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Fehr Mario · Nationalrat · 2008-06-02

Fehr Mario · Nationalrat · Zürich · Sozialdemokratische Fraktion · 2008-06-02

Wortprotokoll

Sämtliche Vorredner und Vorrednerinnen haben zu Recht gesagt, dass von der Unterzeichnung dieser Unesco-Konvention ein wichtiges Zeichen ausgeht. Es ist auch ein Zeichen nach innen, es ist ein selbstverständliches Zeichen, und - Frau Bruderer hat es zu Recht moniert - es ist überfällig. Es ist ein Zeichen nach innen, an all die Organisationen, die in diesem Bereich aktiv sind, an die Kantone, an die Gemeinden, an die Sportvereine. Es ist ein Zeichen, dass der Bund hier vorangehen will.

Meines Erachtens reicht die Unterzeichnung dieser Unesco-Konvention bei Weitem nicht. Darauf deuten ja auch - die Kommissionsreferentin französischer Sprache hat es gesagt - die Petitionen aus der Jugendsession hin, die hier weiter gehen wollen. Diese Petitionen sind vielleicht noch nicht der Weisheit letzter Schluss, zeigen uns aber immerhin an, dass es gerade unter jungen Menschen eine echte Besorgnis gibt, was den Dopingmissbrauch anbelangt.

Wir fordern deshalb, dass die Stiftung Antidoping Schweiz genügend Mittel hat. Wir wollen, dass der Bundesrat dem Parlament im nächsten Jahr ein griffiges Sportförderungsgesetz vorlegt, das gerade auch das Umfeld der Dopingsünder mit ins Recht fasst; und wir wollen, dass der Bundesrat all diejenigen, die sich in den Vereinen, den Kantonen und Gemeinden engagieren, unterstützt. Als Sportvorstand einer grösseren Zürcher Vorortsgemeinde weiss ich, dass gerade die Arbeit gegen Doping eine sehr mühsame Arbeit ist. Es ist Kleinarbeit, und ich danke ganz ausdrücklich denjenigen, die gerade in den Vereinen hier ihren Beitrag leisten. In unserer Gemeinde, der Stadt Adliswil, machen wir es so, dass wir all denjenigen Vereinen, die mit uns zusammen gerade so sensible Themen bearbeiten, Vergünstigungen geben. Vereine in unserer Gemeinde können beispielsweise die Hallen kostenlos benützen, weil sie sich in der Jugendarbeit engagieren und hier einen wichtigen Beitrag leisten.

Ich glaube, es ist eine Illusion zu glauben, dass dieses Problem alleine mit der Unterzeichnung dieser Konvention oder mit den Bemühungen des Bundes aus der Welt geschaffen werden kann. Doping ist eine Geissel des Sports, und es braucht die kollektiven Bemühungen von allen. Von daher hoffe ich, dass dieses Parlament ein klares Signal nach innen und aussen aussendet. Wenn es den Beitritt zu dieser Unesco-Konvention einstimmig beschlösse, wäre das ein deutliches Zeichen. Meines Erachtens werden danach aber zwingend weitere Schritte folgen müssen.