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Decisione

RRB Nr. 237/2009

Lotteriefonds, Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2009, 2. Serie

11 febbraio 2009Tedesco27 min

Source zh.ch

Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 11. Februar 2009

237. Lotteriefonds des Kantons Zürich (Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2009, 2. Serie) Gemäss § 61 Abs. 3 des Gesetzes über Controlling und Rechnungs- legung kann der Regierungsrat in eigener Zuständigkeit aus den all- gemeinen Mitteln des Lotteriefonds pro Jahr Beiträge bis 10 Mio. Fran- ken bewilligen. Der einzelne Beitrag darf dabei Fr. 500 000 nicht über- steigen. Mit Beschluss Nr. 1503/2007 bewilligte der Regierungsrat der Staats- kanzlei aus dem Lotteriefonds ab 1. Januar 2009 einen jährlichen Bei- trag von höchstens Fr. 200 000 zugunsten des Kontos «Staatsbeiträge an Kongresse, Veranstaltungen usw.». Dieser Betrag muss der Summe, die dem Regierungsrat in eigener Zuständigkeit pro Jahr zur Verfügung steht, angerechnet werden. Dadurch verringert sie sich auf Fr. 9 800 000. Zulasten dieses Betrages sind bis anhin Fr. 1 088 000 bewilligt (dieser Betrag war als 5. Serie der Beiträge 2008 eingereicht worden, wurde aber erst Anfang 2009 – folglich als 1. Serie der Beiträge 2009 – be- willigt). Somit stehen dem Regierungsrat zulasten der Quote 2009 noch Fr. 8 712 000 zur Verfügung. Die Finanzdirektion beantragt im Einvernehmen mit den zustän- digen Fachdirektionen im Rahmen einer 2. Serie 2009 die folgenden Beitragsleistungen aus dem Lotteriefonds:

1. Digitalisierung der analogen Hörbuchbestände der SBS Bereiche Soziales, Bildung Gesuchstellende Verein Schweizerische Bibliothek für Blinde Organisation und Sehbehinderte SBS: Die SBS mit Sitz in Zürich hat das Ziel, Blinden und Sehbehinder- ten den Zugang zu Literatur jeglicher Art zu ermöglichen. Projektrahmen Vor elf Jahren begann die SBS, Hörbücher und Hörzeitschriften digital aufzunehmen. Dadurch ereichte sie eine erhebliche Verbes- serung in der Vermittlung von Information und Literatur an Blinde und Sehbehinderte. Projektinhalt Seit Anfang 2008 überträgt die SBS ihre noch analog aufgenommenen Hörbücher ins digi- tale Format. Bis 2011 soll die Umwandlung der rund 7000 vorhandenen Analog-Titel abge- schlossen sein.

Bemerkung Gemäss Richtlinien des Lotteriefonds sind Bei- träge an Projekte, deren Umsetzung bereits begonnen hat, nicht mehr möglich. Beim Ge- such der SBS handelt es sich jedoch um ein überkantonales Vorhaben, bei dem der Kan- ton einen Beitrag leisten muss, wenn er mög- liche Beitragsleistungen anderer Kantone nicht gefährden will. Gesamtkosten Fr. 570 500 Finanzierung Zur Finanzierung des Vorhabens ersucht der Verein SBS die Deutschschweizer Kantone um einen Beitrag von insgesamt Fr. 217 800. Dieser Betrag soll entsprechend dem pro- zentualen Anteil der SBS-Nutzerinnen und -Nutzer, die im jeweiligen Kanton Wohnsitz haben, aufgeteilt werden. Auf den Kanton ent- fallen Fr. 67 500. Der Bund übernimmt mit Fr. 285 000 die Hälfte der Gesamtkosten. Die Stadt Zürich hat einen Beitrag von Fr. 67 500 zugesagt. Stellungnahme Die Sicherheitsdirektion befürwortet eine Bei- tragsleistung von Fr. 67 500. Bemerkung Die Konferenz der kantonalen Sozialdirekto- rinnen und -direktoren empfiehlt den Kanto- nen, das Vorhaben zu unterstützen. Würdigung Das Vorhaben erleichtert Blinden und Seh- behinderten den Zugang zu Informationen und fördert somit deren soziale und berufliche Eingliederung. Bewilligter Betrag Fr. 67 500

2. Nachlass Albert Schweitzer in der Zentralbibliothek Zürich Bereiche Kultur, Bildung Gesuchstellende Zentralbibliothek Zürich (ZB): Eine der wich- Organisation tigsten Aufgaben der Kantons-, Stadt- und Universitätsbibliothek ist es, Nachlässe von Zürcher Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur und Politik fachgerecht aufzubewah- ren, zu erschliessen und der interessierten Öffentlichkeit sowie der Forschung zugäng- lich zu machen. Projektrahmen Albert Schweitzer (1875 bis 1965), bedeuten- der Theologe, Organist, Bach-Forscher, Arzt und Philosoph ist zwar kein Bürger von Stadt

und Kanton Zürich, doch war er mit Zürich über Freundschaften und die Ehrendoktor- würde verbunden. Sein Nachlass besteht im Wesentlichen aus handschriftlichen und ma- schinengeschriebenen Skizzen und Entwürfen aus der Zeit von 1904 bis zum Beginn der Sechzigerjahre. Die Manuskripte umfassen alle grösseren wissenschaftlichen Arbeitsbe- reiche Schweitzers. Dieser Nachlass soll vom Depot der Erben ins Eigentum der ZB über- führt werden. Eine unabhängige Schätzung ergab einen Verkaufswert von 2,7 Mio. Fran- ken (einzeln verkauft, könnte mit den Manu- skripten ein weitaus grösserer Ertrag erzielt werden). Projektinhalt In Verhandlungen mit den Erben hat die ZB erreicht, dass sie den gesamten Nachlass für 1 Mio. Franken erwerben kann. Gesamtkosten Fr. 1 000 000 Gewünschter Betrag Fr. 500 000 Übrige Finanzierung Die Evangelisch-reformierte Landeskirche des Kantons Zürich beteiligt sich mit Fr. 50 000. Verschiedene Stiftungen und Sponsoren haben Fr. 450 000 zugesagt. Stellungnahmen Die Fachstelle Kultur der Direktion der Justiz und des Innern und die Bildungsdirektion be- fürworten einen Beitrag von Fr. 500 000. Würdigung Angesichts der grossen Bedeutung des schrift- lichen Nachlasses von Schweitzer ist dieser Beitrag gerechtfertigt. In der ZB steht er der wissenschaftlichen Forschung und der Öffent- lichkeit zur Verfügung. Bewilligter Betrag Fr. 500 000

