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Decisione

RRB Nr. 1131/2020

Lotteriefonds, Inlandhilfe 2020, Ermächtigung

18 novembre 2020Tedesco27 min

Source zh.ch

Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 18. November 2020

1131. Lotteriefonds des Kantons Zürich, Inlandhilfe 2020

Erwägungen

1. Einleitung

1.1 Zielsetzung Zweck der Inlandhilfe (IH) ist es, mitzuhelfen, die Lebensgrundlage der Bevölkerung in ausgewählten Berggebieten zu sichern. Dies erfolgt durch die gezielte Unterstützung von Projekten in finanzschwachen Ge- bieten der Kantone Graubünden, Tessin, Uri und Wallis. Insbesondere unterstützt der Kanton dabei – Präventionsmassnahmen, um dadurch mögliche Schadensereignisse zu verhindern oder mindestens zu verringern, – Massnahmen zum Beheben von Unwetterschäden, – regional wichtige Natur- und Umweltschutzprojekte sowie – bedeutende Kultur- und Alpwirtschaftsvorhaben.

1.2 Allgemeines Der Kanton arbeitet für die IH mit folgenden Hauptpartnern zusam- men: – der Schweizer Patenschaft für Berggemeinden (SPB) und – der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL). Diese Organisationen unterbreiten dem Kanton jeweils vor der eigent- lichen Gesuchseingabe mehrere Projekte, aus welchen in Absprache mit dem Lotteriefonds eine Auswahl für die Gesuchseingabe getroffen wird. Andere Organisationen reichen dem Kanton einzelfallweise IH-Ge- suche ein. Dazu zählen insbesondere Organisationen, die Arbeitseinsätze (Arbeitswochen) im Berggebiet durchführen (Stiftung Bergwaldprojekt [SBwP]; Stiftung Umwelt Einsatz Schweiz [SUS]). In diesem Jahr haben beide Organisationen dem Lotteriefonds ein Gesuch um Unterstützung von Arbeitswochen, vorwiegend mit Beteiligung von Personen aus dem Kanton Zürich, eingereicht (vgl. Projekte Nrn. 14 und 15).

1.3 Vorlage 5361a: Rahmenkredit Mit Beschluss vom 12. Februar 2018 bewilligte der Kantonsrat einen Rahmenkredit von insgesamt 32 Mio. Franken für die Entwicklungszu- sammenarbeit (EZA) und die IH 2018 bis längstens 2021 (Vorlage 5361a). Dabei ist vorgegeben, dass der jährliche Beitrag zugunsten der IH die Summe von jeweils 4 Mio. Franken nicht überschreiten darf. Für den vorliegenden Beschluss gelten die mit Vorlage 5361a bestätigten IH-Ver- gabekriterien. Ab Inkrafttreten des neuen Lotteriefondsgesetzes gelten die dort aufgeführten Bestimmungen.

2. Gesuchseingabe 2020

2.1 Allgemeines 2020 wurden dem Kanton 17 Gesuche um IH-Beiträge in der Gesamt- summe von Fr. 4 535 800 eingereicht (2019: 13 Gesuche im Gesamtbetrag von Fr. 3 199 100). Die Dossiers gingen nach Vorprüfung durch den Lot- teriefonds zur Prüfung an die jeweils fachlich zuständigen Direktionen. Deren Beurteilungen sind entscheidend für die Berücksichtigung der Pro- jekte bzw. für das Festlegen der jeweiligen Beitragshöhe.

2.2 Abgelehnte Gesuche Von den Eingaben wurden zwei nicht in den Antrag übernommen. Dies sind: Organisation Projektbezeichnung Begründung der Ablehnung SPB Sanierung der Güterwege, In den vergangenen Jahren erfolgten im Rahmen Fraktion Braggio, Calanca, der IH mehrfach Zuwendungen für Projekte in GR der Gemeinde Calanca. Der vorliegende Antrag enthält zudem ein von der gesuchstellenden SPB höher priorisiertes Projekt zugunsten der Gemeinde Calanca (vgl. Projekt Nr. 2). SPB Bewässerung im Rahmen In den vergangenen Jahren erfolgten im Rahmen der Gesamtmelioration der IH mehrfach Zuwendungen für Projekte in Ramosch, Valsot, GR der Gemeinde Valsot. Der vorliegende Antrag enthält zudem ein anderes (von der SL eingereich- tes) Gesuch, das auch die Gemeinde Valsot betrifft (vgl. Projekt Nr. 9).

3. Ausgewählte Einzelprojekte In mehreren Fällen erfolgen auf Antrag der zuständigen Fachdirektion Kürzungen am nachgesuchten Betrag. Die dadurch entstehenden zu- sätzlichen Fehlbeträge haben die betroffenen Gemeinden bzw. hat die gesuchstellende Organisation entweder durch (zusätzliche) eigene Leis- tungen bzw. Spendengelder, durch eine zeitliche Staffelung oder Ver- ringerung des Projektumfangs aufzufangen. Zudem ist die Auszahlung in mehreren Fällen – wie bei Fondsbeiträgen üblich – an die Erfüllung von Auf‌lagen geknüpft. Die folgende Auf‌listung der berücksichtigten Einzelprojekte enthält die notwendigen Kurzinformationen zum jeweiligen Projekt. Angegeben sind dabei auch die Projektbegleitkosten (PBK), welche die jeweilige Organisation vom Kanton wünscht.

