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Büchler Jakob · Nationalrat · 2007-09-27

Büchler Jakob · Nationalrat · St. Gallen · Christlichdemokratische Fraktion · 2007-09-27

Wortprotokoll

Die Kampagne gegen die Abgabe von Ordonnanzwaffen und Taschenmunition nach Hause wird schon seit längerer Zeit geführt. Die Petition der "Annabelle" wurde in einer Art und Weise durchgezogen, die ich in aller Form ablehne. Unsere Angehörigen der Armee haben seit Jahrzehnten bewiesen, wie mit Ordonnanzwaffe und Munition umgegangen wird. Das Gleiche gilt auch für die Schützinnen und Schützen in unserem Land. Wir bilden junge Menschen aus und zeigen ihnen den ordnungsgemässen und richtigen Umgang mit unseren Sportgeräten. Nicht die Sportgeräte oder die Ordonnanzwaffen sind gefährlich, sondern der Mensch, der nicht weiss, wie man damit umgeht. Ordonnanzgewehre gehören nach wie vor nach Hause, zusammen mit der Taschenmunition. Ich habe bei der Motion 07.3277 den Antrag der Minderheit Schlüer unterschrieben, weil ich weiss, dass unsere Angehörigen der Armee den Beweis dafür längst geliefert haben.

Mit dem Entzug der Ordonnanzgewehre lösen Sie das Problem von Suiziden nicht. Die rund 230 000 Ordonnanzgewehre müssten in den sieben Logistik- oder Infrastrukturzentren gelagert werden, denn die Zeughäuser, die viele immer wieder erwähnen, gibt es nicht mehr. Damit wäre auch das obligatorische Schiessen gestrichen. Es ist aber wichtig, dass unsere Angehörigen der Armee im zivilen Leben eben den gezielten Einzelschuss mit der Ordonnanzwaffe üben können. Wir glauben, dass der Einzug der Ordonnanzgewehre und der dazugehörenden Taschenmunition die Sicherheit in unserem Land nicht erhöht. Warum unternimmt niemand etwas gegen Gewaltdarstellungen am Bildschirm, in Zeitungen und Zeitschriften und im Internet? Die Selbstverantwortung darf nicht untergraben werden.

Zur parlamentarischen Initiative der SP-Fraktion 06.434 kann ich nur sagen: Die Anträge, die hier wieder gestellt wurden und werden, haben wir bereits bei der Behandlung des Waffengesetzes abgelehnt. Ich bitte Sie, diese ein weiteres Mal abzulehnen. Es ist eine Zwängerei.

Zur Petition der "Annabelle" habe ich mich schon deutlich genug ausgesprochen. Diese Art und Weise ist schlicht eine Katastrophe. Schon wie die Plakate gestaltet wurden, ist in aller Form zurückzuweisen.

Schützen, Soldaten, Jäger und Waffensammler wissen, wie wir in unserer Schweiz mit diesen Geräten umgehen. Ein Waffenregister in unserem Land durchzusetzen, dazu müsste ja die Armee aufgeboten werden, denn das ist schlichtweg nicht möglich.

Ich bitte Sie, diese parlamentarische Initiative und die Petition abzulehnen und bei der Motion über die Abgabe von Taschenmunition der Minderheit zu folgen.