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Leuenberger Moritz · Bundesrat · Zürich · 2008-12-08

Wortprotokoll

Sie danken dem Bundesrat, dass er sich der Sache annehmen will. Der Bundesrat hat natürlich vor allem gesehen, dass es hier auch einen gewissen Zielkonflikt gibt. Er möchte diese ganze ökologische Beurteilung durch die Fachleute im Bafu vornehmen lassen, indem diese die verschiedenen Parteien zusammennehmen, damit wir wenn immer möglich gemeinsam eine Lösung suchen und sie dann auch finden können. Es ist etwas kompliziert, deswegen fand der Bundesrat, er wolle sich jetzt nicht gerade selber um diese Verhandlungen kümmern, aber wir haben im Bafu ökologische Fachleute, die dies machen können.

Es ist ja unbestritten, dass die Herstellung von Primäraluminium, also von neuem Aluminium, sehr viel Energie benötigt, während bei der Verwertung von Aluminiumschrott zehnmal weniger Energie benötigt wird. Die Art und Weise, wie das Recycling bei der ökologischen Beurteilung der Baumaterialien berücksichtigt wird, beeinflusst dann immer wieder auch die Ökobilanzen von Aluminiumprodukten. Es ist also zum Teil wie eine Schlange oder eine Katze oder was auch immer, die sich in den Schwanz beisst.

Weil die Herstellung von Primäraluminium sehr viel Energie verbraucht und weil bei Eco-Devis nur die tatsächliche heutige Recycling-Rate in Bauteilen berücksichtigt wird, wird Aluminium in Eco-Devis nicht als ökologisch interessant oder ökologisch bedingt interessant, das ist eine Substufe, beurteilt. Das sind die Kennzeichnungskriterien von Eco-Devis, darüber sollte eine Diskussion stattfinden, in der Hoffnung, es gebe dann eine Lösung.