IV-Rundschreiben Nr. 328 / Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) 2012 (ins Kreisschreiben übernommen (Rz. 3066 und 3067 KSIH))
Eidgenössisches Departement des Innern EDI Bundesamt für Sozialversicherungen BSV Geschäftsfeld Invalidenversicherung Medizin und Geldleistungen
22. Oktober 2014
IV-Rundschreiben Nr. 328
Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) 2012 Anwendung der neuen LSE-Tabellen in der IV
Ausgangslage Die Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) 2012 des Bundesamtes für Statistik (BFS) wurde aufgrund nötiger Anpassungen des Informationsangebots an die nationalen und internationalen Be- dürfnisse (die Erfassung des ausgeübten Berufs, die einheitliche Definition der Lohnkomponenten, eine detailliertere Aufgliederung der Entlöhnung und die Erhebung der Lernenden- und Praktikanten- löhne) in revidierter Form durchgeführt. Manche Variablen erfahren dadurch eine Veränderung. Die Erhebung der Berufe erlaubt die Bildung von Berufsgruppen gemäss der internationalen Berufsno- menklatur ISCO.
Weitere Informationen zur LSE 2012 und Kontaktangaben des BFS unter diesem Link Weitere Informationen zur Berufsnomenklatur ISCO und Kontaktangaben des BFS un- ter diesem Link
Die Berufsgruppen wurden in vier Kompetenzniveaus eingeteilt. Trotz all dieser Anpassungen ist eine gewisse Kontinuität der LSE gewährleistet.
Diese Kontinuität ist auch für die IV notwendig, da in der Praxis gestützt auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts beim Einkommensvergleich unter bestimmten Umständen auf die LSE-Tabellenlöhne abgestützt wird. Das vorliegende Rundschreiben konzentriert sich auf die Frage der Kompatibilität der alten und neuen LSE-Tabellen. Die Rechtsprechung des Bundesgerichts zur Massgeblichkeit der LSE-Tabellen (wann und welche LSE-Tabelle) ist nicht Gegenstand dieses Rundschreibens.
Bedeutung für den Praxisalltag Bestimmte, bisher in der IV-Praxis stark verbreitete LSE-Tabellen liegen mit der LSE 2012 nicht mehr in der bekannten Form vor. Insbesondere werden die bisherigen Anforderungsniveaus durch Kom- petenzniveaus ersetzt. Diese Kompetenzniveaus wurden aufgrund der Art der Arbeit, der für die Ausübung des Berufs erforderlichen Ausbildung und der Berufserfahrung definiert. Zudem bildet das Niveau 1 neu das tiefste Kompetenzniveau (früher: Niveau 1 als höchstes Anforderungsniveau und das Niveau 4 neu das höchste Kompetenzniveau (früher: Niveau 4 als tiefstes Anforderungsni- veau). Das Kompetenzniveau 1 in der LSE 2012 entspricht somit dem Anforderungsniveau 4 bis zur LSE 2010.
Weitere Informationen zu diesen Kompetenzniveaus und auch allgemeiner Art finden sich in den Legenden der nachfolgend aufgeführten LSE-Tabellen oder können bei den dort angegebenen Kontaktmöglichkeiten eingeholt werden.
Damit die Umstellung auf die neuen Tabellen möglichst reibungslos erfolgen kann, haben wir nach Rücksprache mit dem BFS die Vergleichsliste im Anhang erstellt.
Anwendungszeitpunkt der neuen LSE-Tabellen Die neuen LSE-Tabellen sind ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Rundschreibens auf alle Fälle anzuwenden, in welchen ein Einkommensvergleich durchzuführen ist. Dies gilt unabhängig da- von, ob es sich um eine erstmalige Rentenprüfung oder um eine Revisionsprüfung handelt.
