Schmid Samuel · Bundesrat · 2007-09-24
Schmid Samuel · Bundesrat · Bern · 2007-09-24
Wortprotokoll
An der Konferenz in Wien von Ende August wurde die Konferenz in Bali, die im Dezember stattfinden wird, vorbereitet. Es ging in Wien nicht um Entscheide über Reduktionsziele. Hingegen wurden unter anderem Informationen zu möglichen Reduktionsbereichen für die ganze Gruppe der Industriestaaten für die Zeit nach 2012 ausgetauscht. Die Industrieländer anerkannten den [PAGE 1334] Weltklimabericht 2007 des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) als wichtige Informationsquelle für diese Reduktionsbereiche. Sie anerkannten auch, dass das strengste Stabilisierungsszenarium des IPCC die kleinsten Umweltzerstörungen mit sich bringt. Beim strengsten Szenarium wird mit einer Temperaturerhöhung von maximal 2 Grad gerechnet.
Die Schweiz hat zu diesem Konsens beigetragen und sich in keinem Fall gegen die Haltung der EU gestellt. Sie hat im Gegenteil mitgewirkt und dazu beigetragen, dass die Informationen des IPCC massgebend in den Verhandlungsprozess eingeflossen sind. Der Bundesrat ist daran, die schweizerischen Reduktionsziele für die Periode nach 2012 festzulegen. Diese werden auch bei der Festlegung des Mandates für die Schweizer Delegation für die Konferenz in Bali ein Thema sein. Das Alpengebiet reagiert auf veränderte Umweltbedingungen besonders empfindlich. Der Temperaturanstieg ist in der Schweiz denn auch grösser als im globalen Mittel. Deshalb liegt es im Interesse unseres Landes, dass im Klimabereich möglichst grosse globale Anstrengungen unternommen werden. Um allfällige Schäden möglichst klein zu halten, wird eine Temperaturerhöhung unter 2 Grad angestrebt.