3. Umzug und Innenausbau des Familienzentrums Winterthur Bereiche Soziales, Bildung Gesuchstellende Verein Familienzentrum Winterthur: Der Ver- Organisation ein sorgt für den Aufbau und Betrieb eines Zentrums für Eltern mit Kindern von fünf Jahren. Das Zentrum bietet den Eltern Ausbil- dungs- und Begegnungsmöglichkeiten und entspricht dadurch einer niederschwelligen, bedarfsgerechten Art der Familienförderung.

Projektrahmen In den vergangenen Jahren stieg die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Kur- sen des Familienzentrums. Es steht heute an der räumlichen Grenze seiner Leistungsfähig- keit. Damit es sein Dienstleistungsangebot halten bzw. verbessern kann, ist eine Erweite- rung unumgänglich. Projektinhalt Deshalb plant das Zentrum auf Frühjahr 2009 den Umzug aus der Altstadt ins Sidiareal. Mit eigenen Mitteln muss es den Rückbau des bis- herigen Mietobjektes, den Umzug an den neuen Standort und den bedarfsgerechten dortigen Um- und Innenausbau abdecken. Dazu zählen die Aufteilung einzelner Räume mit Schiebewänden, Anpassungen der sanitä- ren Anlagen zur Benutzung durch behinderte Menschen und die Einrichtung einer Baby- und Stillecke. Gesamtkosten Fr. 330 000 Gewünschter Betrag Fr. 150 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung des Familienzentrums be- trägt Fr. 10 000. Die Stadt Winterthur beteiligt sich mit Fr. 100 000. Verschiedene Stiftungen haben insgesamt Fr. 55 000 zugesagt. Stellungnahmen Die Bildungsdirektion befürwortet eine Bei- tragsleistung von Fr. 150 000. Die Baudirektion spricht sich für einen Beitrag von Fr. 100 000 aus. Sie begründet ihren Kürzungsantrag mit zu hoch veranschlagten Ausbaukosten insbe- sondere bei den Elektroanlagen und für die Honorare. Würdigung Die Dienstleistungen des Familienzentrums sind wertvoll und entlasten den Kanton. Ein Beitrag ist deshalb gerechtfertigt. Allerdings können die Kosten verringert werden. Des- halb ist eine Angleichung des Beitrages an die Leistung der Stadt Winterthur gerechtfertigt. Bewilligter Betrag Fr. 100 000

4. Investitionen Kindertheater PurPur Bereiche Freizeit, Bildung Gesuchstellende Trägerverein Kindertheater PurPur: Der Ver- Organisation ein betreibt seit mehreren Jahren in Zürich ein Kindertheaterhaus mit dem Zweck, dem pro-

fessionellen Kindertheater hier eine Auftritts- möglichkeit zu bieten und es Kindern zu er- möglichen, eigene Aufführungen zu zeigen. Projektrahmen Das Theaterhaus ist mittlerweile ein wichtiger Bestandteil der Zürcher Kinderkulturland- schaft. Dies auch, weil es als Veranstaltungsort für Produktionen dient, die der Sektor schule& kultur des Volksschulamtes den Kindergärten und Primarschulklassen anbietet. Seit 2003 be- suchten rund 1100 Schülerinnen und Schüler eine Aufführung. Den Betrieb des Hauses si- chert der Verein über die Mitgliederbeiträge, Eintritte, Kursgelder, Einnahmen aus Vermie- tungen und durch einen Betriebsbeitrag der Stadt Zürich (2008: Fr. 40 000). Projektinhalt Wegen Auflagen (Feuerpolizei) und aus be- trieblichen Gründen sind folgende Investi- tionsmassnahmen notwendig geworden: Bau- liche Ergänzungen beim Zuschauerraum, der Einbau eines zweiten Notausgangs (zur Erhö- hung der zulässigen Zuschauerzahl von 50 auf 70), Erneuerungen bei der Bühnentechnik (drei neue Frontscheinwerfer, Revision des Lichtmischpultes), eine Modernisierung des Administrativbereiches (Ersatz PC und Mini- server, der Datenverwaltung und -verar- beitung) sowie kleinere bauliche Anpassun- gen (Schmutzschleuse, Garderobe und Velo- ständer). Gesamtkosten Fr. 58 500 Gewünschter Betrag Fr. 40 000 bis Fr. 50 000 Übrige Finanzierung Der Trägerverein verfügt über kein Eigen- kapital, deshalb besteht seine Eigenleistung im Erbringen von Gratisarbeit. Die Stadt Zü- rich übernimmt wegen ihrer Betriebsbeiträge keine Kosten der anstehenden Umbauar- beiten und Anschaffungen. Somit muss der Restbetrag vollständig durch Dritte gedeckt werden. Stellungnahmen Die Bildungsdirektion erachtet die geplanten Massnahmen als sinnvoll und befürwortet eine Beitragsleistung von Fr. 40 000. Die Baudirek- tion befürwortet eine Beitragsleistung von

