Loepfe Arthur · Nationalrat · 2007-06-06
Loepfe Arthur · Nationalrat · Appenzell I.-Rh. · Christlichdemokratische Fraktion · 2007-06-06
Wortprotokoll
Ich habe nur ein paar wenige Bemerkungen zu den Ausführungen, die wir gehört haben. "Spanische Armee steigt aus" - es ist nicht so, das ist eine Ente. Es ist in der Finanzkommission geäussert worden; leider war niemand vom VBS da, der hätte Stellung nehmen können. Ich habe mich selber versichert, auch in Spanien, und habe an zuständiger Stelle abgeklärt, wie die Sache steht: Keine Spur von Ausstieg!
Wer profitiert? Es ist ein gemeinsames Projekt. Die Spanier haben die Grundversionen entwickelt und in ihrer Armee erprobt, und wir Schweizer wollen ja eben gerade deshalb mitmachen, weil wir einen Partner und einen Lieferanten suchen, der Erfahrung hat und schon vieles geprüft hat. Es ist ein wechselseitiger Gewinn. Stellen Sie sich vor, wir würden eine Eigenentwicklung machen. Stellen Sie sich vor, was das kosten würde! Dort wäre dann das Risiko wirklich sehr gross. Alle Verträge sind vorhanden, wir haben es geprüft, soweit man das bei einem grossen Informatikprojekt machen kann. Mehr, als im VBS gemacht worden ist, kann man einfach nicht machen.
Zur Botschaft: Vor der ersten Phase - heute geht es um die zweite Tranche - wurden alle Prüfungen und Abklärungen, die gefordert worden sind, vorgenommen. Wir brauchen die zweite Tranche; wenn wir lediglich die erste haben, können wir nur Ausbildung für die oberen Stäbe betreiben, aber im WK, in der normalen täglichen Arbeit, ist das System dann nicht vorhanden. Das wäre ein Riesenverlust. Und jedes Anhalten würde den Zug, der jetzt fährt, bremsen. Wenn Sie diese Beschaffungen jetzt wieder hinauszögern würden, würde es erst recht teuer, denn dann würde die Produktion gestoppt und müsste nachher wieder angefahren werden. Alles, was von der Armee beschafft wird, im Bereich Elektronik, aber auch anderswo, muss den militärischen Bedürfnissen wie dieser Härtung oder der Kriegführung mit elektronischen Mitteln genügen. Diese Absicherung führt dazu, dass diese Teile zehnmal teurer sind als ein ähnliches Teil im zivilen Leben.
Zu Herrn Widmer: Die Jungen sind sich heute gewohnt, mit modernen Hilfsmitteln zu arbeiten. Wenn Sie wollen, dass die Jungen nicht mehr in die Armee gehen, müssen Sie ihnen weiterhin Plastikfolien und Packpapier geben. Ich habe das erlebt, es war übrigens bis vor Kurzem so. Das sollte jetzt endlich aufhören, wir müssen unseren Leuten moderne Hilfsmittel geben.
Zu den Monstern, die Herr Widmer erwähnt hat: Das sind Bildschirme, wie Sie sie hier zum Teil auf den Pulten haben und womit Sie mit der grössten Selbstverständlichkeit arbeiten; zu Hause haben Sie auch solche Bildschirme. Das ist nichts Besonderes.
Lehnen Sie bitte alle Minderheitsanträge ab.