3.1 Projekte der Schweizer Patenschaft für Berggemeinden (Projekte Nrn. 1–6) Anzahl Gesamtsumme in Franken Eingereichte Projekte 8 1 878 000 Berücksichtigte Projekte 6 1 385 000

1) Gemeinde Bergün Filisur: Lawinenschutz am Cuolm da Latsch,

2. Etappe Region/Kanton Albulatal, GR Verantwortlich Gemeinde Bergün Filisur für das Projekt Projektziel Erstellen von Schutzbauten bei Waldbeständen zur nachhaltigen Erfüllung ihrer Schutzfunk- tion Projektbeschrieb Die Wälder am Cuolm da Latsch sind wichtig für den Lawinenschutz. Da sie überaltert sind, ist ihre Schutzfunktion gefährdet. Zur Sicherung der nächsten Baumgeneration und deren Schutz- aufgabe sollen Wildschutzzäune (2000 m), Bege- hungswege (6000 m), Querbäume (800 m3), Drei- beinböcke (2000 Stück), Pflanzungen (13 0000 Stück) und temporäre Schneerechen (300 Stück) erstellt werden. Begünstigte Bewohnerinnen und Bewohner, Verkehrsteil- nehmende (Bahn und Strasse) Kosten Fr. 687 200 Finanzierung Bund Fr. 238 000 Standortkanton/-region Fr. 306 000 (Bürger-)Gemeinde Fr. – Dritte Fr. 16 000 Restfinanzierung Die Restkosten von Fr. 127 200 sollen über einen Beitrag des Kantons Zürich gedeckt werden. Gewünschter Beitrag einschliesslich 6% PBK Fr. 127 200 Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Am Cuolm da Latsch besteht Handlungsbedarf. Mit den waldbaulichen Mass- nahmen kann die Schutzfunktion der Wälder am Cuolm da Latsch aufrechterhalten bzw. ver- bessert werden. Dadurch bleiben insbesondere Siedlungen und die Verkehrsinfrastruktur vor Naturgefahren geschützt. Beitrag des Kantons einschliesslich 6% PBK Fr. 127 000

Hinweis Ein allfälliges Folgegesuch der SPB für Mass- nahmen am Cuolm da Latsch würde nur geprüft, wenn im Gesuch auch jagdliche Massnahmen zur Anpassung der Wildbestände an den vorhande- nen Lebensraum aufgezeigt werden. 2) Gemeinde Calanca: Sanierung Lawinenverbauung Tesa Region/Kanton Calancatal, GR Verantwortlich Gemeinde Calanca für das Projekt Projektziel Ausbau und Instandstellen einer bestehenden Lawinenverbauung zum nachhaltigen Schutz vor Lawinenabgängen Projektbeschrieb In den steilen Anrissgebieten Tesa/Settel (2260  m ü.  M.) südlich des Piz della Molera wurden in den vergangenen 120 Jahren zahlreiche Verbauungen erstellt, um Lawinenabgänge zu verhindern. Viele dieser Einrichtungen, insbesondere mittler- weile wieder instabile Trockenmauern, müssen saniert werden. In Einzelfällen werden alte Ver- bauungen durch Stahlelemente ersetzt. Begünstigte Einwohnerinnen und Einwohner der Fraktion Braggio Kosten Fr. 1 924 000 Finanzierung Bund Fr. 665 000 Standortkanton/-region Fr. 779 000 (Bürger-)Gemeinde Fr.– Dritte Fr. 56 000 Restfinanzierung Die Restkosten von Fr. 424 000 sollen über einen Beitrag des Kantons Zürich gedeckt werden. Gewünschter Beitrag einschliesslich 6% PBK Fr. 424 000 Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lot- teriefonds. Durch die Sanierung der bestehen- den Lawinenverbauungen wird ihre Schutz- funktion erhalten. Eine Kürzung am nachge- suchten Beitrag ist angezeigt, da die Gemeinde schon mehrfach mit Geldern des Lotteriefonds unterstützt wurde. Beitrag des Kantons einschliesslich 6% PBK Fr. 250 000

3) Gemeinde Flerden: Erneuerung Güterstrassennetz Region/Kanton Hinterrhein, GR Verantwortlich Gemeinde Flerden für das Projekt Projektziel Erneuerung und Ausbau eines Güterstrassen- netzes zur Verringerung des Produktionsauf- wandes der Berg-Landwirtschaft Projektbeschrieb In der Gemeinde Flerden wurde von 1960 bis 1982 eine Gesamtmelioration von Güterstrassen durchgeführt. Mittlerweile weist ein Teil dieser Strassen Schäden auf. Zudem genügen die Stras- sen den Ansprüchen der modernen Berg-Land- wirtschaft nicht mehr. Es ist vorgesehen, die be- stehenden Güterstrassen zu verbreitern bzw. aus- zubauen. Begünstigte Berg-Landwirtschaft Kosten Fr. 9 375 000 Finanzierung Bund Fr. 3 103 860 Standortkanton/-region Fr. 2 829 990 Gemeinde Flerden Fr. 2 478 176 Gemeinde Tschappina Fr. 423 554 Dritte (u. a. Grundeigen­tüme- Fr. 539 420 rinnen und Grundeigentümer) Restfinanzierung Die Gemeinde Flerden soll durch einen Beitrag des Kantons Zürich entlastet werden. Gewünschter Beitrag einschliesslich 6% PBK Fr. 500 000 Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die Erneuerung des Güterstras- sennetzes ist eine umfassende gemeinschaftli- che Massnahme, die von Bund und Kanton unter- stützt wird. Durch das Projekt wird die Funk- tions- und Existenzfähigkeit der Landwirtschaft in der Berggemeinde verbessert. Beitrag des Kantons einschliesslich 6% PBK Fr. 500 000 Auf‌lage Die Gewährung des Beitrages ist an die Auf‌lage gebunden, dass die Bauherrschaft für die Ent- gegennahme des Beitrages eine Garantieerklä- rung betreffend Zwecksentfremdungsverbot, Unterhalts- und Bewirtschaftungspflicht sowie Rückerstattungspflicht unterzeichnet.