Fr. 25 000. Die Fachstelle Kultur der Direktion der Justiz und des Innern bezeichnet die ge- planten Investitionen als ausgewiesen und befürwortet ebenfalls eine Beitragsleistung von Fr. 40 000. Würdigung Mit einem grösseren Zuschauerraum und ver- besserten technischen Anlagen können die Aus- lastungsquote und die Vermietungsmöglich- keiten des Theaters erhöht werden. Wegen der grossen Bedeutung des Theaters im Bereich Kinderkultur ist ein Beitrag von Fr. 40 000 gerechtfertigt. Bewilligter Betrag Fr. 40 000

5. Ankauf Gemälde «Bildnis Auguste Graff» Bereich Kultur Gesuchstellende Stiftung Jakob Briner, Winterthur: Zweck der Organisation Stiftung ist es, eine ihr 1959 von Briner über- tragene Gemäldesammlung (vorwiegend Ge- mälde aus dem 15. bis 17. Jahrhundert) zu erhalten und in Winterthur einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Projektrahmen Der Winterthurer Kunstmaler Anton Graff (1736–1813) gilt als bedeutender Porträtist sei- ner Zeit. Die Stiftung verfügt bereits über ein Gemälde von ihm. Er hat seine Gattin dreimal porträtiert; eines dieser Porträts ist der Stif- tung zum Kauf angeboten worden. Es stammt aus der Zeit um 1772. Projektinhalt Das Bild befindet sich in ausgezeichnetem Zustand. Der Kaufpreis beträgt Fr. 35 000 und erscheint im Vergleich zu ähnlichen Arbeiten als gemässigt. Allerdings muss es für die Präsen- tation im Museum noch restauriert werden. Gesamtkosten Fr. 40 000 Gewünschter Betrag Fr. 25 000 Übrige Finanzierung Die Stadt Winterthur übernimmt die Restau- rierungskosten von Fr. 5000. Der Restbetrag wird durch die Stiftung getragen. Stellungnahme Die Fachstelle Kultur der Direktion der Justiz und des Innern befürwortet eine Beitrags- leistung von Fr. 25 000.

Würdigung Das Gemälde wird nach der Restaurierung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es stellt eine sinnvolle Ergänzung der Sammlung Briner dar. Bewilligter Betrag Fr. 25 000

6. Investitionen und Anschubfinanzierung Bereiche Kultur, Soziales Gesuchstellende Radgenossenschaft der Landstrasse RdL: Sie Organisation vertritt als Dachorganisation des Fahrenden Volkes der Schweiz die Interessen der Jeni- schen und betreibt in Schlieren ein Dokumen- tationszentrum. Projektrahmen Das Zentrum besteht seit fünf Jahren. Dort stehen einige Erneuerungsarbeiten an. Zudem hat die RdL mit der Planung eines grossen Sprachenprojektes («Jenische Sprache») be- gonnen. Projektinhalt Im Zentrum muss der Fussboden erneuert werden, sodann ist eine Erweiterung der Me- diothek mit Büchern und Filmen und dem Kauf eines Stellmöbels vorgesehen. Zudem beabsichtig die RdL, das Video «Kinder der Landstrasse» zu digitalisieren und eine Anzahl DVD herstellen zu lassen (Kosten insgesamt: Fr. 23 300). Unabhängig von diesen kleinen Einzelvorhaben plant die RdL, das Jenische im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersu- chung zu dokumentieren und danach ein ent- sprechendes Wörterbuch herauszugeben. Für dieses Vorhaben bestehen zurzeit vage Über- legungen. Ein erster Arbeitsschritt besteht darin, von einer Fachperson ein Grobkonzept ausarbeiten zu lassen (Kosten: Fr. 31 000). Die RdL hat für spätere Arbeitsschritte eine vorläufige Beitragszusage des Bundes an die geschätzten Kosten von rund Fr. 640 000 er- halten. Gesamtkosten für anstehende Investitionen und Grobkonzept Fr. 54 300 Gewünschter Betrag Fr. 30 000 Übrige Finanzierung Die offenen Kosten sind durch Beiträge von Stiftungen und vor allem von Kirchgemeinden zu decken.

Stellungnahmen Die Baudirektion hat das Gesuch in baulicher Hinsicht geprüft. Sie begrüsst eine Beitragsleis- tung. Die Fachstelle Kultur hat die übrigen In- vestitionen sowie das Grobkonzept «Jenische Sprache» geprüft. Sie empfiehlt eine Beitrags- leistung von Fr. 30 000. Würdigung Die Tätigkeiten der RdL sind unterstützens- wert. In Anerkennung der wichtigen Arbeit der Genossenschaft ist eine Unterstützung für die baulichen Arbeiten und für das Grobkon- zept «Jenische Sprache» gerechtfertigt. Bewilligter Betrag Fr. 30 000 Bemerkung Es ist davon auszugehen, dass der Kanton 2012 um einen Beitrag an die Herausgabe des Jeni- schen Wörterbuches ersucht wird.

7. Förderung der Biodiversität im Bachsertal Bereiche Naturschutz, Bildung Gesuchstellende Naturschutzverein Bachsertal: Der Verein Organisation feiert 2009 sein 75-jähriges Bestehen. Seit 1999 fördert er vor allem Massnahmen zur ökolo- gischen Bereicherung des Tales. Projektrahmen 2009 will der Verein unter dem Motto «Bio- diversität im Bachsertal» zahlreiche Jubi- läumsvorhaben verwirklichen. Ziel dieser Tätig- keiten ist, der Bevölkerung die einheimische Natur und Landschaft näher zu bringen. Projektinhalt Der Lotteriefonds wird um die Mitfinanzie- rung der folgenden Jubiläumsaktivitäten er- sucht: – An mehreren Stellen werden Aufwerte- massnahmen durchgeführt. Wichtige Stand- orte erhalten Informationstafeln zu Land- schaft und Natur (Kosten insgesamt Fr. 8200). – Für insgesamt Fr. 11 800 möchte der Verein drei Publikationen herausgeben (Broschü- re «Natur und Landschaft im Bachsertal» mit allgemeinen Informationen zu wichti- gen Elementen der Landschaft wie Wälder, Hecken, Magerwiesen usw., ergänzt mit Ex- kursions-Hinweisen; «Naturkarte Bachser- tal» als Ergänzung zur Broschüre; Jubi-

