Leuthard Doris · Bundesrat · 2007-09-18
Leuthard Doris · Bundesrat · Aargau · 2007-09-18
Wortprotokoll
Ich möchte Frau Leumann für ihr Postulat danken. Die vorherige Diskussion um die Motion Bürgi hat gezeigt, dass wir einen Problemdruck haben - Sie haben darauf hingewiesen -: Die Forschungsanstrengungen, die bisher unternommen wurden, sind offensichtlich ungenügend, deshalb teile ich Ihre Auffassung, dass wir hier die Ressortforschung stärken müssen. Wir sind bereit, die Mittel in diesem Bereich zu erhöhen; wir sehen vor, dass wir während vier Jahren eine halbe Million Franken pro Jahr umschichten, einerseits um den Bereich der Züchtung von resistenten Pflanzen, andererseits um die Erhöhung der Intensität bei der Bekämpfung der Bakterien jetzt wirklich zu stützen, damit wir mehr Know-how über die Bakterien haben. Wir werden das haushaltneutral machen, durch Umschichtungen. Aufgrund der Dringlichkeit und des volkswirtschaftlichen Schadens, der grösser werden kann, scheint mir das eine berechtigte Stossrichtung zu sein.
Ich kann Sie auch auf die "NZZ" verweisen, nach der es Agroscope Changins-Wädenswil (ACW) gelungen ist, einen Schnelltest zu entwickeln. Bisher dauerte es rund zwei Tage, bis man feststellen konnte, ob ein Baum überhaupt erkrankt war oder nicht. Mit dem Schnelltest können Sie das nun innerhalb von fünf bis zehn Minuten nachweisen. Ein solcher Test wäre natürlich für den Vollzug sehr wertvoll und würde einiges erleichtern, auch allfällige Baumfällaktionen. Er muss aber auch noch weiterentwickelt werden, bis er in einem grösseren Umfang eingesetzt werden kann, also Marktreife erlangt. Das ist eine gute Linie für den Vollzug respektive damit dann eine zuverlässige Diagnose für den Feuerbrand gestellt werden kann. Es ist also ein kleiner Forschungserfolg, den wir hier mit Agroscope verzeichnen [PAGE 681] können. Deshalb ist es sinnvoll und längerfristig auch effizient, in die Prävention zu investieren und nicht einfach mit Nachtragskrediten Baumfällaktionen finanzieren zu müssen. Eine solche Investition halte ich deshalb für gerechtfertigt.
Selbstverständlich haben Sie die Ausführungen zur Gentechnologie gelesen; Monsieur Bonhôte, on connaît la situation actuelle. On est très prudent dans ce domaine, mais on constate en regardant ce qui se fait sur le plan international que la biotechnologie dispose de quelques instruments et qu'elle a obtenu quelques succès. Naturellement, on accepte la situation actuelle, mais à l'Agroscope le "know-how" serait là. Et c'est cela que le Conseil fédéral a mentionné dans sa réponse au postulat.
Je pense tout de même que l'intention d'investir plus dans la prévention est dans votre intérêt. Le Conseil fédéral est d'avis qu'un renforcement des efforts en matière de recherche est adéquat et efficace et c'est la raison pour laquelle il propose d'accepter le postulat.