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Leuthard Doris · Bundesrat · Aargau · 2009-04-29

Wortprotokoll

Sie machen auch hier wieder einen Überlegungsfehler, Frau Glauser. Den Schweizer Produkten mit einer hohen Qualität verdanken wir viel; das wollen wir ja sogar noch fördern. Mit Blick auf die Zukunft ist es wahrscheinlich gerade im Sinne der Landwirtschaft, an einer hohen Qualität festzuhalten und diese noch auszubauen. Das soll so sein, das bringt Ihnen einen Mehrwert. Aber es macht keinen Sinn, darüber zu streiten, ob Rahm jetzt als Rahm oder als Sahne angeschrieben sein muss; es macht keinen Sinn, Prozentsätze zu bestimmen.

Sie können selbstverständlich sogar weiter gehen: Sie können viele Produkte mit einem höheren Standard als dem Minimalstandard produzieren, daran hindert Sie niemand. In allen Bereichen der Volkswirtschaft ist vom Billigprodukt bis zum Luxusprodukt alles erhältlich. Sie haben alles: von der Billiguhr bis zur Luxusuhr, von der Billigtextilie bis zur hochwertigen Textilie. So ist es eben auch bei den Lebensmitteln: Die Konsumentinnen und Konsumenten entscheiden, was sie wollen. Für jene, die von der Qualität auf dem einheimischen Markt überzeugt sind - und das sind die meisten -, ändert sich überhaupt nichts.