läumsbroschüre zur Geschichte des Vereins und zur Geschichte des Landschafts- und Naturschutzes im Bachsertal). Gesamtkosten Fr. 49 600 Gewünschter Betrag Fr. 15 000 Übrige Finanzierung Der Naturschutzverein leistet Gratisarbeit für rund Fr. 18 000. Von den Gemeinden Bachs, Fisibach und Kaiserstuhl werden Fr. 1500 er- wartet. Der Restbetrag muss durch Dritte gedeckt werden. Stellungnahme Die Baudirektion wünscht eine Beitrags- leistung von Fr. 15 000. Würdigung Der Naturschutzverein Bachsertal leistet en- gagierte Arbeit. Die Jubiläumsprojekte über- zeugen inhaltlich, zudem ist eine grosse Breiten- wirkung zu erwarten. Bewilligter Betrag Fr. 15 000

8. Eröffnungsfest Westumfahrung Zürich, 24.–26. April 2009 Bereich Feste, Freizeit Gesuchstellende Baudirektion, Tiefbauamt Organisation Projektrahmen Nach 13-jähriger Bauzeit wird am Donners- tag, 23. April 2009, die Westumfahrung Zürich mit einem Festakt eröffnet. Daran soll ein dreitägiges Fest («WestFest») für die breite Bevölkerung anschliessen. Für die Organisa- tion des Anlasses sind die Baudirektion (Tief- bauamt) und die Staatskanzlei verantwortlich. Das WestFest-Hauptgelände liegt beim Auto- bahndreieck Zürich West. Die Kantone Zug und Aargau beteiligen sich mit Beiträgen aus ihren Lotteriefonds am Fest und erhalten im Gegenzug Auftrittsmöglichkeiten. Die Organi- satoren erwarten bei schönem Wetter bis zu 250 000 Besucherinnen und Besucher. Projektinhalt Das WestFest umfasst zahlreiche Attraktionen: Neben Ausstellungen (zum Bauwerk, zu Blau- lichtorganisationen usw.) und sportlichen Wett- kämpfen ist ein umfangreiches musikalisches Rahmenprogramm geplant. An den drei Festtagen treten insgesamt 25 Gruppen und Formationen (vor allem aus dem Kanton) auf.

Die Kosten dieser Auftritte betragen insge- samt Fr. 323 876 und sollen durch den Lotte- riefonds übernommen werden. Für den Sonn- tag, 26. April 2009, ist ein Grosskonzert von DJ Bobo (zum Spezialpreis von rund Fr. 250 000) geplant. Für diesen Auftritt wünscht das OK des WestFestes einen Lotte- riefondsbeitrag von Fr. 176 124. Gesamtkosten Fr. 5 500 000 Gewünschter Betrag Fr. 500 000 Übrige Finanzierung Mit RRB Nr. 1116/2008 hat der Regierungsrat das Budget des WestFestes im Betrag von 5,5 Mio. Franken genehmigt: Dem Strassen- baufonds können Fr. 2 450 000 entnommen werden. Die Kantone Zug und Aargau leis- ten je Fr. 300 000. Von Sponsoren werden Fr. 1 000 000 und aus Abgaben/Einnahmen (Lunapark, Gastro, Festpässe, Ausstellungen usw.) werden Fr. 950 000 erwartet. Stellungnahmen Die Baudirektion, die Fachstelle Kultur der Direktion der Justiz und des Innern und die Staatskanzlei befürworten eine Beitragsleis- tung von Fr. 500 000. Würdigung Dem Anlass kommt überkantonale Bedeu- tung zu. Ein grosszügiger Beitrag ist deshalb gerechtfertigt. Bewilligter Betrag Fr. 500 000 Auflage Der Beitrag von Fr. 500 000 stellt ein Kosten- dach dar. Sollte das Defizit des Anlasses gerin- ger ausfallen als budgetiert, verringert sich der Lotteriefondsbeitrag entsprechend.

9. Film zum Thema Lese- und Schreibschwäche Bereiche Bildung, Soziales Gesuchstellende Verein Lesen und Schreiben für Erwachsene, Organisation Bern: Der Verein setzt sich ein gegen die Aus- breitung fehlender oder mangelhafter Lese- und Schreibfähigkeit (Illetrismus) Projektrahmen In der Schweiz leben fast eine Million Men- schen, die trotz Schulbesuch nicht oder nur mangelhaft lesen und schreiben können. Dies stellt einerseits für die Betroffenen eine schwere Belastung dar (Scham, eingeschränkte

Möglichkeiten, Ausgrenzung), anderseits ver- ursacht dies hohe Sozialkosten. In zahlreichen Kantonen bieten Organisationen kostengüns- tige Nachholbildung an. Den meisten Besu- cherinnen und Besuchern dieser Kurse gelingt es innerhalb eines Jahres, weitgehend fehler- frei zu schreiben und Texte lesen und verste- hen zu können; entsprechend steigt in der Regel ihr Selbstvertrauen. Die Hauptschwie- rigkeit für die Durchführung solcher Kurse besteht darin, die betroffenen Menschen zu erreichen und sie zur Kursanmeldung zu er- mutigen. Projektinhalt Um die Zielgruppe ansprechen und um die Bevölkerung für das Phänomen Illetrismus sensibilisieren zu können, plant der gesuch- stellende Verein einen Film (DVD), der in der ganzen Schweiz einsetzbar ist. Im Zentrum stehen Personen mit Lese- und Schreibschwä- che. Sie erzählen aus ihrem Leben und zeigen den grossen Aufwand, den es braucht, um das Problem zu verbergen. Zudem erklärt der Film die Entstehungsbedingungen von Illettris- mus im schulischen und privaten Bereich. Zum Film wird Dokumentations- und Begleit- material bereitgestellt. Gesamtkosten Fr. 361 845 Gewünschter Betrag Fr. 50 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung des Vereins beträgt Fr. 11 845. Der Kanton BE hat Fr. 100 000 bewilligt; die Kantone BL, TG und SG sind um Beiträge von insgesamt Fr. 100 000 ersucht worden. Von der Gesundheitsförderung Schweiz und Stif- tungen werden je Fr. 50 000 erwartet. Stellungnahme Die Bildungsdirektion empfiehlt eine Beitrags- leistung von Fr. 50 000. Würdigung Der Film ist ein gutes Mittel, um die Bevöl- kerung für das Thema Illetrismus zu sensibi- lisieren. Bewilligter Betrag Fr. 50 000 Auflage Die Bewilligung des Betrages erfolgt unter der Bedingung, dass dem Kanton gratis fünf DVD des Filmes abgegeben werden.

