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Rechsteiner Rudolf · Nationalrat · 2008-05-27

Rechsteiner Rudolf · Nationalrat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion · 2008-05-27

Wortprotokoll

Es geht hier um eine ganz wichtige Sache. Es geht um die Deklaration des Energieverbrauchs von Elektroapparaten. Untersuchungen zeigen, dass die Konsumentinnen und Konsumenten in den Geschäften sensibilisiert sind für den Energieverbrauch der Produkte, wenn die Produkte tatsächlich beschriftet werden. Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass der Ständerat diese Motion einstimmig angenommen hat, aufgrund eines Antrages von Frau Forster von der Freisinnig-demokratischen Partei.

Wir möchten die Konsumentensouveränität herstellen. Wenn Sie heute in einem Interdiscount oder in einem Mediamarkt stehen, dann haben Sie lange Reihen von Produkten vor sich, deren Energieverbrauch nicht angeschrieben ist. Wir möchten, dass bei diesen Geräten eine Energieetikette eingeführt wird. Das kostet nichts; es ist eine einmalige Ausgabe, diesen Ausweis herzustellen. Die Konsumentinnen und Konsumenten sparen einen Haufen Geld, wenn die Produkte beschriftet sind und sie die sparsamsten Produkte wählen können.

Ich möchte Ihnen ein Beispiel geben. Ich habe in meinem Haushalt gemessen, wie viel Strom die verschiedenen Haushaltgeräte brauchen. Ich habe dabei herausgefunden, dass mein Faxgerät, das ganz selten gelaufen ist, mehr [PAGE 559] Strom verbraucht als der Kühlschrank. Wir haben eine wahnsinnige Situation des unsichtbaren Stromkonsums durch Stand-by-Verluste bei Geräten. Das können wir verhindern, indem wir die Geräte beschriften, indem wir sagen: Das ist ein A-Gerät mit tiefem Verbrauch, das ist ein B-Gerät, das ist ein E-Gerät. Das Erstaunliche ist: Die Konsumentinnen und Konsumenten möchten das auch, sie reagieren darauf. Wir haben dort, wo das schon der Fall ist, wir haben bei den Kühlschränken, bei den Waschmaschinen, bei den Geschirrwaschmaschinen, wenn sie beschriftet sind, sofort eine höhere Nachfrage nach den A-Geräten - eine um 30 Prozent höhere Nachfrage, wie die Agentur für Energieeffizienz herausgefunden hat.

Deshalb bitte ich Sie: Folgen Sie dem Ständerat, und sorgen Sie dafür, dass die Konsumentinnen und Konsumenten informiert ihre Entscheide treffen können. Das kostet nichts, aber es spart sehr viel Geld.