Huber-Hotz Annemarie · 2007-12-12
Huber-Hotz Annemarie · Bern · 2007-12-12
Wortprotokoll
Monsieur le président, je vous remercie de tout coeur pour les mots aimables prononcés à mon adresse. Si j'ai le privilège d'être aujourd'hui ici pour cette occasion solennelle, je ne le dois pas, Madame la présidente de la Confédération, Madame et Messieurs les conseillers fédéraux, Mesdames et Messieurs les membres de l'Assemblée fédérale, à mon seul mérite.
Ich durfte während fast dreissig Jahren in diesem Saal ein und aus gehen und äusserst interessante Aufgaben wahrnehmen. Ich habe es stets als ein Privileg erachtet, vor und vor allem hinter den Kulissen an der Bundespolitik beteiligt zu sein. Viele haben mir dabei Türen geöffnet und mich bei der Wahrnehmung dieser Aufgaben unterstützt. Deshalb ist es an mir zu danken, allen voran meinem Mann: Er hat mit bewundernswerter Grosszügigkeit, Geduld und Toleranz die Höhen und Tiefen meines Berufslebens mitgetragen, und er ist mir immer als interessanter und anregender Gesprächspartner zur Verfügung gestanden. Zusammen mit unseren Kindern hat er stets dafür gesorgt, dass es noch etwas anderes gab als das Bundeshaus und die Bundespolitik.
Zu den Türöffnern gehören viele: meine Partei, die Büros von National- und Ständerat und die Bundesversammlung. Ihnen allen danke ich für das Vertrauen, das Sie mir bei den diversen Ernennungen und Wahlen geschenkt haben. Ich hoffe, dass ich diesem Vertrauen gerecht geworden bin.
Herzlich danken möchte ich auch meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Bundeskanzlei sowie den Parlamentsdiensten. Ich habe mich in diesen Stabsstellen zu Hause und gut aufgehoben gefühlt. Es war eine Freude, mit ihren fachlich hochqualifizierten und loyalen Teams zusammenzuarbeiten. In den Dank mit einschliessen möchte ich auch die Bundesverwaltung, einen der wichtigsten Pfeiler des Bundes. Ich habe eine hohe Achtung vor den ausgezeichneten Leistungen, die in den verschiedenen Departementen und Ämtern tagtäglich erbracht werden.
Besonders geschätzt habe ich die enge und freundliche Zusammenarbeit mit den Generalsekretärinnen und Generalsekretären der Departemente und des Parlamentes. Schliesslich möchte ich auch den Medien danken. Sie haben es stets respektiert, dass wir es in der Bundeskanzlei als unsere Pflicht erachten, die für eine gute und korrekte Zusammenarbeit notwendige Distanz und Diskretion zu wahren.
Dem Bundesrat danke ich für die vielen interessanten Sitzungen und Gespräche. Ich durfte in den über 300 Bundesratssitzungen spannende Diskussionen und politische Höhepunkte miterleben. Diese politischen Diskussionen und Höhepunkte werde ich vermissen. Ich freue mich aber riesig auf die neuen Herausforderungen, bei denen politische Überlegungen mit eine Rolle spielen werden.
Ich gehe mit Dankbarkeit und mit Zuversicht, weil wir in der Schweiz eine gutgehende Wirtschaft, aber vor allem ein kluges Volk und ein einzigartiges politisches System haben. Zwar dürfen wir nicht übersehen, dass unser Regierungssystem gewissen Gefährdungen ausgesetzt ist. Schon mein Vorvorgänger im Amt, Bundeskanzler Karl Huber, hat bei seinem Rücktritt im Jahre 1981 an dieser Stelle auf eine solche Gefährdung hingewiesen, als er von der "zunehmenden Personifizierung der Politik" und der "wachsenden Vereinnahmung der Regierungsmitglieder durch die Departementsleitung" sprach. Ich gehe aber auch im Vertrauen darauf, dass Sie zu unserem politischen System Sorge tragen werden. Sie haben es in der Hand, in dieser neuen Legislaturperiode die grossen Fragen gemeinsam, in echter Partnerschaft zwischen Legislative und Exekutive, und mit neuer Entscheidungskraft anzugehen. Nutzen Sie die Chance. Ich wünsche Ihnen dazu viel Glück und Erfolg. (Grosser Beifall)