4) Gemeinde Ilanz/Glion: Erneuerung Güterstrassennetz Ruschein Region/Kanton Surselva, GR Verantwortlich Gemeinde Ilanz/Glion für das Projekt Projektziel Erneuerung und Ausbau einer Güterstrasse zur Sicherung der Infrastruktur und zur Verbesse- rung der alpinwirtschaftlichen Voraussetzungen Projektbeschrieb In den 60er- bis 90er-Jahren führte die ehema- lige Gemeinde Ruschein (heute mit Ilanz/Glion fusioniert) eine Gesamtmelioration durch und erstellte ein Güterstrassennetz. Seit 2010 wurde ein Grossteil dieser Strassen saniert. Nun steht die Sanierung einer weiteren Strasse an. Sie führt zu Maiensässen und erschliesst Wasserversor- gungsanlagen der Gemeinde. Die Sanierung der Strasse auf einer Länge von 3220 m ist auf- grund des bautechnisch anspruchsvollen Ge- ländes in drei Etappen aufgeteilt. Begünstigte Landwirtschaftsbetriebe mit Maiensässen; Be- wohnerinnen und Bewohner von Ruschein Kosten Fr. 1 473 800 Finanzierung Bund Fr. 289 000 Standortkanton/-region Fr. 263 500 (Bürger-)Gemeinde Fr.– Andere Fr. 610 000 Restfinanzierung Die Restkosten von Fr. 311 300 sollen durch einen Beitrag des Kantons Zürich verringert werden. Gewünschter Beitrag einschliesslich 6% PBK Fr. 243 800 Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Eine sichere und gut befahrbare Güterstrasse ist für die Landwirtinnen und Landwirte, die ihre Maiensässe bewirtschaften bzw. für die Bewirtschaftung der Alp Ruschein sowie für den Unterhalt der Wasserversorgungs- anlagen und der Quellen im Gebiet unerlässlich. Mit der Erneuerung und dem Ausbau der Güter- strasse wird eine sicher befahrbare Infrastruktur erstellt, die an die heutigen Bedürfnisse angepasst ist. Das Projekt ist massvoll dimensioniert, gut in die Landschaft eingepasst und wird zum Er- halt einer intakten Kulturlandschaft beitragen. Beitrag des Kantons einschliesslich 6% PBK Fr. 243 000

Auf‌lage Die Gewährung des Beitrages ist an die Auf‌lage gebunden, dass die Bauherrschaft für die Ent- gegennahme des Beitrages eine Garantieerklä- rung betreffend Zwecksentfremdungsverbot, Unterhalts- und Bewirtschaftungspflicht sowie Rückerstattungspflicht unterzeichnet. 5) Gemeinde Schluein: Alpkorporation Mughels, Sanierung Alp Mughels Region/Kanton Vorderrheintal, Region Flims, GR Verantwortlich Alpkorporation Mughels für das Projekt Projektziel Sanierung der Gebäude und Anlagen auf der Alp Mughels zur Verbesserung der betrieblichen Voraussetzungen Projektbeschrieb Die Gebäude der Alp Mughels (2000 m ü. M.) stammen aus den 1920er-Jahren. Die letzte Sa- nierung erfolgte 2004. Gebäude und Anlagen entsprechen nicht mehr den geltenden Hygie- nevorschriften. Erneuerungen sind notwendig (neue Käsereigeräte und Kühlanlagen, neuer Melkstand), ebenso Erweiterungen zum Tier- wohl (Neugestaltung des Stall-Vorplatzes und des Melk-Warteraums). Zudem ist eine Quelle zu sanieren, damit die Alp wieder mit genügend Wasser versorgt werden kann. Begünstigte Alpkorporation Kosten Fr. 571 056 Finanzierung Eigenleistung Fr. 40 000 Bund Fr. 63 700 Standortkanton/-region Fr. 74 226 (Bürger-)Gemeinde Fr. 30 000 Andere Fr. 37 497 Restfinanzierung Die offenen Restkosten von Fr. 325 633 sollen durch einen Beitrag des Kantons Zürich verrin- gert werden. Gewünschter Beitrag einschliesslich 6% PBK Fr. 106 000

Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Alpwirtschaftsvorhaben können vom Lotteriefonds unterstützt werden, wenn sie aus regionaler Sicht notwendig sind, eine positive Auswirkung auf Landschaft und Natur aufweisen und betriebswirtschaftlich tragbar und rentabel sind. Damit die Alp Mughels wei- terhin bewirtschaftet werden kann, sind die vorgesehenen Investitionen erforderlich. Eine umfassende Sanierung der Alp wird als nach- haltig beurteilt. Beitrag des Kantons einschliesslich 6% PBK Fr. 106 000 Auf‌lage Die Gewährung des Beitrages ist an die Auf‌lage gebunden, dass der Standortkanton, die Stand- ortregion sowie die Standortgemeinde bzw. die regionalen und lokalen Körperschaften min- destens den im Gesuch angegebenen Kosten- anteil leisten. Fallen diese Leistungen insgesamt geringer aus, erfolgt am Beitrag des Kantons eine anteilmässige Kürzung. 6) Gemeinde Lavizzara, Patriziato di Prato Vallemaggia, Aufwertung der Alpweiden Region/Kanton Val Lavizzara, TI Verantwortlich Patriziato di Prato Vallemaggia für das Projekt Projektziele Aufrechterhalten der bestehenden Alpwirtschaft und Erhalt der einzigartigen Landschaft Projektbeschrieb Das Val di Prato ist aufgrund seiner besonders schönen Landschaft ein viel frequentiertes Wandergebiet. Es verbindet die Täler Maggia, Verzasca und Leventina. Der Zugang zu den Alpen und zu den dazugehörenden Infrastruk- turen ist schwierig und gefährlich. Um die be- stehende Alpwirtschaft aufrechtzuerhalten und die Qualität der Landschaft zu erhalten, sollen zur Hauptsache folgende Massnahmen umge- setzt werden: – Wiederherstellen von Alpgebäuden (Alp Fon- tana) in traditioneller Bauweise – Aufwerten der bestehenden Weidewälder und Säubern von übrigem Weideland

