Glanzmann-Hunkeler Ida · Nationalrat · 2007-09-27
Glanzmann-Hunkeler Ida · Nationalrat · Luzern · Christlichdemokratische Fraktion · 2007-09-27
Wortprotokoll
Mit meinem Votum vertrete ich einen Teil unserer Fraktion. Als Präsidentin der CVP-Frauen Schweiz erlebe ich, dass die Diskussionen rund um die Ordonnanzwaffen mit vielen Emotionen verbunden sind. Die Frauen stellen vor allem die Sicherheit in der Familie und im Privatleben in den Vordergrund und distanzieren sich in diesen Fragen von der Tradition.
Mit der Annahme der Motion zur Abgabe von Taschenmunition wird diese Sicherheit erhöht. Affekthandlungen, die meistens tragische Auswirkungen haben, werden damit ausgeschlossen. Wer selber trotzdem Munition erwirbt, handelt bei einer Straftat nicht unüberlegt, sondern hat seine Tat geplant. Neben der Abgabe der Munition wäre eine kostenlose und freiwillige Lagerung der Ordonanzwaffen im Zeughaus eine Forderung, die schnell umgesetzt werden könnte und bei der jeder Soldat seine Verantwortung selber wahrnehmen könnte. Leider steht dies heute hier nicht zur Diskussion.
Um den Umgang mit den Ordonanzwaffen zu regeln, werde ich die parlamentarische Initiative zur Aufbewahrung bzw. Abgabe von Ordonnanzwaffen unterstützen. Für mich gibt es keinen Grund dafür, dass Armeeangehörige ihre Waffe zu Hause lagern müssen. Jede Bedrohung, jede Straftat ist eine zu viel; jeder Mord oder Suizid ist einer zu viel. Die zentrale Lagerung der Ordonnanzwaffen würde diese Diskussionen beenden. Für die Schützenvereine wird hier im Vorstoss eine Ausnahmeregelung gefordert, die ich dementsprechend unterstützen kann.
Die Petition der "Annabelle" werde ich unterstützen, denn sie geht in die gleiche Richtung wie die parlamentarische Initiative. Viele Frauen aus der ganzen Schweiz haben dieses Anliegen mit ihrer Unterschrift unterstützt und verdienen es, dass sie hier im Rat auch vertreten werden. Die restlichen Petitionen nehmen wir zur Kenntnis.