10. Jubiläumsbuch Pontonier-Sportverein Dietikon Bereich Freizeit Gesuchstellende Pontonier-Sportverein Dietikon: Der Verein Organisation bezweckt vor allem die Pflege und Förderung des Wasserfahrens. Projektrahmen 2009 feiert der Verein sein 100-jähriges Beste- hen. Aus diesem Anlass plant er die Heraus- gabe einer Festschrift. Projektinhalt Das 100-seitige Buch umfasst insgesamt sechs Kapitel, von denen zwei von allgemeinem kulturhistorischen Interesse sind (Von der Limmat – eine Art geschichtlicher Abriss; Foto- reportage Fahrt von Zürich nach Baden). Das Buch erscheint im Altberg Verlag Richterswil in einer Auflage von mindestens 300 Exempla- ren. Es ist über die Fotoreportage hinaus stark illustriert. Der voraussichtliche Verkaufspreis beträgt Fr. 50. Gesamtkosten Fr. 31 340 Gewünschter Betrag Fr. 10 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung des Vereins beträgt Fr. 7000. Mehrere Gemeinden leisten insgesamt Fr. 10 000. Rund Fr. 2000 werden von Gönnern und Fr. 2500 aus dem Verkauf erwartet. Stellungnahme Die Sicherheitsdirektion unterstützt eine Bei- tragsleistung von Fr. 10 000. Würdigung Aufgrund des Jubiläums und weil der Publi- kation z. T. regionales Interesse zukommt, ist ein Beitrag des Kantons gerechtfertigt. Bewilligter Betrag Fr. 10 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an die Auf- lage gebunden, dass dem Kanton fünf Gratis- exemplare abgegeben werden.

11. Landschaftsarchitektur-Führer Zürich und Winterthur 1990–2009 Bereich Kultur Gesuchstellende Verlag Hochparterre: Der in Zürich beheima- Organisation tete Verlag veröffentlicht vor allem Publika- tionen zum Thema Architektur. Projektrahmen Im Frühling 2009 erscheint ein «Stadtraum- und Landschaftsarchitekturführer Zürich und Winterthur 1990–2009». Seine Herausgeber gelten als anerkannte Fachleute.

Projektinhalt Mit der Publikation werden rund 79 wichtige Objekte zeitgenössischer Landschaftsarchi- tektur (Parks, Plätze, Gärten) in Text und Bild vorgestellt. Darunter vertreten sind z. B. die neuen Grossparks in Oerlikon und Opfikon, neue Stadtplätze und Friedhofanlagen und neue Freigehege im Zürcher Zoo. Vorgesehen ist eine Auflage von 2000 Exemplaren, der Verkaufspreis beträgt Fr. 29. Zielpublikum ist die interessierte Öffentlichkeit. Gesamtkosten Fr. 109 000 Gewünschter Betrag Fr. 5 000 Übrige Finanzierung Aus dem Verkauf werden Fr. 48 000 erwartet. Die Stadt Zürich beteiligt sich mit Fr. 30 000, die Stadt Winterthur mit Fr. 7500 am Vorha- ben. Der Restbetrag ist durch Zuwendungen von Stiftungen und Firmen zu decken. Stellungnahme Die Baudirektion unterstützt eine Beitrags- leistung von Fr. 5000. Würdigung Der Veröffentlichung kommt eine grundle- gende dokumentarische Bedeutung zu. Das Buch wird zudem den Fachleuten in den Be- reichen Denkmalpflege und Gartendenkmal- pflege als wichtiges Arbeitsinstrument dienen. Bewilligter Betrag Fr. 5 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist mit der Aufla- ge verbunden, dass dem Lotteriefonds 25 Be- legexemplare gratis abgegeben werden.

12. Erneuerung der Einrichtung im SwissJazzOrama Uster Bereich Kultur Gesuchstellende Verein SwissJazzOrama Uster: Er betreibt in Organisation Uster ein Jazzarchiv und -museum, in dem er wechselnde Ausstellungen mit Bezug zum Jazz und seiner Geschichte zeigt. 2008 feierte der Verein sein zehnjähriges Jubiläum. Projektrahmen Die Sammlung bzw. das Archiv des JazzOrama umfasst schenkungsbedingt mittlerweile mehr als 20 000 Exponate und Dokumente (Tonträ- ger, Bücher, Plakate). Wegen des grossen Be- standes sind Anpassungen im baulichen und Anpassungen im administrativen und ausstel- lungstechnischen Bereich notwendig.

