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Calmy-Rey Micheline · Bundesrat · 2007-12-19

Calmy-Rey Micheline · Bundesrat · Genf · 2007-12-19

Wortprotokoll

C'est pour moi un très grand honneur de m'adresser à vous au nom du Conseil fédéral en ces premiers jours de la nouvelle législature. Je souhaite en particulier une cordiale bienvenue aux nouveaux membres de votre chambre et je me réjouis de notre future collaboration qui a d'ores et déjà débuté. Le peuple vous a confié, à vous parlementaires, une tâche honorable impliquant de nombreuses responsabilités et je suis heureuse de veiller avec vous en toute conscience aux intérêts de notre pays, de ses habitants et de ses habitantes.

Au cours de mon année de présidence, j'ai pu percevoir à l'occasion de mes rencontres avec les Suissesses et les Suisses, à quel point ils s'identifient à nos institutions, à quel point ils ont besoin de cohérence, de cohésion, d'unité, à quel point ils demandent une politique qui, d'une part, prenne sérieusement en compte leurs préoccupations et qui, d'autre part, cherche des solutions concrètes par-delà les idéologies des uns et des autres. C'est là notre tâche commune; c'est à ces conditions que la politique et ses institutions resteront crédibles.

La présentation par la présidente de la Confédération des objectifs du Conseil fédéral pour l'année à venir est le fait d'une longue tradition. Je ne considère cependant pas cet exercice comme un exercice de routine. Il est important pour le travail du Conseil fédéral et du Parlement, mais aussi pour les Suissesses et les Suisses, de connaître les principaux objectifs du gouvernement, de savoir quels objectifs ont été atteints, lesquels ne l'ont pas été ou ne l'ont été que partiellement et quelles en sont les raisons. Ceci constitue l'aune à laquelle nous serons finalement jugés. Ce point de la situation revêt une dimension supplémentaire, bien sûr, après les élections fédérales.

Le tour d'horizon du Conseil fédéral pour l'année 2008 concorde avec le programme de la législature. Le Conseil fédéral a, pour cette raison, déjà bien avancé dans les travaux concernant le programme de la législature. Il n'approuvera cependant le message à votre intention qu'au début de l'année prochaine.

Pour les quatre années à venir, le Conseil fédéral a fixé cinq lignes directrices essentielles. Il s'agit de renforcer la place économique suisse, de garantir la sécurité, de renforcer la cohésion sociale, d'exploiter les ressources dans le respect du développement durable et de consolider la position de la Suisse dans un monde globalisé. Ces lignes directrices seront concrétisées dans un premier temps grâce aux objectifs 2008 du Conseil fédéral. Je me limiterai dans ma présentation à quelques points essentiels.

Permettez-moi d'aborder pour commencer la question des orientations futures de la politique climatique et environnementale, un thème qui a d'ores et déjà été central cette année. L'année prochaine, nous devrons nous atteler concrètement au développement de la politique climatique pour la période d'après 2012. Le Conseil fédéral ouvrira la procédure de consultation relative à l'acte normatif qui prendra le relais de la loi sur le CO2, consultation au cours de laquelle différentes propositions en termes d'objectifs de réduction des émissions seront soumises à débat. Dans ce contexte, le Conseil fédéral poursuivra le développement de sa stratégie énergétique. Il élaborera sous peu un plan d'action et concrétisera les quatre principes de sa politique énergétique, c'est-à-dire des propositions concrètes en matière d'efficacité énergétique, d'énergies renouvelables, de grandes centrales électriques et de politique énergétique étrangère. L'année prochaine, le Conseil fédéral mettra en consultation les ordonnances y afférentes. Il approuvera une stratégie visant à donner une meilleure assise à la politique énergétique étrangère et se penchera sur les possibilités d'accélérer les procédures d'autorisation pour les grandes centrales électriques. L'objectif est d'assurer l'approvisionnement énergétique de notre pays à moyen et à long terme.

Ich komme auf einen zweiten Schwerpunkt zu sprechen, auf die wirtschaftliche Weiterentwicklung, die vor allem auch deswegen von grösster Wichtigkeit ist, damit wir uns das Prinzip der Nachhaltigkeit leisten können, und zwar in allen Lebensbereichen. Denn nur eine konkurrenz- und leistungsfähige Wirtschaft kann sozial und ökologisch nachhaltig sein. Bei diesem Schwerpunkt geht es im kommenden Jahr darum, weitere Fortschritte beim Abbau von unnötigen Markthemmnissen zu erzielen. Der Bundesrat wird Ihnen eine Revision des Bundesgesetzes über technische Handelshemmnisse unterbreiten und die Einführung des Cassis-de-Dijon-Prinzips vorschlagen. Mit Ausnahmen aufgrund übergeordneter öffentlicher Interessen, vor allem in den Bereichen des Gesundheits- oder des Umweltschutzes, sollen Produkte, die in Europa rechtmässig im Umlauf sind, ohne Weiteres auch in der Schweiz zugelassen sein.

Im Rahmen der wirtschaftlichen Weiterentwicklung sind ferner Verbesserungen im Steuersystem geplant. Besonders erwähnen möchte ich die Botschaft zur Totalrevision des Mehrwertsteuergesetzes, die auf eine Vereinfachung der Steuersätze und des administrativen Aufwands abzielt. Überdies stehen die Richtungsentscheide zum System der Ehepaar- und Familienbesteuerung bevor: Individualbesteuerung oder Splittingsystem. Zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Schweiz gehören auch die Förderung der Hochschulen und die Koordination im schweizerischen Hochschulbereich. Es geht um die gemeinsame und einheitliche Steuerung des gesamten Hochschulbereichs durch Bund und Kantone: ETH, Universitäten sowie Fachhochschulen. Der Bundesrat wird Ihnen im nächsten Jahr eine entsprechende Vorlage unterbreiten.

