RRB Nr. 1294/2025
Programm zur Umsetzung der kantonalen IKT-Strategie, Abschluss
10 dicembre 2025Tedesco5 min
Source zh.ch
Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 10. Dezember 2025
1294. Programm zur Umsetzung der kantonalen IKT-Strategie (Abschluss)
Erwägungen
1. Ausgangslage Der Regierungsrat hat mit Beschluss Nr. 383/2018 eine neue kanto- nale IKT-Strategie festgelegt und die Finanzdirektion mit deren Um- setzung beauftragt. Mit der IKT-Strategie wird das Ziel verfolgt, die Grundlage für die Digitalisierung der kantonalen Verwaltung zu schaffen. Im Fokus steht dabei die Standardisierung der IKT-Grundversorgung zur Reduktion von Komplexität sowie die Nutzung von Synergien und Skaleneffekten zur Steigerung der Kosteneffizienz. Zur Umsetzung dieser Strategie wurde ein entsprechendes Programm initiiert (Programm IKT-ZH, vgl. RRB Nrn. 383/2018 und 625/2019). Mit zwölf Projekten zielt es darauf ab, eine einheitliche und zentral be- reitgestellte IKT-Grundversorgung einschliesslich Service Desk zu eta- blieren, die IKT-Prozesse und -Rollen verwaltungsweit zu harmonisie- ren sowie eine übergreifende IKT-Steuerung und ein zentrales Manage- ment der IKT-Sicherheit einzuführen. Per 30. Juni 2025 wurden zehn der insgesamt zwölf Projekte des Pro- gramms IKT-ZH abgeschlossen. Die beiden Projekte Plattformen und Rechenzentren (Projekt PRZ) und IKT-Grundversorgung an den kan- tonalen Schulen der Sekundarstufe II (Projekt Sek II) werden über das Jahr 2025 hinaus weitergeführt. Anschliessend an die Projektabschlüsse wurden im dritten und vier- ten Quartal 2025 die Abschlussarbeiten im Programm IKT-ZH durch- geführt. Die folgenden Beschlüsse des Regierungsrates markieren die wich- tigsten Meilensteine des Programms IKT-ZH: – Mit RRB Nr. 383/2018 wurde die kantonale IKT-Strategie festgesetzt und das Programm IKT-ZH zur Umsetzung der IKT-Strategie be- auftragt. – Mit RRB Nrn. 259/2019 und 260/2019 wurde das Projekt «IKT-Grund- versorgung Sek II» beauftragt und in das Programm IKT-ZH integ- riert. – Mit RRB Nr. 625/2019 wurden die Umsetzungsprojekte des Pro- gramms IKT-ZH freigegeben.
– Mit RRB Nr. 492/2020 wurden die Leistungen im Bereich der IKT- Grundversorgung (Los 1: Digitaler Arbeitsplatz, Los 2: Mobilität, Los 3: Unified Communications and Collaboration, Los 4: Backend- Infrastruktur) vergeben. Die weiteren Vergaben zur Umsetzung der IKT-Strategie erfolgten anschliessend mit RRB Nrn. 623/2020, 965/ 2020, 543/2021 und 931/2021. – Mit RRB Nr. 1558/2022 erfolgte eine Vergabeerhöhung für das IT- Service-Management-System und mit RRB Nr. 895/2024 eine Ver- gabeerhöhung zur Umsetzung der IKT-Strategie. – Mit RRB Nr. 489/2025 wurden die finanziellen Mittel und personel- len Mittel für die Weiterführung des Projekts PRZ sowie den Platt- formbetrieb, den Applikationsbetrieb und das Applikationsmanage- ment der serverbasierten Applikationen im Zeitraum bis 2030 bewil- ligt.
