linie. Wir haben in den letzten Jahren sukzessive jährlich die entsprechenden Kredite für diese besonderen Personalkategorien aufgebaut, so auch in diesem Jahr. Gegenüber dem Vorjahr wurden sie um etwa 5 Prozent aufgestockt. Es besteht gar kein Zweifel darüber, dass der Bundesrat diesen Weg auch weiterhin beschreiten will und wird.

Jetzt stellt sich auch hier die Frage des Tempos und der Effekte, die man mit Aufstockungen erzielt. Wenn Sie um [PAGE 1692] 600 000 Franken aufstocken, so bedeutet das nicht automatisch, dass Sie damit mehr Lehrstellen schaffen. Denn diese müssen auch von Ausbildnern und Ausbildnerinnen begleitet sein. Der Bund hat ein gutes Lehrlingswesen. Er bewegt sich in Richtung einer Quote von 4 Prozent, auch auf qualitativ hohem Niveau, und liegt damit eigentlich höher als die Privatwirtschaft, die bei etwa 3,5 Prozent ist. Um dieses qualitative Niveau zu halten, brauchen wir eben auch die entsprechenden Ausbildnerinnen und Ausbildner. Das Programm ist so angelegt, dass wir nun alle Jahre etwas steigern. In diesem Sinne braucht es in diesem Jahr keine Aufstockung. Sie werden feststellen, dass dieser Aufbautrend auch in den nächsten Jahren anhalten wird.

Ich empfehle Ihnen deshalb, der Mehrheit der Kommission zu folgen.