Estermann Heinrich · Nationalrat · 2000-12-04
Estermann Heinrich · Nationalrat · Luzern · Christlichdemokratische Fraktion · 2000-12-04
Wortprotokoll
In der Debatte um die Teilrevision des Mietrechtes fällt mir auf, dass Feindbilder gemalt werden, wobei die Mieter und Vermieter als Feinde dastehen. Ich selber habe Erfahrungen gesammelt, dass wir faire Vermietungen jeweils sehr gut machen konnten und - wie mein Vorredner gesagt hat - oft unter den Kosten vermieten mussten.
Weit unter den Kosten musste man Mieten ansetzen, und man konnte sie dann nicht mehr anheben und anpassen, so dass eine Rendite überhaupt unmöglich geworden wäre. Im Prinzip ist es falsch, wenn wir Statistiken beiziehen, die durch solche Mechanismen verfälscht werden. In den Statistiken werden auch Mieten erfasst, welche die Kosten bei weitem nicht decken; die Situation wird so nicht transparent dargestellt.
Vielen Vermietern verleidet es, Wohneigentum bereitzustellen, zu vermieten und die schwierige Aufgabe der Vermietungen auf sich zu nehmen. Es besteht grosse Gefahr, dass der freie Wohnungsmarkt vernachlässigt wird und dass ein Notstand entsteht.
In diesem Sinne beantrage ich Ihnen dringend, die Initiative zur Ablehnung zu empfehlen und sowohl die "linksextremen" als auch die "rechtsextremen" Anträge abzulehnen, damit wir trotz allem zu fairen Mieten finden.
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