– Umbau einer Alphütte (Alp Campala) mit den nötigen sanitären Anlagen, um Bewirt- schafterinnen und Bewirtschaftern eine funk- tionale Unterkunft zur Verfügung zu stellen – Käsereineubau auf der Alp Campala, um den geltenden lebensmitteltechnischen Anforde- rungen an die Käseproduktion und -lagerung zu entsprechen – Instandstellen und Sichern der Wege zur Alp Campala – Bau einer Materialseilbahn für Alpbewirt- schafterinnen und Alpbewirtschafter Begünstigte Landwirtinnen und Landwirte, welche die Alpen bewirtschaften, Biodiversität Kosten Fr. 1 304 000 Finanzierung Eigenleistung Fr. 50 000 Bund (Fonds Landschaft Fr. 100 000 Schweiz [FLS]) Standortkanton/-region Fr. 495 550 (Bürger-)Gemeinde Fr. 370 000 Andere Fr. 88 000 Restfinanzierung Die Restkosten von Fr. 200 450 sollen durch einen Beitrag des Kantons Zürich verringert werden. Gewünschter Beitrag einschliesslich 6% PBK Fr. 159 000 Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das Projekt ist nachhaltig kon- zipiert und ermöglicht, die traditionelle Alp- wirtschaft zu erhalten und zukunftsfähig zu machen. Durch die Alpwirtschaft bleiben Flä- chen auch in Zukunft offen, was sich positiv auf die Biodiversität und das vielfältige Landschafts- bild auswirkt. Beitrag des Kantons einschliesslich 6% PBK Fr. 159 000

3.2 Projekte der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (Projekte Nrn. 7–13) Anzahl Gesamtsumme in Franken Eingereichte Projekte 7 1 657 800 Berücksichtigte Projekte 7 1 445 000

7) Trockenmauern Parc Ela Region/Kanton Albulatal und Sursés, GR Verantwortlich Verein Parc Ela und SL für das Projekt Projektziele Aufwertung der wertvollen Kulturlandschaft durch Sanierung von rund 1200 m² Trocken- mauern, Aufbau von personellen Mitteln für den Trockenmauerbau Projektbeschrieb Der Parc Ela ist mit 548 km 2 rund dreimal so gross wie der Nationalpark. Er verfügt über rund 40 km Trockenmauern (freistehende Mauern und Stützmauern), häufig sind sie Begleitele- mente von Wegen. Durch freiwillige Arbeitsein- sätze wurden seit 2007 rund 3 km dieser Mauern saniert. Diese Arbeiten sollen in den Jahren 2020 bis 2024 verstärkt fortgeführt werden. Die Planung der Arbeiten erfolgt in Zusammen- arbeit mit den Standortgemeinden und Grund- eigentümerinnen und Grundeigentümern. Die Arbeiten werden durch die SL, das Amt für Na- tur und Umwelt des Kantons Graubünden und durch Fachleute des FLS begleitet. Im Rahmen dieser Arbeiten werden auch jährlich ein bis zwei Baukurse für jeweils fünf bis zehn Personen durchgeführt. Begünstigte Einheimische, Besucherinnen und Besucher, Biodiversität Kosten Fr. 650 000 Finanzierung Eigenleistung Fr. 64 400 Bund (FLS) Fr. 200 000 Standortkanton/-region Fr. 240 000 (Bürger-)Gemeinde Fr. 35 600 Andere Fr. –

Restfinanzierung Die Restkosten von Fr. 110 000 sollen durch einen Beitrag des Kantons Zürich gedeckt werden. Gewünschter Beitrag einschliesslich 9% PBK Fr. 110 000 Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die Massnahmen sind sorgfältig und zweckmässig geplant. Ihnen kommt eine grosse landschaftliche und ökologische Bedeu- tung zu. Beitrag des Kantons einschliesslich 9% PBK Fr. 110 000 8) Landschaftsaufwertung im Naturpark Beverin Region/Kanton Region Piz Beverin (Gemeinden Casti-Wergen­ stein, Donat, Lohn, Mathon, Safien und Tschap- pina), GR Verantwortlich Verein Naturpark Beverin, Verein Safierställe, für das Projekt Revierforstamt Safien und SL Projektziel Erhalt und Aufwertung der wertvollen Kultur- landschaft im Naturpark Projektbeschrieb Der Verein Naturpark Beverin setzt sich zum Ziel, in enger Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung die Natur- und Kulturlandschaft zu pflegen, aufzuwerten, nachhaltig zu nutzen und somit die Region gezielt zu entwickeln. Das Ergebnis der bisherigen Arbeiten ist beeindru- ckend. Das eingereichte Projekt stellt eine Wei- terführung der bis anhin durchgeführten Arbei- ten dar. Es umfasst vier Teile: – Weiterführen der Sanierung der Trockenmau- ern (als landschaftsprägende Elemente) – Sanieren von landschaftsprägenden Safier Ställen (Eindeckung mit Schindeln) – forstliche Aufwertungsmassnahmen im Sa- fiental (Erhalt von ökologisch wertvollen Lebensräumen und Biodiversität) – Durchführen eines Pilotprojekts für die Be- weidung von verbuschten Flächen durch En- gadiner Schafe Begünstigte Einheimische (Landwirtinnen und Landwirte, allgemeine Bevölkerung), Touristinnen und Tou- risten

Kosten Fr. 1 414 335 Finanzierung Eigenleistung Fr. 66 500 Bund (FLS) Fr. 316 621 Standortkanton/-region Fr. 290 392 (Bürger-)Gemeinde Fr. 86 971 Andere Fr. 281 000 Restfinanzierung Die Restkosten von Fr. 372 851 sollen durch einen Beitrag des Kantons Zürich gedeckt werden. Gewünschter Beitrag einschliesslich 9% PBK Fr. 372 800 Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die Massnahmen sind sorgfältig und zweckmässig geplant und ausgewählt. Sie bilden einen wichtigen Beitrag zu Erhalt und Aufwertung der vielfältigen und ökologisch wertvollen Kulturlandschaft. Beitrag des Kantons einschliesslich 9% PBK Fr. 372 000 Auf‌lage Die Gewährung des Beitrages ist mit der Auf- l‌age verbunden, dass das Amt für Landschaft und Natur über die Erfahrungen und Ergebnisse der Beweidung mit den Engadiner Schafen in- formiert wird. 9) Hochstammobstgärten im Unterengadin Region/Kanton Unterengadin (Gemeinden Scuol und Valsot), GR Verantwortlich Pro Terra Engiadina und SL für das Projekt Projektziel Erhalt und Fördern der noch vorhandenen, ökologisch und landschaftlich wertvollen Obst- gärten und damit einhergehend Erhalt von Le- bensraum für Wendehals, Wiedehopf, Garten- rotschwanz und Kleinlebewesen. Projektbeschrieb Seit den 1960er-Jahren ist die Anzahl der Hoch- stammobstbäume in der Schweiz um rund 70% zurückgegangen. Damit verbunden ist ein Rück- gang der Lebensräume für viele seltene Tier- und Pflanzenarten (z. B. Vögel, Wildbienen) wie auch ein Verlust zahlreicher Obstsorten. Der Anbau von Hochstammobst ist in den Unter- engadiner Gemeinden Valsot und Scuol seit Langem bekannt. Auch hier ging die Zahl der entsprechenden Obstbäume zurück. Pro Terra