Projektinhalt Einerseits muss die bestehende Brandmelde- anlage erweitert werden (Kosten: Fr. 10 000). Anderseits sind Investitionen im Bereich EDV (Flachbildschirme, Drucker, neue Pro- gramme, Foto-Erfassungssystem; Kosten: rund Fr. 40 000) und beim Mobiliar (Ausstellungs- wandsysteme, Wechselrahmen usw.; Kosten: rund Fr. 40 000) angezeigt. Hinzu kommen Re- paraturarbeiten (Kosten: rund Fr. 15 000). Gesamtkosten Fr. 105 000 Gewünschter Betrag Fr. 70 000 Übrige Finanzierung Die Stadt Uster, die einen jährlichen Betriebs- beitrag leistet, unterstützt das Vorhaben mit Fr. 35 000. Der Verein erbringt grosse ehren- amtliche Arbeit für den Betrieb und die jewei- ligen Wechselausstellungen. Stellungnahme Die Baudirektion und die Fachstelle Kultur der Direktion der Justiz und des Innern befür- worten eine Beitragsleistung von Fr. 70 000. Würdigung Der Verein leistet eine wichtige Arbeit zur Dokumentation des Jazz. Damit er seine Ar- beit qualitätsmässig so weiterführen kann, ist die vorgesehene Erneuerung notwendig. Bewilligter Betrag Fr. 70 000

13. Rahmenprogramm Eishockey-WM 2009 in Kloten Bereich Freizeit Gesuchstellende Sicherheitsdirektion, Staatskanzlei Organisationen Projektrahmen Vom 24. April bis zum 10. Mai 2009 findet in Bern und Kloten die Eishockey-WM 2009 statt (16 Nationalteams, insgesamt 56 Spiele; Kloten als Nebenaustragungsort mit 24 Vor- und Zwischenrundenspielen). Am 16. Juli 2008 entschied der Regierungsrat, diese WM zu un- terstützen und das Turnier als Image-Chance für den Kanton zu nutzen. Am 27. August 2008 sprach sich der Regierungsrat dafür aus, zu- sätzlich zu den unentgeltlichen Dienstleistun- gen der Polizei und einem Beitrag der Stand- ortförderung, aus dem Lotteriefonds einen Betrag für bestimmte Teilvorhaben bereitzu- stellen. Im Rahmen einer direktionsübergrei-

fenden Arbeitsgruppe (Leitung: Sicherheits- direktion) wurden die Teilvorhaben geplant bzw. wurde bestimmt, für welche Vorhaben Gelder des Lotteriefonds eingesetzt werden sollen. Projektinhalt Folgende Teilvorhaben sollen einen Beitrag des Kantons erhalten: – Zum Eröffnungsspiel in Kloten am 24. April 2009 werden Persönlichkeiten des öffent- lichen Lebens und eine Auswahl von Be- hörden- und Wirtschaftsvertreterinnen und -vertreter eingeladen. Zusätzlich sollen zahlreiche, im Breitensport ehrenamtlich tätige, verdiente Personen dazu eingeladen werden. Nach dem Spiel wird allen ein Apéro riche offeriert. Die Kosten dafür (einschliesslich der Eintrittskarten) betra- gen Fr. 99 000. – Das OK der WM bietet Schülerinnen und Schülern sowie jugendlichen Mitgliedern von Sportclubs (obere Altersgrenze 16) die Möglichkeit, ein Spiel zu besuchen und damit verbunden, einen Blick hinter die Ku- lissen des WM-Betriebs zu werfen. Im Preis von Fr. 30 bis Fr. 60 (je nach Spiel) sind ein Imbiss und weitere Attraktionen einge- schlossen. Der Kanton verfügt über ein Kontingent von insgesamt 2235 Plätzen. Zurzeit liegen Anmeldungen von 640 Per- sonen vor. Die noch freien Plätze werden über die Bildungsdirektion und die Fach- stelle Sport in Kooperation mit dem Kanto- nalverband für Sport angeboten und ver- teilt. Es entstehen dadurch Kosten von höchstens Fr. 90 000. – In der Eventzone soll auch ein Angebot für Familien mit Kindern bzw. für Jugend- liche bereitgestellt werden. Vorgesehen ist der Aufbau eines Wachs-Eisfeldes mit kos- tenloser Benutzung. Die Besitzerin dieser Einrichtung, die Berner Kraftwerk Energie AG, hat noch nicht entschieden, ob sie das Feld zur Verfügung stellt. Wenn ja, dann entstehen Kosten von Fr. 120 000. Der Kan- ton wird sich daran mit Fr. 80 000 beteiligen.

– Die Staatskanzlei wünscht als Reserve für diese drei Teilvorhaben einen Beitrag von rund 10% bzw. Fr. 27 000. Gesamtkosten der kantonsnahen Aktivitäten Fr. 358 000 Gewünschter Betrag Fr. 296 000 Übrige Finanzierung Der Regierungsrat hat mit Beschluss Nr. 149/ 2009 bereits Fr. 62 000 zur Durchführung von Empfängen bewilligt. Würdigung Es ist sinnvoll, diesen internationalen Gross- anlass zu nutzen, um einerseits vielen im Brei- tensport ehrenamtlich Engagierten mit einem Gratiseintritt für ihre Arbeit zu danken und anderseits, um Schülerinnen und Schülern bzw. Jugendlichen Einblicke in die Organisa- tion und die Infrastruktur einer solchen Ver- anstaltung zu ermöglichen. Zudem ist es ge- rechtfertigt, auch Familien bzw. Jugendlichen eine WM-nahe Spiel- bzw. Freizeitmöglichkeit zur Verfügung zu stellen. Bewilligter Betrag Fr. 296 000 Auflage Die Teilbeiträge stellen jeweils ein Kosten- dach dar. Sie werden nur im tatsächlich be- anspruchten Umfang ausbezahlt.