EDI BSV IV-Rundschreiben Nr. 328 / (gültig ab 22.10.2014)
Anhang LSE-Tabellen in der IV-Praxis Beschreibung 2010 Nummer bis LSE Beschreibung 2012 Nummer LSE 2012 Monatlicher Bruttolohn (Zentral- TA1_skill_level wert) nach Wirtschaftsabteilun- Monatlicher Bruttolohn (Zentralwert) nach Wirtschaftszweigen, Kompe- gen, Anforderungsniveau des tenzniveau und Geschlecht - Privater Sektor – 2012 Arbeitsplatzes http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/03/04/blank/data/01/ und Geschlecht – Privater Sek- 06_01.Document.179924.xls tor Monatlicher Bruttolohn (Zentral- T1_tirage_skill_level wert) nach Wirtschaftsabteilun- Monatlicher Bruttolohn (Zentralwert) nach Wirtschaftszweigen, Kompe- gen, Anforderungsniveau des tenzniveau und Geschlecht -Privater und öffentlicher Sektor (Bund, Kan- Arbeitsplatzes und Geschlecht - T1 tone, Bezirke, Gemeinden, Körperschaften, Kirchen) zusammen –2012 Privater und öffentlicher Sektor http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/03/04/blank/data/01/ (Bund, Kantone, Bezirke, Ge- meinden, Körperschaften) zu- sammen Monatlicher Bruttolohn (Zentral- Beschäftigungsgrad wert) in Franken nach Beschäf- Monatlicher Bruttolohn (Zentralwert) nach Beschäftigungsgrad, berufli- tigungsgrad, Anforderungsni- cher Stellung und Geschlecht - Privater und öffentlicher Sektor (Bund, veau des Arbeitsplatzes und T2 Kantone, Bezirke, Gemeinden, Körperschaften, Kirchen) zusammen - Geschlecht, Privater und öffent- 2008, 2010, 2012 licher Sektor (Bund) zusammen, (Als Beilage) Monatlicher Bruttolohn [Zentral- T17 wert] nach Tätigkeit, Anforde- Monatlicher Bruttolohn (Zentralwert) nach Berufsgruppen, Lebensalter rungsniveau des Arbeitsplatzes und Geschlecht Privater und öffentlicher Sektor (Bund, Kantone, Bezir- Hinweis: Unter und Geschlecht - Privater Sektor ke, Gemeinden, Körperschaften, Kirchen) zusammen – 2012 „Lebensalter“ das und öffentlicher Sektor [Bund] Publikation LSE: ISCO eins und zweisteller Total verwenden zusammen http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/03/04/blank/data/01/
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LSE-Tabellen in der IV-Praxis Beschreibung 2010 Nummer bis LSE Beschreibung 2012 Nummer LSE 2012 Monatlicher Bruttolohn [Zentral- Monatlicher Bruttolohn (Zentralwert und Quartilbereich) nach Ausbil- T11 wert und Quantilbereich] nach dung, beruflicher Stellung und Geschlecht - Privater und öffentlicher Ausbildung, beruflicher Stellung Sektor (Bund, Kantone, Bezirke, Gemeinden, Körperschaften, Kirchen) und Geschlecht - Privater Sektor zusammen – 2006, 2008, 2010, 2012 und öffentlicher Sektor [Bund] http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/03/04/blank/data/01/ zusammen 06_01.Document.131342.xls Monatlicher Bruttolohn, Schwei- T12_b zerInnen und Monatlicher Bruttolohn (Zentralwert und Quartilbereich), Schwei- zer/innen und Ausländer/innen, nach beruflicher Stellung und Ge- AusländerInnen, nach Anforde- schlecht - Privater und öffentlicher Sektor (Bund, Kantone, Bezirke, Ge- rungsniveau des Arbeitsplatzes TA12 meinden, Körperschaften, Kirchen) zusammen – 2008, 2010, 2012 und Geschlecht – Privater und öffentlicher Sektor http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/03/04/blank/data/01/ (Bund) zusammen
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Monatlicher Bruttolohn (Zentralwert) nach Beschäftigungsgrad, beruflicher Stellung und Geschlecht Privater und öffentlicher Sektor (Bund, Kantone, Bezirke, Gemeinden, Körperschaften, Kirchen) zusammen Schweiz 2012
Berufliche Stellung Beschäftigungsgrad Total 1+2 3 4 Ohne Kaderfunktion Total Frauen Männer Total Frauen Männer Total Frauen Männer Total Frauen Männer Total Frauen Männer TOTAL 6 439 5 808 6 840 10 056 8 356 10 786 8 182 7 337 8 648 6 801 6 282 7 055 5 833 5 388 6 088 Vollzeit (>= 90%) 6 508 5 674 6 848 10 398 8 446 10 930 8 363 7 407 8 696 6 847 6 151 7 064 5 851 5 214 6 085
Teilzeit: zwischen 75% und 89% 6 628 6 396 7 349 9 031 8 623 9 651 7 813 7 584 8 334 6 794 6 661 7 136 6 154 5 979 6 663
Teilzeit: zwischen 50% und 74% 6 132 6 045 6 468 8 277 8 171 8 590 7 277 7 222 7 524 6 526 6 480 6 717 5 800 5 733 6 080
Teilzeit: zwischen 25% und 49% 5 612 5 521 6 124 7 933 7 659 8 691 6 537 6 419 7 520 5 893 5 805 6 435 5 336 5 293 5 553
Teilzeit: unter 25% 4 804 4 674 5 155 7 005 [6060] 7 619 5 391 5 457 [5282] 5 298 5 032 6 055 4 688 4 604 4 907
Standardisierter Monatslohn: Vollzeitäquivalent basierend auf 4 1/3 Wochen à 40 Arbeitsstunden.