Engiadina und die SL versuchen mit einem mehr- teiligen Projekt, den Erhalt der Hochstamm- obstbäume und -sorten zu sichern und deren Wertschätzung wieder zu steigern. Das Vorha- ben umfasst die folgenden Teilprojekte (TP): – TP 1: Erhalt und Förderung der unterschied- lichen Hochstammobstgärten (Inventar, Set- zen neuer Bäume) – TP 2: Vernetzung von bestehenden Hoch- stammobstgärten (Anlage von Strukturen wie Totholz, Hecken, Stein- und Asthaufen, exten- siv bewirtschaftete Wiesen und Weiden) – TP 3: Wissensvermittlung und Bildung (Auf- bau eines Kursangebots, Einführung von Schultagen in einem Obstgarten) – TP 4: Entwicklung von Wertschöpfungsket- ten, um die Produkte aus Hochstammobst- gärten besser vermarkten zu können Begünstigte Kleinlandwirtinnen und -landwirte, Biodiversi- tät Kosten Fr. 291 980 Finanzierung Eigenleistung Fr. 15 000 Bund (FLS) Fr. – Standortkanton/-region Fr. 100 000 (Bürger-)Gemeinde Fr. 10 500 Andere Fr. 60 000 Restfinanzierung Die Restkosten von Fr. 106 480 sollen durch einen Beitrag des Kantons Zürich gedeckt werden. Gewünschter Beitrag einschliesslich 9% PBK Fr. 106 400 Beurteilung Die Teilprojekte 1 und 2 entsprechen den Richt- linien des Lotteriefonds, das Teilprojekt 3 mit den Massnahmen zum Einbezug von Schulen ebenso. Das gesamte Projekt ist aus ökologi- scher, landschaftlicher und ökonomischer Sicht sinnvoll und zu begrüssen. Das Projekt ist unter- stützungswürdig, jedoch sind Kürzungen ange- bracht, da nicht das Gesamtprojekt mitfinan- ziert werden kann. Beitrag des Kantons einschliesslich 9% PBK Fr. 80 000

Auf‌lage Die Gewährung des Beitrages ist an die Auf‌lage gebunden, dass der Beitrag des Lotteriefonds ausschliesslich zugunsten der TP 1 und 2 und beim TP 3 zugunsten der Schulprojekte einge- setzt wird. 10) Gemeinde Serravalle: Erhalt der Kulturlandschaft Selvapiana Region/Kanton Bleniotal, TI Verantwortlich Associazione degli amici di Selvapiana und SL für das Projekt Projektziel Erhalt und Aufwertung der wertvollen Kultur- landschaft Projektbeschrieb Der Weiler Selvapiana ist im kantonalen Inven- tar der schützenswerten Landschaften enthal- ten. Im kantonalen Kontext ist er einzigartig, weil er dank des aufwendigen Zugangs (histori- scher Verkehrsweg) seine ursprüngliche Bebau- ung und seine strukturellen Besonderheiten bis heute bewahren konnte. Die Projektarbeiten umfassen folgende Bereiche: – Instandstellen der Fusswege im Weiler Selva- piana – Instandstellen des historischen Saumpfades von Ludiano nach Selvapiana – Restaurieren des Oratoriums – Aufwerten der Kastanienselven und der land- wirtschaftlich genutzten Flächen – Pflegen und Aufwerten von Biotopen sowie – das Ausarbeiten von Informations- und Bil- dungsmaterial für Einheimische und Gäste Begünstigte Einheimische, Gäste des Valle di Blenio, Bio- diversität Kosten Fr. 1 027 000 Finanzierung Eigenleistung Fr. 62 200 Bund (FLS) Fr. 97 000 Standortkanton/-region Fr. 275 200 (Bürger-)Gemeinde Fr. 133 700 Andere Fr. 73 900 Restfinanzierung Die Restkosten von Fr. 385 000 sollen durch einen Beitrag des Kantons Zürich gedeckt werden. Gewünschter Beitrag einschliesslich 9% PBK Fr. 385 000

Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Eine Sanierung der Wege und Gebäude ist angebracht. Die geplanten Mass- nahmen sind sinnvoll. Die bisher ausgeführten Arbeiten zeugen von grosser Sorgfalt und Au- genmass im Umgang mit den naturräumlichen Verhältnissen. Eine Kürzung am nachgesuchten Beitrag ist angezeigt, da die Gemeinde schon mehrfach mit Geldern des Lotteriefonds unter- stützt wurde. Beitrag des Kantons einschliesslich 9% PBK Fr. 200 000 Hinweis Die Gewährung des Beitrages ist mit dem Hin- weis zu verbinden, dass die geplanten Massnah- men zu priorisieren sind. 11) Gemeinde Acquarossa: Erhalt der Kulturlandschaft Monti di Dongio und Valle delle Döisgia Region/Kanton Bleniotal, TI Verantwortlich Associazione Amici del Simano und SL für das Projekt Projektziel Pflege der wertvollen Kulturlandschaft im Valle della Döisgia und auf den Monti di Dongio Projektbeschrieb Das Bleniotal ist reich an kulturlandschaftlich wertvollen Bauten und Anlagen, u. a. an Gebäu- den und historischen Verkehrswegen von natio- naler, regionaler oder lokaler Bedeutung. Zwi- schen den grossen Seitentälern Val Sol und Valle Malvaglia gibt es ein kleines, namenloses Tal, das sich oberhalb von Dongio und Motto öffnet. Das Tal, alpwirtschaftlich genutzt, bildet eine wertvolle Kulturlandschaft und soll mit gezielten Massnahmen aufgewertet werden. Dieses Pflege- projekt umfasst folgende Bereiche: – Instandstellen von historischen Bauten (Ge- bäude, Torchio, Trockenmauern) – Restaurieren eines historischen Weges von nationaler Bedeutung sowie von mehreren Alpwegen – Erhalt von kulturgeschichtlich wertvollen Ele- menten der Kulturlandschaft (Sprügh, Brun- nen, Brücke)