14. Forschungsprojekt «Stand der Dinge – Leben in der S5-Stadt» Bereich Raumplanung Gesuchstellende Verein Benabita: Der Verein engagiert sich Organisation unter anderem in Wohn- und Raumplanungs- fragen. Das vorliegende Gesuch reichte er ein in Vertretung von sechs Fachinstitutionen (u. a. ETH Zürich, Universität Zürich, Eidg. Forschungsanstalt Wirtschafts- und Sozial- wissenschaften Birmensdorf, Fachhochschule Rapperswil). Projektrahmen Die S5 verbindet den Siedlungsraum Glattal– Zürcher Oberland–Oberer Zürichsee mit rund 300 000 Menschen aus drei Kantonen. In diesem Siedlungsraum wird der gesellschaft- liche, wirtschaftliche und kulturelle Wandel mit 14 aufeinander abgestimmten Forschungs- vorhaben untersucht. Die Ergebnisse werden in drei Folgevorhaben zu einer Gesamtschau zusammengeführt. Ziel des Vorhabens ist es, die Hintergründe und Zusammenhänge des

Lebensraumes in seiner Veränderung sichtbar zu machen bzw. zu vermitteln. Zielpublikum des Vorhabens sind Fachpersonen, Entschei- dungsträger aus Politik, Wirtschaft und Wissen- schaft, vor allem aber die interessierte Öffent- lichkeit. Projektinhalt Benabita wünscht einen Lotteriefondsbeitrag für die drei Folgevorhaben, die direkt der Orientierung der Bevölkerung dienen. Es sind dies: – Ausstellung und Veranstaltungen «Stand der Dinge – Leben in der S5-Stadt» (Kos- ten: Fr. 700 000; gewünschter Beitrag: Fr. 295 000): Die Ausstellung wird in Wetzi- kon (allenfalls Uster oder Rüti) gezeigt. Sie ist in drei Teile gegliedert: 1. Darstellung der Entwicklung des Raumes in den vergange- nen fünf Jahren, 2. Darstellung der For- schungsresultate, 3. Beurteilung der Ergeb- nisse durch die öffentliche Hand, Vereine, interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie durch Schulen. – Publikation «Stand der Dinge – Leben in der S5-Stadt» (Kosten: Fr. 240 000; ge- wünschter Beitrag: Fr. 170 000): Im Herbst 2009 sollen die Forschungsergebnisse in ge- druckter, aufbereiteter Form erscheinen. Die Veröffentlichung wendet sich an die Bevölkerung im «S5-Gebiet» sowie an Fachleute. – «Nachhaltige Entwicklung in den Schulen der S5-Stadt» (Kosten: Fr. 185 000; ge- wünschter Teilbeitrag: Fr. 35 000): Schulen, Klassen und Lehrpersonen werden ange- regt, sich mit einer zukunftsfähigen Gestal- tung des S5-Lebensraumes zu befassen. Mindestens drei besonders gute Schulpro- jekte werden im Rahmen einer Ausstellung gezeigt. Gesamtkosten Fr. 2 894 440 Gewünschter Betrag Fr. 500 000 Übrige Finanzierung Die beteiligten Organisationen leisten insge- samt Fr. 94 000, der Buchverkauf und die Ein- nahmen aus den Veranstaltungen sind mit

Fr. 20 000 budgetiert. Der Bund unterstützt das Vorhaben mit Fr. 150 000. Von den Kan- tonen SG und SZ werden je Fr. 50 000 ge- wünscht, von den Gemeinden insgesamt Fr. 200 000. Von Stiftungen werden Fr. 991 000, von der Privatwirtschaft Fr. 840 000 erwartet. Stellungnahmen Die beteiligten Direktionen würdigen das Vorhaben als anspruchsvolles und breit ange- legtes Forschungsprojekt, dem grosse Bedeu- tung für die raumplanerische Arbeit zu- kommt. Die Baudirektion bezeichnet das Vorhaben als höchst interessant und spricht ihm – vor allem aus raumplanerischer Sicht – grosse Wichtigkeit zu. Sie befürwortet eine Beitragsleistung von Fr. 400 000. Die Volkswirt- schaftsdirektion lehnt eine Beitragsleistung ab. Die Bildungsdirektion hat das Teilprojekt «Nachhaltige Entwicklung in den Schulen» geprüft und empfiehlt eine Beitragsleistung von Fr. 35 000. Würdigung Der Kanton ist an den Ergebnissen der Unter- suchungen sehr interessiert. Es ist jedoch von grosser Bedeutung, dass sich nicht nur Fachleu- te über die Ergebnisse des Vorhabens orien- tieren können, sondern auch die Bevölkerung. Deshalb ist eine grosszügige Unterstützung der drei Folgevorhaben gerechtfertigt. Bewilligter Betrag Fr. 400 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an folgende Auflage gebunden: Vom bewilligten Gesamt- betrag sind Fr. 35 000 für das Teilvorhaben «Nachhaltige Entwicklung in den Schulen» einzusetzen. Dieser Betrag wird direkt an die entsprechende Arbeitsgruppe ausbezahlt.

15. Ausbau Vogelwarte Sempach Bereich Naturschutz Gesuchstellende Vogelwarte Sempach: Die Vogelwarte erforscht Organisation Lebensweise und Lebensansprüche der Vögel und schafft damit die Grundlage für gezielte Schutzmassnahmen. Projektrahmen Die ständig wachsenden Anforderungen an das Institut machen eine bauliche Erweite- rung notwendig.

Projektinhalt Vorgesehen ist die Errichtung eines neuen, dreistöckigen Forschungsgebäudes. Es soll Arbeitsplätze für Angestellte, Studierende, Praktikantinnen und Praktikanten, Gast- forscher sowie Bibliothek, Labor, Werkstatt, Archivräume und Lager beherbergen. Ge- plant ist ein Minergie-Gebäude, das zusätzlich allen Vorgaben für den ökologisch sinnvollen Einsatz von Baumaterialien entspricht. Die Kosten dafür betragen 16,2 Mio. Franken. Der bereits bestehende Bau wird zum Besucher- und Lernzentrum umgebaut und erhält u. a. einen Vorführraum und Räume für eine inter- aktive Dauer- sowie für Wechselausstellun- gen, Schulungsräume und eine Cafeteria. Die Kosten für diesen Umbau betragen rund 4 Mio. Franken. Gesamtkosten Fr. 20 186 000 Gewünschter Betrag Fr. 100 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung der Vogelwarte beträgt 2,2 Mio. Franken. Der Kanton LU hat Fr. 750 000 zugesichert. Bis heute haben 14 weitere Kantone Beiträge von insgesamt Fr. 495 000 bewilligt. Die Stadt Sempach unter- stützt das Vorhaben mit rund Fr. 20 000. Von Stiftungen, der Wirtschaft und Einzelspendern liegen Zusagen von 7,5 Mio. Franken vor. Der offene Restbetrag von rund 9,2 Mio. Franken muss durch weitere Beiträge von Stiftungen und Dritten gedeckt werden. Stellungnahme Die Baudirektion wünscht eine Beitragsleis- tung von Fr. 100 000. Würdigung Die Arbeit der Vogelwarte kommt in grossem Umfang dem Kanton zugute, insbesondere bei der Weiterentwicklung des ökologischen Aus- gleichs, bei der Naturschutzarbeit und beim Arten- und Biotopenschutz. Bewilligter Betrag Fr. 100 000

