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Fiala Doris · Nationalrat · 2008-06-02

Fiala Doris · Nationalrat · Zürich · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2008-06-02

Wortprotokoll

Im März 2003 wurde in Kopenhagen das Anti-Doping-Programm der Welt-Anti-Doping-Agentur angenommen, und auf die Olympischen Spiele in Athen im Jahr 2004 wurde es umgesetzt. Für Regierungen war der Code allerdings rechtlich nicht bindend. Diese Lücke wird nun durch die Unesco-Konvention geschlossen. Auch wir in der Schweiz werden angehalten, im Rahmen unserer Möglichkeiten und Überzeugungen Doping im Sport zu [PAGE 680] bekämpfen. Unser Land hat bereits die Konvention des Europarates gegen Doping unterzeichnet; diese bildete die Grundlage der neuen Unesco-Konvention. Heute geht es darum, dass unser Parlament die Unesco-Konvention ratifiziert.

In der WBK - Sie haben es gehört - waren wir uns einig: Wir empfehlen Ihnen geschlossen die Ratifizierung. Selten herrscht bei einem Geschäft derartige Einmütigkeit. Heute, quasi am Vortag des grossartigen Sportereignisses der Fussball-Europameisterschaft 2008, setzen wir damit ein besonders starkes Zeichen.

Sport gilt als Mittel zur Förderung der Bildung, der Gesundheit und der Entwicklung des Friedens. In diesem Sinne ist es von grosser Wichtigkeit, die internationale Zusammenarbeit mit dem Ziel der Ausmerzung des Dopings im Sport zu fördern und zu koordinieren. Besonders aufgrund der Tatsache, dass Doping ethische und erzieherische Werte gefährdet, und im Hinblick darauf, welchen Einfluss Spitzensportler auf unsere Jugendlichen ausüben, scheint uns die Konvention wichtig. Verhütung und Bekämpfung von Doping im Sport sollen mit dem Ziel der vollständigen Ausmerzung des Dopings koordiniert und vernetzt und international gefördert werden. In diesem Sinne verpflichten sich Vertragsstaaten, geeignete Massnahmen zu ergreifen und Gesetze oder sonstige Vorschriften zu erlassen.

Aus der Sicht der Freisinnigen kann es sich die Schweiz unter keinem Titel leisten, die Unesco-Konvention nicht zu ratifizieren.

Wir setzen nicht nur international ein Zeichen, auch in Sachen Prävention in unserem eigenen Lande muss es darum gehen, dass Eltern, Schulen und Sportverbände erkennen, dass es der Politik in Sachen Dopingbekämpfung ebenso ernst ist und wir gemeinsam an einem Strick, in die gleiche Richtung, ziehen. Ich danke Ihnen deshalb für Ihre Unterstützung.