2. Zielerreichung des Programms IKT-ZH Die mit dem Programm IKT-ZH verfolgten inhaltlichen Ziele wur- den überwiegend erreicht: – Die verwaltungsweite IKT-Organisation (Direktionen, Amt für In- formatik [AFI]) und IKT-Governance sind gemäss der IKT-Strategie umgesetzt. Die verwaltungsweiten IKT-Prozesse und -Rollen sind beschrieben und insbesondere die betrieblichen IKT-Prozesse und -Rollen zur täglichen Zusammenarbeit zwischen Enduserinnen und -usern in den Direktionen sowie der Staatskanzlei und AFI sind eta- bliert. Ebenfalls im Rahmen des Programms IKT-ZH etabliert wur- de die heutige Organisation im Bereich der Informationssicherheit. In den sechs Jahren der Umsetzung des Programms IKT-ZH ist die verwaltungsweite IKT-Organisation (IKT-Abteilungen der Direktio- nen sowie der Staatskanzlei und AFI) mit ihren gesamthaft mehr als 500 IKT-Mitarbeitenden enger zusammengewachsen, wobei das ge- meinsame Prozess- und Rollenverständnis den gegenseitigen Aus- tausch und die Zusammenarbeit erleichtern. – Die standardisierte und zentralisierte IKT-Grundversorgung in den Bereichen digitaler Arbeitsplatz, Unified Communications and Col- laboration, Netzwerk und Identity and Access Management sowie der zentrale IKT-Support wurden bereitgestellt. Somit verfügt die kan- tonale Verwaltung heute über eine leistungsfähige, harmonisierte IKT-Grundversorgung, die auch eine einheitliche technologische Grundlage für die Weiterentwicklung der Applikationslandschaft bietet. Gegenüber der ehemals heterogenen IKT-Grundversorgung ist die Komplexität deutlich verringert, wodurch künftig Skalen- effekte im Betrieb und in der Wartung erzielt werden können.
Auch in Bezug auf die Umsetzungsziele wurden die gesteckten Ziele zum grössten Teil erreicht: Die Direktionen und die Staatskanzlei waren in das Programm IKT-ZH eingebunden, die Programmarbeiten waren mit der digitalen Verwaltung abgestimmt, die personellen Mittel waren grundsätzlich vorhanden und die Beteiligten und Betroffenen wurden zur Umsetzung laufend informiert. Trotz dieser Erfolge bestehen Abweichungen zur vollständigen Um- setzung der IKT-Strategie: Mehrere IKT-Prozesse sind noch nicht ab- schliessend definiert oder verankert. Ausserdem befinden sich das Pro- jekt PRZ und das Projekt Sek II weiterhin in der Umsetzung und die Betriebsorganisationen in diesen Bereichen befinden sich noch im Auf- bau. Ein allfälliger zusätzlicher Mittelbedarf für das Projekt Sek II wird gegebenenfalls über das Programm «Digitaler Wandel an kantonalen Schulen der Sekundarstufe II» (DiWaSekII) der Bildungsdirektion be- antragt.
3. Ausblick Um die Umsetzung der IKT-Strategie vollständig abzuschliessen und die nachhaltige Verankerung und Wirkung sicherzustellen, erfolgen im Zeitraum 2026 bis 2027 eine Phase der Konsolidierung und Weiterent- wicklung sowie die Erneuerung der IKT-Strategie für den Zeitraum ab 2028. Für 2026–2027 wurde parallel zu den Programmabschlussarbeiten im dritten und vierten Quartal 2025 ein Portfolio von Umsetzungsprojek- ten erarbeitet. Mit dem weiteren Vorgehen wird sich das Gremium Steuerung Digitale Verwaltung und IKT im ersten Quartal 2026 befas- sen. Die Abrechnung der Kosten für das Programm IKT-ZH und die Pro- jekte erfolgt für die einzelnen Projekte im Rahmen der ordentlichen Kreditabrechnungen.
4. Stellungnahme des Gremiums Steuerung Digitale Verwaltung und IKT Das Gremium Steuerung Digitale Verwaltung und IKT hat den An- trag an der Sitzung vom 27. November 2025 zuhanden des Regierungs- rates vorberaten und diesem gestützt auf die Programmschlussbeurtei- lung IKT-ZH zugestimmt.
Dispositiv
Auf Antrag der Finanzdirektion beschliesst der Regierungsrat:
I. Das Programm zur Umsetzung der kantonalen IKT Strategie (Pro- gramm IKT-ZH) wird per 10. Dezember 2025 abgeschlossen.
II. Mitteilung an die Direktionen des Regierungsrates und die Staats- kanzlei.
Vor dem Regierungsrat Die Staatsschreiberin:
Kathrin Arioli