16. Science et Cité 2009 Bereich Bildung Gesuchstellende Stiftung Science et Cité: Die Stiftung wurde Organisation 1998 gegründet. Sie will in der Gesellschaft das Verständnis für die universitäre Forschung fördern.

Projektrahmen Die Stiftung führt ab dem 2. Mai 2009 ihr drit- tes nationales Wissenschaftsfestival mit der Bezeichnung «basecamp09» durch. Es ist auf das Thema «Umweltveränderungen» (Klima- veränderung, Ressourcen, Die Erde und die Gesundheit, Naturgefahren) ausgerichtet und bildet den Schweizer Beitrag zum Internatio- nalen Jahr der Erde. Zielpublikum sind Schü- lerinnen und Schüler, Familien, Jugendliche sowie Erwachsene. Das Festival bleibt bis zum 10. Mai 2009 in Zürich. Die Bildungsdirektion ist in der Projektleitung Zürich vertreten. Die Gesamtkosten für «basecamp09» betra- gen schweizweit 4,9 Mio. Franken. Projektinhalt Im Kanton wird «basecamp09» von zahlrei- chen Organisationen mitgetragen (z. B. Univer- sität, ETH, Volksschulamt des Kantons, Zoo Zürich, WWF Zürich, Kulturama, Pro Natura, Naturmuseum Winterthur, Technorama). Im Irchelpark wird ein Basislager errichtet, das nicht nur Arbeitsplatz und Labor, sondern Ausgangspunkt für Exkursionen (vor allem ins Paul Scherrer Institut und in die Meteo Schweiz) und Plattform für Gespräche zwi- schen Expertinnen und Experten sowie Laien ist. Im Camp befindet sich u. a. ein Container mit einem Erdbebensimulator, in dem wäh- rend einer Schulstunde oder eines Vortrages plötzlich ein Erdbeben simuliert wird. Sodann wird ein Hip-Hop-Wettbewerb zum Thema Umwelt und eine Poetry-Slam-Veranstaltung durchgeführt. An den Wochenenden werden zusätzliche Aktivitäten für Kinder angeboten. Gesamtkosten für den Projektteil Zürich Fr. 1 350 000 Gewünschter Betrag Fr. 300 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung von Science et Cité beträgt Fr. 500 000. Die Stadt Zürich hat einen Beitrag zugesichert, sich jedoch noch nicht festgelegt. Die SRG beteiligt sich mit Fr. 100 000. Der Restbetrag muss über Dritte gedeckt werden. Stellungnahmen Die Bildungsdirektion wünscht einen Beitrag von Fr. 300 000. Auch die Baudirektion steht dem Vorhaben positiv gegenüber, verzichtet aber darauf, eine Beitragsempfehlung abzu- geben.

Würdigung «basecamp09» bietet den Schulen kantons- weit ein interessantes Angebot und dürfte dazu beitragen, vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen das Umweltbe- wusstsein zu stärken. Bewilligter Betrag Fr. 300 000 Auflagen Die Gewährung des Beitrages ist an folgende Auflagen gebunden: – Der Betrag von Fr. 300 000 gilt als Kosten- dach. Science et Cité hat der Bildungsdirek- tion genauere Kostenaufstellungen nach- zureichen. Diese müssen durch die Direk- tion geprüft werden. Sie legt fest, welchen Beitrag der Lotteriefonds ausbezahlen kann. – Von der Stadt Zürich wird direkt oder in- direkt eine Beteiligung mit mindestens Fr. 150 000 am «basecamp09» erwartet.

Auf Antrag der Finanzdirektion beschliesst der Regierungsrat: I. Die Finanzdirektion wird ermächtigt, folgende Beiträge zulasten des Lotteriefonds auszurichten (Konto 4980 3650 4980): Fr.

1. Verein Schweizerische Bibliothek für Blinde und Sehbehinderte Projektbeitrag 67 500

2. Zentralbibliothek Zürich Investitionsbeitrag 500 000

3. Verein Familienzentrum Winterthur Investitionsbeitrag 100 000

4. Kindertheater PurPur Investitionsbeitrag 40 000

5. Stiftung Jakob Briner Anschaffungsbeitrag 25 000

6. Radgenossenschaft der Landstrasse Investitionsbeitrag 30 000

7. Naturschutzverein Bachsertal Jubiläumsbeitrag 15 000

8. Baudirektion/Tiefbauamt des Kantons Zürich Beitrag für WestFest 500 000

9. Verein Lesen und Schreiben für Erwachsene, Bern Projektbeitrag 50 000

10. Pontonier-Sportverein Dietikon Jubiläumspublikationsbeitrag 10 000

11. Hochparterre Druckkostenbeitrag 5 000

12. SwissJazzOrama Investitionsbeitrag 70 000

13. OK Eishockey-WM 2009 Beitrag 296 000

14. Arbeitsgruppe Leben in der S5-Stadt Projektbeitrag 400 000

15. Schweizerische Vogelwarte Sempach Investitionsbeitrag 100 000

16. Science et Cité Projektbeitrag 300 000 Total 2 508 500

II. Mitteilung an die Mitglieder des Regierungsrates und die Finanz- direktion.

Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber:

Husi