– Aufwerten von alpwirtschaftlich genutzten Flächen – Aufwerten von Birkhuhn-Lebensräumen – das Ausarbeiten von Informationsmaterial für Einheimische und Gäste Begünstigte Landwirtinnen und Landwirte, Bevölkerung, Gäste des Bleniotals, Biodiversität Kosten Fr. 1 013 120 Finanzierung Eigenleistung Fr. 76 346 Bund (FLS) Fr. 136 413 Standortkanton/-region Fr. 316 040 (Bürger-)Gemeinde Fr. 196 000 Andere Fr. 100 000 Restfinanzierung Die Restkosten von Fr. 188 321 sollen durch einen Beitrag des Kantons Zürich gedeckt werden. Gewünschter Beitrag einschliesslich 9% PBK Fr. 188 300 Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das Projektgebiet weist eine reich- haltige Flora und Fauna auf. Eine extensive Be- weidung ist wichtig, da ansonsten die Biodiver- sität verloren geht. Für die Beweidung sind mini- male Strukturen (Wege, Unterkünfte) erforder- lich. Die geplanten Massnahmen helfen mit, die historische Bausubstanz und gleichzeitig die Biodiversität zu erhalten. Beitrag des Kantons einschliesslich 9% PBK Fr. 188 000 Auf‌lage Die Gewährung des Beitrages ist mit folgender Auf‌lage verbunden: Die SL hat ihre Möglichkei- ten zu nutzen, damit die im Inventar Verkehrs- wege der Schweiz als national eingestuften Ob- jekte in das kantonale Wanderwegnetz einge- bunden werden. 12) Gemeinde Quinto: Instandstellung des historischen Verkehrsweges Altanca–Piora Region/Kanton Obere Leventina, TI Verantwortlich Patriziato di Altanca, Patriziato generale di für das Projekt Quinto, Gemeinde Quinto und SL Projektziel Wiederinstandsetzen des historischen Weges

Projektbeschrieb Der alte Saumpfad vom Dorf Altanca bis ins Val Piora stellt die historische Route dar, die in der Vergangenheit die obere Leventina mit dem Kanton Graubünden verband (der Weg ist im Inventar der historischen Verkehrswege in der Schweiz aufgeführt). Bis zum Beginn des 20. Jahr- hunderts spielte der Saumpfad eine zentrale Rolle, verlor nach dem Bau der Standseilbahn und der Strasse zum Wasserkraftwerk Ritom je- doch zunehmend an Bedeutung. Aufgrund der Vernachlässigung in den letzten Jahrzehnten und der Wettereinflüsse hat die historische Sub­ stanz des Weges Schaden genommen. Der Weg soll saniert werden. Das Projekt umfasst: – das Beheben der Mängel und gleichzeitig – das Aufwerten in historischer, kultureller und landwirtschaftlicher Sicht (Reparatur beschä- digter Wegabschnitte, Entbuschungen, Weide- säuberungen) – Sanieren der Wasseraustritte – Sanieren von Trockenmauern – Ausarbeiten von Informationsmaterial Begünstigte Einheimische, Gäste Kosten Fr. 503 520 Finanzierung Eigenleistung Fr. 10 000 Bund (FLS) Fr. 187 000 Standortkanton/-region Fr. 85 000 (Bürger-)Gemeinde Fr. 45 000 Andere Fr. 3 000 Restfinanzierung Die Restkosten von Fr. 173 520 sollen durch einen Beitrag des Kantons Zürich verringert werden. Gewünschter Beitrag einschliesslich 10% PBK Fr. 130 000 Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die geplanten Instandstellungs-, Reparatur- und Ersatzmassnahmen entsprechen den hohen Anforderungen an den Umgang mit historischer Bausubstanz. Beitrag des Kantons einschliesslich 10% PBK Fr. 130 000

Auf‌lage Die Gewährung des Beitrages ist mit folgender Auf‌lage verbunden: Die SL hat ihre Möglichkei- ten zu nutzen, damit die instand gestellten Weg- strecken ins Wanderwegnetz des Kantons Tessin eingebunden werden (dies gilt insbesondere für den noch nicht eingebundenen Abschnitt B7). 13) Gemeinde Avegno Gordevio: Prioritäre Aufwertungsmassnahmen für die Kulturlandschaft Region/Kanton Unteres Maggiatal, TI Verantwortlich Patriziato di Avegno und SL für das Projekt Projektziel Aufwerten der wertvollen Kulturlandschaft von Avegno Projektbeschrieb Die Kulturlandschaft rund um Avegno ist von hohem baukulturellem und landschaftlichem Wert. Auf kleiner Fläche finden sich hier zahl- reiche Natur- und Kulturelemente. Mit den bis- herigen Projektarbeiten konnten einige bedeu- tende Elemente wie Grotti instand gesetzt wer- den. Als Teil der nächsten Aufwertungsphase sind folgende Massnahmen geplant: – Instandstellen weiterer Kulturgüter und Tro- ckenmauern sowie die Erarbeitung einer Übersichtskarte dieser Bauten – Aufwerten und Pflege der Biodiversität mit- tels Offenhaltung von Flächen – Wiedergewinnen ehemaliger extensiver Land- wirtschaftsflächen und von verbuschten Ter- rassierungen – Inwertsetzen der instandgesetzten Land- schaftselemente mittels geeigneter Signali- sierung vor Ort und der Beschreibung auf der Webseite – Ausarbeiten von Informations- und Bildungs- material – Durchführen von Bildungsanlässen mit dem Ziel der Umweltbildung Begünstigte Einheimische, Gäste