Berufliche Stellung: 1+2 = Oberstes, oberes und mittleres Kader 4 = Unterstes Kader
3 = Unteres Kader Ohne Kaderfunktion
Zentralwert (Median): Für die eine Hälfte der Arbeitsstellen liegt der standardisierte Lohn über, für die andere Hälfte dagegen unter dem ausgewiesenen Zentralwert (Median).
Lohnkomponenten: Bruttolohn im Monat Oktober (inkl. Arbeitnehmerbeiträge an die Sozialversicherung, Naturalleistungen, regelmässig ausbezahlte Prämien-, Umsatz- oder Provisionsanteile), Entschädigung für Schicht-, Nacht- und Sonntagsarbeit, 1/12 vom 13. Monatslohn und 1/12 von den jährlichen Sonderzahlungen. Nicht berücksichtigt werden die Familienzulagen und die Kinderzulagen.
Zeichenerklärung: « - » keine Daten vorhanden; « * » zu wenig Daten; « [ ] » Variationskoeffizient grösser als 5% (Zahlenwert statistisch unsicher)
Quelle: Bundesamt für Statistik, Schweizerische Lohnstrukturerhebung Auskunft: Sektion Löhne und Arbeitsbedingungen, 058 463 64 29, lohn@bfs.admin.ch
Monatlicher Bruttolohn (Zentralwert) nach Beschäftigungsgrad, beruflicher Stellung und Geschlecht Privater und öffentlicher Sektor (Bund, Kantone, Bezirke, Gemeinden, Körperschaften, Kirchen) zusammen Schweiz 2010
Berufliche Stellung Beschäftigungsgrad Total 1+2 3 4 Ohne Kaderfunktion Total Frauen Männer Total Frauen Männer Total Frauen Männer Total Frauen Männer Total Frauen Männer TOTAL 6 207 5 569 6 601 9 988 7 996 10 573 7 657 6 776 8 125 6 557 6 059 6 804 5 683 5 230 5 937 Vollzeit (>= 90%) 6 279 5 412 6 608 10 219 8 061 10 661 7 813 6 721 8 157 6 595 5 902 6 814 5 695 5 030 5 929
Teilzeit: zwischen 75% und 89% 6 345 6 114 7 041 8 723 8 214 9 702 7 325 7 063 7 803 6 645 6 521 6 912 6 007 5 814 6 573
Teilzeit: zwischen 50% und 74% 5 923 5 854 6 242 8 020 7 700 8 947 6 907 6 857 7 138 6 270 6 265 6 294 5 680 5 634 5 918
Teilzeit: zwischen 25% und 49% 5 194 5 178 5 228 7 353 6 855 9 002 6 244 6 131 6 857 5 824 5 849 5 634 5 000 5 000 4 988
Teilzeit: unter 25% 4 944 4 888 5 161 8 254 7 600 9 915 6 605 6 241 7 465 5 905 5 872 6 047 4 796 4 779 4 865
Standardisierter Monatslohn: Vollzeitäquivalent basierend auf 4 1/3 Wochen à 40 Arbeitsstunden.