Die Konsolidierung des Platzes der Schweiz in der Welt, insbesondere bezüglich der Beziehungen zur EU, stellt einen dritten Schwerpunkt dar. Unsere Europapolitik ist einer der Hebel unserer Sicherheit und unseres Wohlstandes. Mit dem Weg der Bilateralen, auf dem unsere Beziehungen zur EU beruhen, ist die Schweiz eurokompatibel und eurokompetitiv. Eurokompatibel ist sie im Sinne der bilateralen Abkommen, die uns einen privilegierten Zugang zum grossen Markt und zu verschiedenen europäischen Kooperationsprogrammen verschaffen. Eurokompetitiv ist sie im Sinne einer gewissen Flexibilität, die uns dieser Weg verschafft. Die Schweiz hat in der Regel tiefere Zollgebühren als die EU, attraktive Rahmenbedingungen und eine eigene makroökonomische Politik. Der Bundesrat will diesen bilateralen Weg mit der Konkretisierung der bestehenden Abkommen und der [PAGE 1154] Fortsetzung des Dialogs mit der EU in anderen Bereichen von gemeinsamem Interesse konsolidieren.

Im Jahre 2008 stehen die Entscheide über die Weiterführung des bis Mai 2009 gültigen Personenfreizügigkeitsabkommens und dessen Ausdehnung auf Bulgarien und Rumänien an. Der freie Personenverkehr ist eine der wichtigsten Stützen unseres Wirtschaftswachstums geworden. Wir dürfen dies nicht aufs Spiel setzen. Es wird starker Anstrengungen aller bedürfen, insbesondere aber der Sozialpartner, damit die Akzeptanz dieses Vertragswerks auch in Zukunft gesichert ist. In diesem Zusammenhang wird der Bundesrat auch das Gesuch der EU um zusätzliche Kohäsionszahlungen an die beiden neuen EU-Länder behandeln und dem Parlament gegebenenfalls eine entsprechende Finanzvorlage unterbreiten. Ferner sind mit dem sich allmählich abzeichnenden Einführungstermin von November 2008 Arbeiten zur Umsetzung der Assoziierungsabkommen zu Schengen/Dublin zu leisten. Dabei wird es auch verschiedene rechtliche Anpassungen auf Gesetzesstufe geben, die wir Ihnen vorlegen werden. Sicherheit ist für unsere Bevölkerung ein zentrales Anliegen. Es gilt deshalb, den Sicherheitsgewinn durch die Teilnahme an Schengen so schnell wie möglich auch zu realisieren.

Als Beitrag seines weltweiten Engagements will der Bundesrat dem Parlament neue Rahmenkredite zur Fortführung der Entwicklungszusammenarbeit und der wirtschafts- und handelspolitischen Massnahmen sowie zur Finanzierung von multilateralen Entschuldungsmassnahmen unterbreiten.

Die Entwicklungszusammenarbeit, wie die Schweiz sie betreibt, ist auch in unserem ureigenen sicherheits- und wirtschaftspolitischen Interesse.

Ich komme auf den vierten und letzten Schwerpunkt zu sprechen, der sich mit der staatlichen Leistungsfähigkeit befasst. Mit dem Projekt Aufgabenüberprüfung wird der Bundesrat unseren Haushalt langfristig stabilisieren, um den finanzpolitischen Handlungsspielraum sicherzustellen. Um die Staatsquote zu stabilisieren, sollten die Ausgaben im Zeitraum 2008-2015 durchschnittlich höchstens 3 Prozent pro Jahr wachsen.

Im Jahr 2008 will der Bundesrat zwei Teilziele erreichen. Erstens will er einen Beschluss über die Stossrichtung der Reformen zur Erreichung des globalen Stabilisierungsziels sowie der Wachstumsziele in den einzelnen Aufgabenbereichen fassen und die Departemente beauftragen, detaillierte Reform- und Abbaumassnahmen in allen Aufgabenbereichen auszuarbeiten. Zweitens will er einen detaillierten Massnahmenkatalog verabschieden und diesen in einem Aktionsplan zusammenfassen, der als Grundlage für den politischen Dialog mit den Kantonen, Parteien und Sozialpartnern dienen soll. Zur Verbesserung der staatlichen Handlungsfähigkeit gehört auch die Verwaltungsreform, die der Bundesrat im nächsten Jahr mit seinen Beratungen über die Neugliederung der Departemente einen Schritt weiterführen will.

Die neue Legislaturperiode beginnt mit einem grossen Vorhaben. Der Bundesrat ist bereit, sich rasch mit der Umsetzung seines Programms zu befassen und Lösungen vorzuschlagen, um den Herausforderungen, die uns bevorstehen, zu begegnen. Zur Erarbeitung von Lösungen, die von den Schweizerinnen und Schweizern getragen und folglich konkret umgesetzt werden können, braucht es die aktive Teilnahme des Parlamentes. Ich hoffe, dass wir zusammen und mit gegenseitigem Respekt - besser noch als in der vergangenen Legislatur - gute, durchführbare und dauerhafte Kompromisse finden werden. In unserem Land dominiert keine einzelne Gruppe. Die Minderheiten geniessen Achtung, denn verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Kulturen und Sprachen haben einen funktionierenden Staat aufgebaut, einen Staat, der seine Bürgerinnen und Bürger schützt und ihnen eine Heimat gibt.

Was uns eint, ist der Wille, zusammenzuleben und zusammenzuarbeiten, mit unseren Differenzen, unseren Werten, unserer friedlichen und demokratischen Tradition. In diesem Sinne freut sich der Bundesrat auf eine gute und ertragreiche Zusammenarbeit mit Ihnen.