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Hämmerle Andrea · Nationalrat · 2007-03-14

Hämmerle Andrea · Nationalrat · Graubünden · Sozialdemokratische Fraktion · 2007-03-14

Wortprotokoll

Der Botschaft ist ja zu entnehmen, dass die ökologischen Ausgleichsflächen seit den Neunzigerjahren sehr stark zugenommen haben. Das freut uns, das ist eine gute Entwicklung. Das ist eigentlich ein Erfolg der Landwirtschaftspolitik, die Sie jetzt zum Teil wieder korrigieren oder bei der Sie zurückbuchstabieren wollen. Es gibt bei diesen ökologischen Ausgleichsflächen allerdings ein Problem. Das Problem besteht darin, dass im Berggebiet sehr viel mehr ökologische Ausgleichsflächen anzutreffen sind als im Mittelland - ungleich viel mehr ökologische Ausgleichsflächen. Es ist so eine Art Arbeitsteilung: im Berggebiet ökologisch, im Mittelland intensiv. Das ist keine gute Situation.

Mit meinem Antrag verfolge ich also das Ziel, dass in allen Zonen dieses Landes ein minimaler Anteil an wertvollen ökologischen Ausgleichsflächen besteht. Es ist nämlich nicht sinnvoll, dass im Mittelland, in der Nähe der Agglomerationen, wo viele Leute sind, wenige ökologische Ausgleichsflächen und im Berggebiet, weit weg von den Leuten, viele ökologische Ausgleichsflächen bestehen. Vielmehr sollte auch der grosse Teil der Bevölkerung, sollten die vielen Leute, die eben in den Agglomerationen, in der Nähe der Städte wohnen, auch in den Genuss dieser gemeinwirtschaftlichen ökologischen Leistungen kommen. Diese Leistungen sind nämlich für die Allgemeinheit sehr attraktiv und ökologisch auch sehr wichtig. Wir haben im Mittelland - das geht auch aus der Botschaft klar hervor - Handlungsbedarf; im Berggebiet haben wir das in dieser Beziehung nicht.

Ich bitte Sie also, fürs Mittelland in dieser Hinsicht auch etwas zu tun und unseren Minderheitsantrag anzunehmen.