Carobbio Guscetti Marina · Nationalrat · 2009-06-10
Carobbio Guscetti Marina · Nationalrat · Tessin · Sozialdemokratische Fraktion · 2009-06-10
Wortprotokoll
L'aumento dei premi cassa malati rappresenta un peso insopportabile per le famiglie di reddito medio e modesto. È quindi più che mai urgente adottare tutte quelle misure, affinché il carico dell'assicurazione malattia non superi la soglia massima sopportabile dell'8 per cento del reddito familiare. Quindi, accanto a interventi urgenti, ad esempio sui costi dei medicamenti, sono necessarie delle vere e proprie riforme strutturali del sistema sanitario; di certo, non una maggiore concorrenza o la tassa di 30 franchi - misure che non fanno che ribaltare ancora una volta i costi direttamente sugli assicurati, che sempre più, negli ultimi anni, sono stati chiamati a pagare di tasca propria. Stacchiamoci dunque dalle lobby farmaceutiche e dalle lobby delle casse malati ed esigiamo maggiore vigilanza sulle casse malati e regole chiare e trasparenti sulla gestione dei soldi degli assicurati. Ancora oggi mancano i dati completi sui piazzamenti degli assicuratori malattia sui mercati finanziari.
Die Prämienexplosion ist leider der Beweis für eine verfehlte Gesundheitspolitik ohne klare Steuerung. Statt die Probleme mit falschen Lösungsansätzen anzugehen, brauchen wir eine Strategie, die sowohl Qualität als auch Solidarität berücksichtigt und gewährleistet. Das bedeutet nicht nur eine Steuerung der Versorgung im spitalambulanten Bereich, sondern eine Steuerung des ganzen ambulanten Sektors, in Kooperation mit den Kantonen. Wo gesteuert würde, wie bei der Spitalplanung, könnte man Kosten einsparen und gleichzeitig die Qualität gewährleisten.
Viele Krankheiten können heute von der Hausärztin bzw. vom Hausarzt abschliessend behandelt werden. Dies ist aber nur mit einer integrierten Versorgung durch Netzwerke möglich. Wir beobachten, dass immer mehr Menschen mit ihren Gesundheitsproblemen direkt zu Spezialistinnen und Spezialisten oder in Spitalambulatorien gehen. Andere europäische Länder wie etwa skandinavische Länder, Dänemark oder Holland haben gezeigt, dass solche teuren Konsultationen vermieden werden können, wenn die Patientinnen und Patienten zuerst ihre Hausärztin bzw. ihren Hausarzt konsultieren.
In seinen Antworten auf die heute zu behandelnden Interpellationen sagt der Bundesrat, dass der Vernetzungsgrad im schweizerischen Gesundheitswesen wenig ausgeprägt ist. Es ist jedoch zu einfach, nur auf das Angebot verschiedener Versicherungsformen wie Managed Care hinzuweisen. Diese Instrumente sind reine Versicherungsprodukte und werden für die Krankenkassen zu einer Grundlage für die Risikoselektion. Dass das passiert, wollen wir nicht. Im Gegenteil: Will man die Qualität der Leistungen erhalten und gleichzeitig der Kostensteigerung entgegenwirken, sind folgende Punkte zu beachten: Grundversorger, die einem Netzwerk der integrierten Versorgung angehören und Qualitätskriterien erfüllen, sollen im Gesundheitssystem die Erstanlaufstelle sein. Die Ärztinnen und Ärzte, die in diesen Netzwerken tätig sind, haben eine Budgetmitverantwortung im Sinne einer Pauschalentschädigung pro eingeschriebener Patientin und pro eingeschriebenem Patienten, unabhängig davon, wie viele Leistungen diese beziehen.
Lors du débat sur le gel des admissions, vous avez souligné que les seuls réseaux de soins qui sont réellement efficaces sont les réseaux de soins avec une responsabilité financière. Dans le même temps, vous avez indiqué que les solutions de "gatekeeping", ou l'idée de confier à chaque médecin généraliste un nombre de patients qui doivent passer par lui avant d'aller ailleurs, sont révolutionnaires et impensables en Suisse aujourd'hui.
Vous ne croyez pas, Monsieur le conseiller fédéral, que c'est le moment de faire vraiment ces propositions, qui ne sont au contraire pas tellement révolutionnaires, si l'on pense que la Suisse est l'un des rares pays qui admettent que les assurés s'adressent directement aux spécialistes?