Kosten Fr. 1 331 210 Finanzierung Bund (FLS) Fr. 106 000 Standortkanton/-region Fr. 275 000 (Bürger-)Gemeinde Fr. 225 000 Andere Fr. 159 900 Restfinanzierung Die Restkosten von Fr. 565 310 sollen durch einen Beitrag des Kantons Zürich verringert werden. Gewünschter Beitrag einschliesslich 9% PBK Fr. 365 300 Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die Kulturlandschaft rund um Avegno ist von hohem baukulturellem und land- schaftlichem Wert. Die Erhaltung der Kultur- güter (Kantinen, Grotti, Schmiede, Römerweg) und die Wiedergewinnung von traditionellen und ökologisch wertvollen Landschaftselementen stellen einen wesentlichen Beitrag für die Land- schaft von Avegno dar, indem die traditionelle Kulturlandschaft und heimische Geschichte er- halten und erlebbar bleiben. Beitrag des Kantons einschliesslich 9% PBK Fr. 365 000

3.3 Projekt der Stiftung Bergwaldprojekt (Projekt Nr. 14) Anzahl Gesamtsumme in Franken Eingereichte Projekte 1 500 000 Berücksichtigte Projekte 1 500 000

14) Freiwillige Arbeitswochen mit Erwachsenen sowie Schülerinnen und Schülern in den Kantonen Graubünden und Uri Region mehrere Einsatzorte in den Kantonen Grau- bünden und Uri Verantwortlich SBwP: Die Stiftung besteht seit 1987. Sie fördert für das Projekt den Erhalt, die Pflege und den Schutz des Wal- des und der Kulturlandschaft im Berggebiet ins- besondere durch Sanierungsarbeiten und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Be- lange des Bergwaldes. Hinweis Der Bergwald kann oftmals nicht kostendeckend gepflegt werden. Die SBwP bietet Arbeitswochen für Schülerinnen und Schüler sowie Erwachsene an. Während einer Woche führen die Teilneh- menden unter fachlicher Anleitung verschiedene Waldarbeiten wie Jungwaldpflege, Pflanzungen und Durchforstungen aus.

Projektziel Durchführen von freiwilligen Arbeitswochen für Erwachsene und Schülerinnen und Schüler aus dem Kanton Zürich, während denen die Teilnehmenden verschiedene Waldarbeiten er- ledigen. Projektbeschrieb Die Stiftung plant, auch im Zeitraum 2021–2024 Arbeitswochen durchzuführen. Mit dem ersuch- ten Beitrag möchte sie insgesamt 72 Arbeitsein- sätze (pro Jahr insgesamt zwölf Arbeitswochen mit insgesamt 90 Erwachsenen und sechs Arbeitswochen mit insgesamt 150 Schülerinnen und Schülern aus dem Kanton Zürich) durch- führen. Die Einsatzgebiete sind in den Kantonen Graubünden (Gemeinden Trin, Medel, Soazza, Disentis/Mustér und Arosa) und Uri (Schatt- dorf und Bürglen). Begünstigte Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Pro- jektwochen, lokale Bevölkerung, Berggängerin- nen und Berggänger Hinweis Für ein Projekt (eine Arbeitswoche bei Schüle- rinnen und Schülern, zwei Arbeitswochen bei Erwachsenen) werden je nach Gruppengrösse, -art sowie Dauer des Projekts Kosten zwischen Fr. 20 700 und Fr. 39 600 budgetiert. Davon kön- nen jeweils zwischen Fr. 10 000 und Fr. 30 000 durch Beiträge von Sponsoren und von anderen Kantonen und Gemeinden, in denen die Arbeits- wochen stattfinden, gedeckt werden. Kosten Fr. 1 447 200 Finanzierung Eigenleistung Fr. 462 800 Kantone Fr. 168 000 Standortgemeinden Fr. 168 000 Beiträge Dritter Fr. 148 400 Restfinanzierung Die offenen Kosten von Fr. 500 000 sollen durch den Lotteriefonds übernommen werden. Gewünschter Beitrag einschliesslich 8,5% PBK Fr. 500 000

Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die Stiftung leistet einen wert- vollen Beitrag zu Erhalt, Pflege und Schutz des Waldes im Berggebiet sowie der alpinen Kultur- landschaft und bietet den Teilnehmenden gleich- zeitig lehrreiche Einblicke in das Ökosystem Bergwald. Somit dient das Vorhaben auch dazu, Teile der Öffentlichkeit für die Belange des Wal- des zu sensibilisieren. Den Schülerinnen und Schülern bieten die Arbeitswochen eine sinn- volle Ergänzung zum schulischen Unterricht. Beitrag des Kantons einschliesslich 8,5% PBK Fr. 500 000

3.4 Projekt der Stiftung Umwelt Einsatz Schweiz (Projekt Nr. 15) Anzahl Gesamtsumme in Franken Eingereichte Projekte 1 500 000 Berücksichtigte Projekte 1 500 000

15) Einwöchige freiwillige Umwelteinsätze mit Jugendlichen und Erwachsenen im Berggebiet in den Kantonen Graubünden, Tessin, Uri und im Oberwallis Region Zahlreiche Einsatzorte in den Kantonen Grau- bünden, Tessin, Uri und im Oberwallis Verantwortlich SUS: Die Stiftung besteht seit 1976. Sie organi- für das Projekt siert und finanziert in der ganzen Schweiz pro Jahr rund 230 ein- und mehrwöchige Umwelt- einsätze zum Schutz und zur Pflege wertvoller Natur- und Kulturlandschaften. Dabei kann die Stiftung jedes Jahr auf die Mitarbeit von rund 3400 Jugendlichen und Erwachsenen zählen. Hinweis Infolge Abwanderung der einheimischen Berg- bevölkerung sind Berggemeinden und Alpkor- porationen auf Unterstützung bei Arbeiten an- gewiesen, die sonst nur schwer zu bewältigen sind. Dabei handelt es sich u. a. um das Mähen steiler Hänge, das Entbuschen von Alpweiden, den Unterhalt von Bergwegen und den Wieder- aufbau von zerfallenen Trockenmauern. Projektziele Durchführen von Arbeiten zum Schutz und zur Pflege wertvoller Natur- und Kulturlandschaf- ten; Sensibilisierung von Schülerinnen und Schü- lern und Erwachsenen für einen sorgfältigen Umgang mit Natur und Umwelt.