Berufliche Stellung: 1+2 = Oberstes, oberes und mittleres Kader 4 = Unterstes Kader
3 = Unteres Kader Ohne Kaderfunktion
Zentralwert (Median): Für die eine Hälfte der Arbeitsstellen liegt der standardisierte Lohn über, für die andere Hälfte dagegen unter dem ausgewiesenen Zentralwert (Median).
Lohnkomponenten: Bruttolohn im Monat Oktober (inkl. Arbeitnehmerbeiträge an die Sozialversicherung, Naturalleistungen, regelmässig ausbezahlte Prämien-, Umsatz- oder Provisionsanteile), Entschädigung für Schicht-, Nacht- und Sonntagsarbeit, 1/12 vom 13. Monatslohn und 1/12 von den jährlichen Sonderzahlungen. Nicht berücksichtigt werden die Familienzulagen und die Kinderzulagen.
Zeichenerklärung: « - » keine Daten vorhanden; « * » zu wenig Daten; « [ ] » Variationskoeffizient grösser als 5% (Zahlenwert statistisch unsicher)
Quelle: Bundesamt für Statistik, Schweizerische Lohnstrukturerhebung Auskunft: Sektion Löhne und Arbeitsbedingungen, 058 463 64 29, lohn@bfs.admin.ch
Monatlicher Bruttolohn (Zentralwert) nach Beschäftigungsgrad, beruflicher Stellung und Geschlecht Privater und öffentlicher Sektor (Bund, Kantone, Bezirke, Gemeinden, Körperschaften, Kirchen) zusammen Schweiz 2008
Berufliche Stellung
Beschäftigungsgrad Total 1+2 3 4 Ohne Kaderfunktion Total Frauen Männer Total Frauen Männer Total Frauen Männer Total Frauen Männer Total Frauen Männer TOTAL 6 051 5 382 6 450 9 763 7 737 10 377 7 530 6 685 7 943 6 315 5 915 6 528 5 529 5 044 5 797 Vollzeit (>= 90%) 6 127 5 228 6 470 10 005 7 774 10 441 7 652 6 628 7 972 6 341 5 708 6 550 5 553 4 866 5 796
Teilzeit: zwischen 75% und 89% 6 138 5 974 6 641 8 461 8 056 9 351 7 232 7 065 7 664 6 384 6 379 6 423 5 804 5 644 6 207
Teilzeit: zwischen 50% und 74% 5 730 5 656 6 069 7 874 7 498 9 121 6 875 6 722 7 312 6 183 6 220 5 988 5 468 5 407 5 735
Teilzeit: zwischen 25% und 49% 5 040 5 017 5 155 7 091 6 578 8 686 6 164 5 974 7 398 5 730 5 730 5 743 4 853 4 853 4 853
Teilzeit: unter 25% 4 853 4 776 5 137 7 556 6 758 9 244 6 370 6 067 7 800 5 667 5 649 5 706 4 683 4 658 4 828
Standardisierter Monatslohn: Vollzeitäquivalent basierend auf 4 1/3 Wochen à 40 Arbeitsstunden.
Berufliche Stellung: 1+2 = Oberstes, oberes und mittleres Kader 4 = Unterstes Kader
3 = Unteres Kader Ohne Kaderfunktion
Zentralwert (Median): Für die eine Hälfte der Arbeitsstellen liegt der standardisierte Lohn über, für die andere Hälfte dagegen unter dem ausgewiesenen Zentralwert (Median).
Lohnkomponenten: Bruttolohn im Monat Oktober (inkl. Arbeitnehmerbeiträge an die Sozialversicherung, Naturalleistungen, regelmässig ausbezahlte Prämien-, Umsatz- oder Provisionsanteile), Entschädigung für Schicht-, Nacht- und Sonntagsarbeit, 1/12 vom 13. Monatslohn und 1/12 von den jährlichen Sonderzahlungen. Nicht berücksichtigt werden die Familienzulagen und die Kinderzulagen.
Zeichenerklärung: « - » keine Daten vorhanden; « * » zu wenig Daten; « [ ] » Variationskoeffizient grösser als 5% (Zahlenwert statistisch unsicher)
Quelle: Bundesamt für Statistik, Schweizerische Lohnstrukturerhebung Auskunft: Sektion Löhne und Arbeitsbedingungen, 058 463 64 29, lohn@bfs.admin.ch