Projektbeschrieb Die SUS plant, im Zeitraum 2020–2023 rund 300 Arbeitswochen in den Kantonen Graubün- den, Tessin, Uri und im Oberwallis durchzufüh- ren. In diesem Zeitraum sollen rund 5520 Schü- lerinnen und Schüler sowie 720 Erwachsene an den Einsätzen teilnehmen, davon rund 1800 Schülerinnen und Schüler aus dem Kanton Zü- rich. Begünstigte Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Um- welteinsätzen, lokale Bevölkerung, Touristinnen und Touristen Hinweis Rund die Hälfte der Kosten eines Umweltein- satzes werden durch die jeweiligen Arbeitsgrup- pen und durch weiterverrechnete Kosten zulas- ten der Gemeinden bzw. Auftraggeber gedeckt. Die andere Hälfte muss die SUS durch Spenden bzw. Beiträge von Dritten decken. Kosten Fr. 3 732 050 Finanzierung Eigenleistung Fr. 800 000 Bund Fr. 54 000 Kantone Fr. 80 000 Standortgemeinden Fr. 2 103 000 Restfinanzierung Die offenen Kosten von Fr. 695 050 sollen durch Dritte und den Lotteriefonds übernommen wer- den. Gewünschter Beitrag Fr. 500 000 Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die SUS leistet einen wertvollen Beitrag zu Erhalt, Pflege und Schutz von Berg- wäldern, Naturschutzgebieten, Kulturdenkmä- lern und Infrastrukturen im Berggebiet. Die Teilnehmenden erhalten bei ihrer Arbeit einen umfassenden Einblick in die Ökosysteme im Berggebiet und werden für einen sorgfältigen Umgang mit der Natur und Umwelt sensibilisiert. Für die Schülerinnen und Schüler bieten die Umwelteinsätze eine sinnvolle Ergänzung zum schulischen Unterricht. Beitrag des Kantons Fr. 500 000

4. Überblick Im Rahmen der Inlandhilfe 2020 werden in den Kantonen GR, TI, UR und VS die folgenden Vorhaben unterstützt: Kanton Organisation Projekt Bezeichnung in Franken Nr. GR SPB 1 Schutzbauten am Cuolm da Latsch, 2. Etappe 127 000 SPB 2 Lawinenverbauung Tesa, Calanca 250 000 SPB 3 Erneuerung Güterstrassennetz, Flerden 500 000 SPB 4 Erneuerung Güterstrasse, Ilanz/Glion 243 000 SPB 5 Sanierung Alp Mughels, Schluein 106 000 SL 7 Trockenmauern Park Ela 110 000 SL 8 Landschaftsaufwertung Naturpark Beverin 372 000 SL 9 Hochstammobstgärten Unterengadin 80 000 SBwP 14 Arbeitseinsätze (Anteil nicht genau bezifferbar) 400 000 SUS 15 Arbeitseinsätze (Anteil nicht genau bezifferbar) 200 000 Total Graubünden 2 388 000 TI SPB 6 Aufwertung Alpweiden, Lavizzara 159 000 SL 10 Erhalt Kulturlandschaft Selvapiana, Serravalle 200 000 SL 11 Erhalt Kulturlandschaft Monti di Dongio und 188 000 Valle delle Döisgia SL 12 Instandstellung Verkehrsweg Altanca–Piora 130 000 SL 13 Aufwertung Kulturlandschaft Avegno 365 000 SUS 15 Arbeitseinsätze (Anteil nicht genau bezifferbar) 100 000 Total Tessin 1 142 000 UR SBwP 14 Arbeitseinsätze (Anteil nicht genau bezifferbar) 100 000 SUS 15 Arbeitseinsätze (Anteil nicht genau bezifferbar) 100 000 Total Uri 200 000 VS SUS 15 Arbeitseinsätze (Anteil nicht genau bezifferbar) 100 000 Total Wallis 100 000 Total alle Kantone 3 830 000

Dispositiv

Auf Antrag der Finanzdirektion beschliesst der Regierungsrat:

I. Die Finanzdirektion wird ermächtigt, folgende Inlandhilfebeiträge zulasten des Lotteriefonds auszurichten (Konto 4980 3650 4980): in Franken – der Schweizer Patenschaft für Berggemeinden 1 385 000 – der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz 1 445 000 – der Stiftung Bergwaldprojekt 500 000 – der Stiftung Umwelt Einsatz Schweiz 500 000 Total 3 830 000

II. Die Beitragsempfängerinnen werden verpflichtet, die bei den ein- zelnen Projekten aufgeführten Auf‌lagen einzuhalten.

III. Die Beitragsempfängerinnen werden verpflichtet, geeignete Mass- nahmen zur Verhinderung einer Zweckentfremdung der Mittel, insbe- sondere durch Korruption, Annahme von unrechtmässigen Leistungen zwecks Erzielens von Vorteilen oder den Rückfluss von Teilen einer ver- traglichen Zahlung («Kickback»), zu treffen.

IV. Resultiert nach Abschluss des Projekts eine Überfinanzierung, ist dem Lotteriefonds davon eine Rückerstattung entsprechend seinem An- teil an der Finanzierung des Projekts zu leisten.

V. Der Anspruch auf Auszahlung des Beitrages wird auf fünf Jahre seit diesem Beschluss befristet. Das Generalsekretariat der Finanzdirek- tion kann diese Fristen aus besonderen Gründen erstrecken.

VI. Der Lotteriefonds ist an geeigneter Stelle als Geldgeber zu erwäh- nen (wenn möglich unter Verwendung des Logos des Lotteriefonds).

VII. Mitteilung an die Finanzkommission des Kantonsrates, die Mit- glieder des Regierungsrates sowie an die Finanzdirektion.

Vor dem Regierungsrat Die Staatsschreiberin:

Kathrin Arioli